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TU Berlin

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Ehrendoktorwürde für Physik-Nobelpreisträger

Donnerstag, 04. Februar 2010

Medieninformation Nr. 39/2010

Ehrenpromotion der TU Berlin für Prof. Dr. Zhores Alferov

Prof. Dr. Zhores Alferov
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Die TU Berlin wird am 12. Februar 2010 an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Zhores Alferov die Ehrendoktorwürde verleihen. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Zhores Alferov zählt zu den herausragendsten Wissenschaftlern unserer Zeit und genießt weltweites Ansehen im Bereich der Physik von Halbleitern, halbleiterbasierten Bauelementen und der Halbleitertechnologie. Für seine grundlegenden und  für eine Vielzahl von Anwendungen relevanten Arbeiten auf dem Gebiet der Halbleiterphysik und -technologien wurde er im Jahr 2000 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Seit dem Beginn der neunziger Jahre arbeitet Prof. Alferov eng mit dem Institut für Festkörperphysik der TU Berlin zusammen.

Die Ehrenpromotion „Doktor der Naturwissenschaften honoris causa (Dr. rer. nat. h.c.) wird durch den Präsidenten der TU Berlin, Prof. Dr. Dr. h.c. Kurt Kutzler vorgenommen. Wir möchten Sie hiermit herzlich zu der Verleihung der Ehrendoktorwürde einladen.

Zeit:
am Freitag, dem 12. Februar 2010, 16.00 Uhr 
Ort:
Hauptgebäude der TU Berlin, Lichthof, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin 

Der 1930 in Witebsk (Weißrussland) geborene Zhores Alferov schloss im Alter von 22 Jahren sein Physik-Studium an dem damaligen V.I. Ulyanov (Lenin)-Elektrotechnischen Institut in Leningrad ab. Seit 1953 arbeitete er am Physikalisch-Technischen Ioffe-Institut Sankt Petersburg und promovierte dort im Jahr 1961. Den Doctor of Sciences in Physik, was der deutschen Habilitation entspricht, legte er 1970 ab. Zwischen 1987 und 2006 war er Direktor des Ioffe-Instituts. Seit 1989 ist er Vizepräsident der Russischen Akademie der Wissenschaften. Darüber hinaus ist Alferov politisch tätig und seit 1995 Mitglied der Duma, des russischen Parlaments.

Bereits in den 1950er Jahren beschäftigt sich Zhores Alferov mit Halbleiterlasern. Seine Forschungen an Halbleiter-Heterostrukturen bilden die Grundlage unserer heutigen optoelektronischen Bauelemente und der Höchstfrequenzelektronik. Beides zusammen hat die Kommunikation über Glasfasernetze erst ermöglicht. Die Ergebnisse seiner Forschung bilden außerdem die Grundlage hocheffizienter (hetero)-Solarzellen und spielen auch in der Beleuchtungstechnik eine wichtige Rolle. Alle heute bekannten Laserdioden, deren Technik zum Beispiel in Scannern an der Supermarktkasse, in CD-Playern und Laserdruckern zum Einsatz kommen, beruhen auf seinen Arbeiten.

Prof.Dr. Dieter Bimberg (l.) mit Prof. Dr. Zhores Alferov
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Seit Anfang der neunziger Jahre arbeitet Prof. Alferov eng mit dem Institut für Festkörperphysik der TU Berlin auf dem Gebiet der Nanotechnologien zusammen. Gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Prof. Dr. Dieter Bimberg von der TU Berlin geht es um die Erforschung und Nutzung neuer und bis vor einigen Jahren völlig unbekannter Eigenschaften von Halbleiternanostrukturen. Im Rahmen unterschiedlicher Kooperationsprojekte wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Wissenschaftler des Ioffe-Instituts an die TU Berlin entsandt, wo sie wesentlich zu den schnellen Fortschritten auf den Gebieten der Nanotechnologien und der Nanophotonik am Institut für Festkörperphysik beitrugen. Für die gemeinsamen Arbeiten wurden Prof. Bimberg (als bisher einziger Ausländer) und Prof. Alferov im Jahr 2002 durch den damaligen russischen Staatspräsidenten Vladimir Putin mit dem Staatspreis für Wissenschaft und Technik der Russischen Föderation geehrt.

Für seine wissenschaftliche Leistung ist Prof. Alferov mit zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen gewürdigt worden. Er ist darüber hinaus Ehrenmitglied von mehr als einem Dutzend Akademien der Wissenschaften weltweit und Träger von Ehrendoktorwürden wichtiger wissenschaftlicher Institutionen. Gemeinsam mit Herbert Krömer und Jack Kilby erhielt er im Jahr 2000 den Nobelpreis für Physik.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Dieter Bimberg
Institut für Festkörperphysik der TU Berlin
Tel.: 030/314-22783

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