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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft: Hält das Gebäude einem Erdbeben stand?

Freitag, 06. November 2015

Bei den verheerenden Erdbeben in Nepal im April und Mai dieses Jahres kamen nahezu 8000 Menschen ums Leben. Und immer wieder waren es einstürzende Gebäude, aus deren Trümmern die Menschen nur noch tot geborgen werden konnten. Vor diesem Hintergrund sind die Untersuchungen von einem Team italienischer, griechischer und deutscher Wissenschaftler besonders interessant. Sie beschäftigen sich mit der seismischen Verwundbarkeit von Gebäuden. Auf deutscher Seite sind das TU-Fachgebiet Statik und Dynamik von Prof. Dr.-Ing. Yuri Petryna und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Annabell Mostböck beteiligt. „Mein Part ist es, ein computerbasiertes Verfahren zu entwickeln, mit dessen Hilfe man verhältnismäßig schnell belastbare Aussagen über die Erdbebenstandsicherheit von Gebäuden treffen kann“, sagt die 35-jährige Bauingenieurin. Das Projekt „Seismic monitoring and vulnerability framework for civil protection“, kurz SIBYL, wird von der EU gefördert. „Die momentan zur Verfügung stehenden Verfahren sind entweder recht ungenau oder sehr aufwendig. Mein Ziel ist es, diese komplizierten Modelle in einfachere zu überführen, um die Erdbebenstandsicherheit von Gebäuden wirtschaftlich berechnen zu können.“ Mostböcks Methode soll außerdem darauf beruhen, die zur Berechnung notwendigen Daten eines Gebäudes wie die Topologie und die Beschaffenheit der Tragelemente vor Ort aufzunehmen, mit denen das Programm dann „gefüttert“ wird. Ihre Methode, vorerst umgesetzt für Stahlbetonrahmentragwerke, basiert auf dem Verfahren der Momenten-Krümmungsbeziehung. Damit wird jene Belastung ermittelt, bei der plastisches Versagen von Stahlbetonbalken unter Biegebeanspruchung eintritt.

sn "TU intern" November 2015

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