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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft: Artenvielfalt des Waldes

Donnerstag, 16. April 2015

Alexandra Botzat
Lupe

Jedes Jahr holzt der Mensch circa 13 Millionen Hektar Wald ab. Weltweit. Das sind etwa 35 Fußballfelder pro Minute. „Waldfragmente entstehen, die wie Inseln in einem Meer von Plantagen oder anderweitig landwirtschaftlich genutzten Flächen ,umspült‘ werden“, sagt Dr. Alexandra Botzat. „Wie sich das auf die Regeneration der Waldfragmente und Artenvielfalt auswirkt – darüber wissen wir noch zu wenig.“ In ihrer Dissertation „Fragmentqualität prägt die Waldgenerationsprozesse in einer südafrikanischen Mosaiklandschaft“ hat die Biologin diese Fragen untersucht. Ihre Feldstudien führte sie in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal durch. „Dort ist der Wald sehr artenreich und spielt eine wertvolle Rolle für den Naturschutz“, so die 32-Jährige. Eine wichtige Erkenntnis ihrer Arbeit ist, dass die Zuckerrohr- und Eukalyptusplantagen zwischen den Waldfragmenten nicht zu unüberwindbaren Barrieren werden, wie sie vermutete. Prozesse wie Samenausbreitung finden statt. Allerdings nehmen Pflanzenarten, sogenannte Pionierarten, zu, die sehr anpassungsfähig sind, schnell wachsen und damit die Klimaxvegetation, also den ursprünglichen Endzustand des Waldes, verändern. „Wir haben nicht eine Verarmung festgestellt, sondern eine qualitative Veränderung der Artenvielfalt“, so Botzat. Ansatzweise konnte sie auch beobachten, dass die in den Waldfragmenten sich ausbreitenden Nager die natürliche Regeneration des Waldes beeinträchtigen, da sie die Samen fressen.

Sybille Nitsche "TU intern" April 2015

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