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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft: „Ghettosprache“ und Berliner Dialekt

Freitag, 14. November 2014

Diana Marossek
Lupe

Grammatikalische Konstruktionen wie „Ich mach disch Urban“, die gegenwärtig noch dem sogenannten „Türkendeutsch“ zugesprochen werden, könnten in nicht allzu ferner Zukunft zum Standard in der Berliner Umgangssprache geworden sein. Zu diesem Ergebnis kam Dr. Diana Marossek in ihrer Dissertation „Gehst du Bahnhof oder bist du mit Auto? Wie aus einem sozialen Stil Berliner Umgangssprache wird“. Ziel ihrer Dissertation war es, herauszufinden, wer die als „Türkendeutsch“ oder „Ghettosprache“ in der Öffentlichkeit und in den Medien stigmatisierte Sprache überhaupt spricht, wodurch sie gekennzeichnet ist, warum sich die Jugendlichen dieses Jargons bedienen und ob er in die Berliner Umgangssprache einfließen könnte.

Diana Marossek hat für ihre Studie 1395 Berliner Schülerinnen und Schüler beobachtet. „Charakteristisch für diesen Sprachstil ist vor allem das Weglassen der Artikel und Präpositionen“, so die 30-jährige Soziolinguistin. Die ebenfalls verkürzte Syntax des Berlinischen begünstige den Prozess, dass dieser Stil dauerhaft in die berlinische Alltagssprache einfließen werde.

Genutzt wird das „Kiezdeutsch“ wie jede Jugendsprache, um sich von den Erwachsenen, aber auch von anderen Jugendgruppen abzugrenzen und sich ihnen gegenüber zu profilieren.

Im Wettbewerb um den Deutschen Studienpreis für die wichtigste Dissertation 2014 hatte Diana Marossek mit ihrer Arbeit einen zweiten Preis gewonnen. Am 2. Dezember 2014 wird ihr der Preis nun in Berlin verliehen.

Sybille Nitsche "TU intern" November 2014

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