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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft: Femtozellen lassen einfaches Abhören zu

Freitag, 17. Januar 2014

Kévin Redon
Lupe

Femtozellen sind kleine 3G-UMTS-Antennen für den Heimbereich. Bisher hatte nur der Netzbetreiber Zugang zu Mobilfunkantennen. Daher galten diese als vertrauenswürdig. Bei Femtozellen kommen die Antennen jedoch im privaten Bereich des Endanwenders zum Einsatz. Dementsprechend wurden Maßnahmen ergriffen, um den Zugriff auf Femtozellen zu unterbinden.

Dem Studenten Kévin Redon (28) ist es jedoch im Rahmen seiner Master-Arbeit gelungen, die Kontrolle über solche Geräte zu erlangen, mit dem Ziel, das bestehende Sicherheitsmodell neu zu bewerten. In seiner Arbeit, die er am TU-Fachgebiet Sicherheit in der Telekommunikation von Prof. Dr. Jean-Pierre Seifert schrieb, fand er heraus, dass es möglich ist, mit diesen kostengünstigen Antennen beliebige Nutzer, die sich in Reichweite befinden, nicht nur abzuhören, sondern auch den Nachrichteninhalt oder den Nachrichtenempfänger zu ändern. Telefonate sowie Kurznachrichten können ebenfalls im Namen des Nutzers initiiert werden. Das Opfer sowie der Netzbetreiber können weder erkennen noch beweisen, dass solche Angriffe stattgefunden haben.

Weiterhin gelang es Redon, sämtliche Femtozellen-Nutzer von diesem Netzbetreiber zu lokalisieren, zu identifizieren und deren Aktivitäten zu ermitteln. Die Gefahr betrifft nicht nur die Nutzer, denn Redon erlangte auch Zugriff auf die Infrastruktur des Netzbetreibers.

„Ich konnte in dieser Arbeit zeigen, dass Sicherheit in Mobilfunknetzwerken nicht gewährleistet werden kann. Die Ursache liegt in inhärenten Designproblemen“, so Kévin Redon, der an der TU Berlin Informatik studierte. Für seine Master-Arbeit erhielt er 2013 den CAST-Förderpreis.

pp "TU intern" Januar 2014

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