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TU-Professor Thomas Wiegand erhält zum zweiten Mal einen „Emmy“
Freitag, 09. Januar 2009
Medieninformation Nr. 3/2009
Auszeichnung für ein hoch effizientes Videokompressionsverfahren in Las Vegas
Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiegand ist mit dem Technology & Engineering „Emmy“-Award ausgezeichnet worden. Zusammen mit Gary J. Sullivan (Microsoft), Ajay K. Luthra (Motorola) und Jens-Rainer Ohm von der RWTH Aachen nahm er gestern in Las Vegas (USA) den Preis entgegen. Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiegand lehrt und forscht an der TU Berlin und ist Abteilungsleiter im Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik.
Ausgezeichnet wurden die ITUT-T Video Coding Experts Group (VCEG) und die ISO/IEC Moving Picture Experts Group (MPEG) für ihre Entwicklung und Etablierung des Videokodierstandards H.264/MPEG-4 AVC, eines höchst effizienten Videokompressionsverfahrens. Vergeben wird die Auszeichnung von der National Academy of Television Arts and Sciences (NATAS). Die Auszeichnung würdigt herausragende Erfindungen und technische Leistungen, die einen Meilenstein in der Entwicklung der Fernsehtechnik darstellen. Im August vergangenen Jahres war dieses Videokompressionsverfahren bereits mit dem Prime Time „Emmy“-Award der Academy of Television Arts & Sciences (ATAS) prämiert worden. Der Emmy ist der bedeutendste Fernsehpreis in den USA. Dass Thomas Wiegand und seine Wissenschaftskollegen nun zum zweiten Mal für ihre Erfindung mit einem „Emmy“ ausgezeichnet wurden, ist bisher einmalig in der Geschichte dieser Technik-„Emmys“.
Durch den neuen Videokodierstandard H.264 wurde der Erfolg neuer Video-Anwendungen wie HDTV, Blu-ray Disc, Internet- und Mobile-TV, Video-iPods und iPhones möglich. Die Nutzer können damit deutlich schneller und in besserer Qualität Videos auf ihre Endgeräte übertragen. Mit H.264 ist die benötigte Datenrate für ein Video halb so groß wie noch bei seinen Vorgängerstandards.
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Prof. Dr.-Ing. Thomas WiegandTU Berlin
Institut für Telekommunikationssysteme
Fachgebiet Bildkommunikation
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