direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Henning Mohr

Kollegiat

Technische Universität Berlin
Fakultät VI: Planen Bauen Umwelt
Institut für Soziologie

Fraunhoferstraße 33-36
Sekretariatszeichen FH 9-1
10587 Berlin

henning.mohr@​innovation.tu-berlin.de
Tel.: +49 (0)30 / 314 - 73643
Raum: FH 826

Dissertation:

(Prozess-)Künstler als Transformations-designer. Über die Funktionalisierung kultureller Interventionen in der Stadt- und Regionalentwicklung. Eine Untersuchung am Beispiel der Urbanen Künste Ruhr

 

Grundlagen der Dissertation:

In den vergangenen zwanzig Jahren lässt sich eine deutliche Zunahme künstlerischer Praktiken beobachten, die nicht auf die Produktion eines Artefakts ausgerichtet sind, sondern die (prozessuale) Gestaltung des Sozialen als künstlerischen Akt vollziehen. Die Künstler intervenieren in soziale Zusammenhänge, um dort als kritische Instanzen eine Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Lebensbedingungen einzuleiten.

Künstler als feldübergreifende Kommentatoren und Agenten des Neuen?

In der Innovationsgesellschaft scheint die gesellschaftspolitische Relevanz derartiger Herangehensweisen zuzunehmen. Es lässt sich beobachten, dass künstlerische Strategien im wachsenden Ausmaß gezielt von anderen Disziplinen (Planung, Wirtschaft, Politik) beauftragt werden, um im jeweiligen Handlungs- oder auch Zuständigkeitsbereich des Auftraggebers einen positiven Impuls einzuleiten. Dieser Logik folgend scheint Kunst über besondere Potentiale zu verfügen, die in der Innovationsgesellschaft an Bedeutung gewinnen. Vieles weist darauf hin, dass die Einbindung künstlerischer Strategien zu Wissens- und Kreativitätsdynamiken führt, die bestehende Wirklichkeitsmodelle zumindest temporär außer Kraft setzen und alternative gesellschaftliche Leitbilder aufzeigen.

Forschungsinteresse der Dissertation

Bisher existiert wenig wissenschaftlich fundiertes, zusammenhängendes Wissen über diese Besonderheiten des Künstlerischen. Das Dissertationsprojekt setzt sich daher mit den Wissens- und Kreativitätsdynamiken auseinander, um die Potentiale im Kontext einer reflexiven Suche nach Neuheit nachzuzeichnen. Aus diesem Grund sollen verschiedene künstlerische Aktivitäten über mehrere Jahre kontinuierlich begleitet werden, um dadurch ein Gespür für die Qualitäten künstlerischer Prozesse zu entwickeln und diese für weiterführende Auseinandersetzungen analytisch fundiert darzustellen.

Feldzugang und Methode

Zur analytischen Fundierung begleitet diese Untersuchung verschiedene künstlerische Aktionen innerhalb des Kulturprojekts „Archipel InVest“, das von 2012 bis 2014 von der Kulturorganisation Urbane Künste Ruhr im Vestischen Kreis (rund um Recklinghausen) veranstaltet wurde. Das Datenmaterial soll hauptsächlich auf leitfadengestützten Interviews mit Künstlern, auf Dokumentenanalysen und Begleitprotokollen basieren.

Lebenslauf:

05/2016
Abgabe der Dissertation
seit 04/2016
Assoziierter des DFG-Graduiertenkollegs „Innovationsgesellschaft heute" an der Technischen Universität Berlin
04/2012
Doktorand im DFG-Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute" an der Technischen Universität Berlin
03/2011 bis 04/2012
Referent der Verwaltungsdirektion (Drittmittelkoordinator) der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
01/2003 bis 03/2011
Freier Journalist, Texter und Marketingassistent (u.a. WDR Dortmund, WDR Essen, Ruhr Nachrichten, Westfälischer Anzeiger, Antenne Unna)
08/2008 bis 03/2011
Masterstudium der Sozialwissenschaften (Schwerpunkt: Stadt- und Regionalentwicklung) an der Ruhr-Universität Bochum.

Titel der Masterarbeit: Konservieren oder konsolidieren? Die Rolle des NRW-Bürgermeisters bei der (haushaltsbezogenen) Strategiewahl in der kommunalen Kulturpolitik.

04/2008 bis 09/2010
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik (Prof. Dr. Jörg Bogumil) an der Ruhr-Universität Bochum
01/2007 bis 03/2008
Studentische Hilfskraft am Lehrgebiet Politische Steuerung und Regulierung (Prof. Dr. Susanne Lütz/Prof. Dr. Lars Holtkamp) an der Fern-Universität in Hagen
10/2003 bis 07/2008
Bachelorstudium in Politikwissenschaften und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Publikationen und Veranstaltungen

I. Publikationen

Mohr, Henning / Landau, Friederike (2015a): Kunstorte im Kampf um die Zukunft: Konsequenzen für Berlins (kultur- und raum-)politische Agenda, in: Common. Journal für Kunst und Öffentlichkeit. Kunst-Orte im Wandel, No. 5 (Onlinemagazin)

Mohr, Henning / Landau, Friederike (2015b): Interventionen als Kunst des urbanen Handelns?, in: sub\urban. Zeitschrift für kritische Stadtforschung, Band 3, Heft 1, S. 9-14

Mohr, Henning (2013): >>Stadt selbst machen<< zwischen individueller Aneignung und politischer Verpflichtung. Zur zentralen Kontroverse des Symposiums MYCITY der Urbanen Künste Ruhr, in: Common. Journal für Kunst und Öffentlichkeit. Kunst zum Leben, No.3 (Onlinemagazin)

II. Konferenzbeiträge

Mohr, Henning / Landau, Friederike (2014): Interventionen als kreative Praxisformen, Vortrag beim Workshop „Kreative Interventionen für neue Klimakulturen“, Kulturwissenschaftliches Institut (KWI) in Essen, 4. und 5. November 2014

III. Publikationen – im Erscheinen

Mohr, Henning (i.V./2016): (Prozess-)Künstler als Transformationsdesigner? Neue ästhetische Formate und ihre kulturpolitischen Konsequenzen, in: Kulturpolitische Gesellschaft (Hrg.): Kulturpolitik als Transformationspolitik, Jahrbuch Kulturpolitik 2015, Bonn

Mohr, Henning / Landau, Friederike (i.V./2016): Interventionen als kreative Praxisformen. Über die Produktion des (ästhetisch) Neuen, in: Behr, Friederike / Reinermann, Julia (Hrsg.): Die Experimentalstadt. Kreative Arenen sozial-ökologischer Transformation (AT), Wiesbaden

IV. geplante Vorträge im Jahr 2016

Mohr, Henning (2016): Grenzgänger. Wissens- und Kreativitätsdynamiken durch neue ästhetische Praxisformen, Vortrag beim Workshop „Knowledge in Action. Neue Formen der Kommunikation in der Wissensgesellschaft, 28. und 29. Januar 2016 an der TU Berlin

Mohr, Henning (2016): Prozessuale Kunstereignisse als reflexive Suche nach Neuem: zwischen ästhetischem Reiz und sozialer Innovation, Vortrag bei der Tagung „Hybridisierung inszenierter Ereignisse. Zur Diskussion zeitgeistiger Veranstaltungen“, 8. und 9. April 2016 an der TU Dortmund

V. Teilnahme an studienbegleitenden Praxisprogrammen [mit Auswahlverfahren]

Sommercamp  „Neue Verantwortungen – Gesellschaft, Gemeinwohl, Gestaltung“ 

Zeitraum:          Juli/August 2015 [eine Woche]

Veranstalter:     u.a. Schader Stiftung, SRL-Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Werkbund Baden-Württemberg und Hessen, ZEIT-Stiftung, Akademie der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen

Summer School „Macht. Wissen. Teilhabe. Sammlungsinstitutionen im 21. Jahrhundert“

Zeitraum:          September 2014 [zwei Wochen]

Veranstalter:     u.a. TU Dresden / Staatliche Landes- und Universitätsbibliothek / Hygiene Museum Dresden / Militärhistorisches Museum Dresden / Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Studierendenworkshop „Neue Ideen für das Quartier Alter Bahnhof in Bochum-Langendreer“

Zeitraum:          September 2013 [eine Woche]

Veranstalter:     Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz / Landschaftsverband Westfalen-Lippe

 

Stipendien:

Bronnbacher Stipendium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

Deutschland-Stipendium (früher Bildungsfond-Stipendium des Landes NRW)

Promotionsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe