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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft: Mieterproteste und Koalitionen

Freitag, 15. November 2013

Lisa Vollmer
Lupe

„Die Mieterproteste im Zuge der Finanzkrise haben die Wohnungsfrage wieder auf die Agenda deutscher Politik gesetzt, auch in Berlin“, sagt Lisa Vollmer. Seit den 1990er-Jahren bis 2010 habe die Politik das Thema Wohnungsbau den Kräften des Marktes überlassen mit all den negativen Folgen für die Mieter – Gentrifizierung ganzer Stadtquartiere, Verknappung bezahlbaren Wohnraums, steigende Mieten, Zwangsräumungen. „Gegen diese Entwicklung setzen sich Mieter zur Wehr. Ihre Proteste haben zur Repolitisierung der Wohnungsfrage geführt, und sie wurden zum Gegenstand meiner Dissertation“, erzählt die 26-jährige Doktorandin, die am Internationalen Graduiertenkolleg Berlin – New York – Toronto der TU Berlin promoviert, das von Prof. Dr. Dorothee Brantz geleitet wird. In ihrer Arbeit analysiert Lisa Vollmer, die an der Universität Bremen und der TU Berlin studierte, wie das Thema Mieten zu Koalitionen zwischen gesellschaftlichen Gruppen führt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da demonstriert die bürgerliche Mitte gemeinsam mit der radikalen linken Szene und türkischstämmigen Migranten. Ihre empirischen Arbeiten finden in Berlin und New York statt.

„Interessant finde ich, ob aus den vielen Partikularinteressen jedes einzelnen Mieters eine Kollektivität entsteht, das Gefühl, eine Gruppe zu sein.“ Da für Vollmer die Wohnungsfrage das größte Potenzial hat, auf gesellschaftliche Widersprüchlichkeiten hinzudeuten, will sie auch untersuchen, wie aus dem Protest heraus eine Gesellschaftskritik formuliert wird und protestierende Mieter zu politischen Subjekten werden.

Sybille Nitsche "TU intern" November 2013

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