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TU Berlin

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Sauberes Berliner Wasser

Dienstag, 24. Januar 2012

4,4 Millionen Euro für ASKURIS-Projekt an der TU Berlin

Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen des Menschen. Gleichzeitig hinterlässt er darin Spuren: Das können zum Beispiel Rückstände von Arzneimitteln oder auch Keime sein. In dem neuen Forschungs- und Entwicklungsprojekt ASKURIS der TU Berlin, gefördert unter anderem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, werden moderne Verfahren zur Analytik und Bewertung weiterentwickelt. Es gilt, diese Spurenstoffe und Bakterien aufzuspüren, sie beispielsweise hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Relevanz zu analysieren und verschiedene technische Entfernungsoptionen aus ökonomischer wie auch ökologischer Sicht zu bewerten.

Das Projekt „Anthropogene Spurenstoffe und Krankheitserreger im urbanen Wasserkreislauf: Bewertung, Barrieren und Risikokommunikation“, kurz ASKURIS, wird von Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel vom Fachgebiet Wasserreinhaltung an der TU Berlin geleitet. Er sagt: „Die Forschung über den nachhaltigen Umgang mit Wasser in dicht besiedelten Gebieten wie Berlin ist seit mehr als zehn Jahren unser Leitthema an der TU Berlin und wir bringen unser breites Wissen in das neue Projekt ASKURIS ein.“

Außerdem sind die TU-Fachgebiete Methoden der empirischen Sozialforschung und Ökologische Wirkungsforschung und Ökotoxikologie involviert.

Als einer der Praxispartner erproben die Berliner Wasserbetriebe Verfahren zur Spurenstoffentfernung. Dr.-Ing. Georg Grunwald, Technik-Vorstand des Unternehmens, erklärt: „Unser Trinkwasser besitzt eine ausgezeichnete und streng überwachte Qualität, die seiner Bedeutung als Lebensmittel Nummer eins gerecht wird. Das ist auch das Ergebnis eines erfolgreichen Schutzes der Rohwasserressourcen. Deshalb reicht in Berlin eine naturnahe Aufbereitung aus, um es als Trinkwasser zu verwenden. Damit das auch künftig so ist, müssen wir vorsorgen. Keime und Spurenstoffe spielen in der künftigen Bewertung eine große Rolle. Insbesondere mit Blick auf Medikamentenrückstände kann es aber nicht nur um technische Verfahren zur Entfernung gehen, sondern die Zeit muss auch zur Diskussion der Vermeidung des Stoffeintrags genutzt werden. Das Projekt ASKURIS hat in diesem Sinne für uns eine große Bedeutung.“

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