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TU Berlin

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Profil

Im Bereich der Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften ist die Lebensmittelchemie eine zentrale Wissensdisziplin. Sie beschäftigt sich mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln, ihren Eigenschaften, den chemischen bzw. biochemischen Reaktionen von Lebensmittelinhaltsstoffen bei der Be- und Verarbeitung und der Bewertung ihrer physiologischen Wirkungen. Futtermittel sowie Bedarfsgegenstände wie Textilien oder Lebensmittelverpackungen aus Kunststoffen, kosmetische Mittel und Spielzeug sind ebenfalls Ziel von Untersuchungen. Unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit werden sowohl die Rohstoffe als auch ihre Veränderungen im Herstellungsprozess und schließlich die Erzeugnisse selbst bis hin zur Verwertung im tierischen und menschlichen Organismus oder im Kontakt mit der Haut beurteilt. Die Lebensmittelchemie ist gemeinsam mit der Lebensmittelmikrobiologie und -hygiene von zentraler Bedeutung für den modernen Verbraucherschutz.

Lupe

Die Entwicklung und Anwendung leistungsfähiger instrumentell-analytischer Methoden ist von entscheidender Bedeutung für einen modernen Verbraucherschutz, da nur so die umfassende Beurteilung von Lebensmitteln über die Ermittlung von Grenzwerten und Höchstmengen und damit die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien sowie den Verkehrsauffassungen von Lebensmitteln (Lebensmittel- und Futtermittel- Gesetzbuch, Deutsches Lebensmittelbuch, Hygieneverordnungen) sicher gestellt werden kann. Besondere Aufmerksamkeit wird am Berliner Institut den Analysen im Bereich der Entwicklung und Beurteilung neuer technologischer und biotechnologischer Verfahren der Lebensmittelherstellung sowie der Pflanzenzüchtung gewidmet.

Schwerpunkte der Lebensmittelforschung in Berlin sind Untersuchungen zur thermischen Farb- und Aromabildung in Lebensmitteln, die z. B. in Kaffee, Kakao und Malz zu qualitätsbestimmenden Parametern gehören, bei der Zuckerherstellung aber von unerwünschtem Einfluss sind. Daneben werden sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die über eine stabilisierende Funktion im Lebensmittel verfügen und zugleich den oxidativen Stress von Zellen vermindern können oder Glucosinolate, die aus Sprossen (Broccoli) stammen und antikanzerogene Eigenschaften besitzen, untersucht. Bei der Beurteilung von Lebensmittelinhaltsstoffen stehen toxikologische Fragestellungen im Mittelpunkt der Forschung. Die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und freier Radikale und ihr Einfluss auf die genetische Stabilität werden in Zellkulturen mit Hilfe von Methoden zur Kontrolle des Zellcyclus und zur Detektion oxidativer DNA-Schäden nachgewiesen.

Tätigkeitsfelder

An der Technischen Universität Berlin werden seit über 50 Jahren „Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerinnen“ und „Staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker“ ausgebildet. Als Experten für den aktiven Verbraucherschutz liegen ihre beruflichen Tätigkeitsfelder in Bereichen der amtlichen Lebensmittelüberwachung, in freiberuflichen Handelslaboratorien, der Lebensmittelindustrie sowie in der Forschung. Das zunehmende Bewusstsein des Verbrauchers für Fragen des Verbraucher- und Umweltschutzes lässt eine weitere steigende Nachfrage nach diesen gut spezialisierten Fachkräften erwarten.

Staatsexamen Lebensmittelchemie

Die Ausbildung im Staatsexamensstudiengang Lebensmittelchemie an der TU Berlin erfolgt über 10 Semester und wird derzeit durch das Institut für Chemie (Semester 1-4) und zwei Fachgebiete der Lebensmittelchemie (Semester 5-10) getragen. Im berufspraktischen Jahr (Semester 11-12) erfolgt die Ausbildung im Bereich der amtlichen Lebensmittelüberwachung im Landeslabor Berlin-Brandenburg, wo die Grundlagen für die rechtliche Bewertung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen vermittelt werden.  

Anlaufstellen

Für jeden Studiengang gibt es neben den zentralen Beratungsangeboten fachspezifische Anlaufstellen. mehr zu:

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