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TU Berlin

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Das Forschungsprofil der Fakultät I umfasst die Schwerpunktbereiche:

I. Wissensforschung

Wissen spielt eine fundamentale Rolle in allen Prozessen des menschlichen Denkens und Handelns. Es ist eine Kernressource des 21. Jahrhunderts im Blick auf die Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften. Das Innovationszentrum Wissensforschung (IZW) / Center for Knowledge Research untersucht fakultätenübergreifend die Schnittstellen und Wechselwirkungen unter­schiedlicher Wissensformen und Wissenskulturen. Besonderes Augenmerk gilt den Prozessen der Generierung neuen Wissens.

II. Interdependenz von Kultur und Technik

Technik und Kultur stehen in einem engen Wechselverhältnis. Technik erwächst aus der jeweiligen Kultur und beeinflusst und verändert diese. Dabei kann es sich um materielle, soziale und geistige kulturelle Einflüsse handeln. Die Fachgebiete der Fakultät untersuchen sowohl Wechselwirkungen zwischen Technik und geistiger Kultur, wie sie sich in Weltbildern und Symbolen zeigen, als auch die Technologie als Sujet und als Werkzeug künstlerischen Schaffens, etwa in technisch inspirierten und medienspezifischen Formen der Kunst. Ein spezifischer methodischer Ansatz besteht im Vergleich verschiedener Kulturen.

III. Kulturelles Erbe als Ressource

Die Erforschung, Bewertung, Bewahrung und Vermittlung von kulturellem Erbe ist eine gemeinsame Aufgabe insbesondere der historisch orientierten Geisteswissenschaften der Fakultät. Die Auseinandersetzung mit technischen und künstlerischen Artefakten als Speicher von Wissen und mit deren Zukunftspotenzial reicht über die Taxonomie des materiellen Gegenstandsfeldes weit hinaus: Von der Untersuchung der Erinnerungs-, Inwertsetzungs- und Identitätsbildungsprozesse über technologische Verfahren der Konservierung und Restaurierung bis zu den Strategien der denkmalpflegerischen, museologischen und medialen Vermittlung.

IV. Sprache und Kommunikation

Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel, der sprachliche Informationsaustausch ist konstitutiv für das menschliche Zusammenleben, für Wissenschaft und Technik sowie transkulturelle Interaktion. Sprache ist ein grundlegendes Erkenntnisinstrument, mit dem Welt nicht nur erschlossen, sondern geformt wird. Deren Erforschung gehört daher zu den zentralen Aufgabenfeldern der entsprechenden Fachgebiete der Fakultät. Untersucht wird, wie Sprache Bewusstseinsinhalte vermittelt (z.B. in der politischen Kommunikation), wie sie in der Medienberichterstattung Meinungsbildungsprozesse steuert, persuasiv Begehrlichkeiten weckt und emotionale Vorurteile wie Rassismus, Extremismus und Antisemitismus transportiert bzw. schürt. Ein Schwerpunkt ist die Analyse sprachlicher Funktionen wie Präzision, Objektivität oder Ökonomie auf den Ebenen von Wortschatz, Grammatik und Text sowie allgemeine Fragen des kommunikativen Transfers von fachlichen Kenntnissen und Kompetenzen, der didaktischen Vermittlung von Fachsprachen und fachkommunikativen Kompetenzen sowie der Erfassung, Planung und Normung von Terminologie. Während Deutsch als Fremdsprache an vielen Universitäten als Teil einer kontrastiven Linguistik oder einer kulturwissenschaftlich orientierten Philologie erforscht wird, bildet das Deutsche als fremde Sprache in Wissenschaft, Technik und Institutionen einen spezifischen Schwerpunkt der TU Berlin. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erforschung des Sprechausdrucks. Ausgehend von der Analyse des Wirkungsgefüges des sprechsprachlichen Ausdrucks in der Alltagskommunikation werden insbesondere Sprechstile und deren Wirkung in den Medien erforscht.

V. Heterogenität

Moderne Gesellschaften zeichnen sich durch einen hohen Grad von Heterogenität aus, die den Reichtum unseres Zusammenlebens ausmacht, aber auch Anlass zu zahlreichen Fragmentierungen und Konflikten bietet. Die Erforschung, Erklärung und Vermittlung dieser zum Teil gegenläufigen Entwicklungen, auch in historischer Perspektive, steht im Zentrum der Arbeit aller Fachgebiete der Fakultät, und zwar sowohl im Hinblick auf die theoretische Fundierung wie auch die praktische Umsetzung von Gerechtigkeit oder Konzepten von Integration oder Inklusion.

VI. Gestaltung von Bildungsprozessen

Die Erforschung von Bildungsprozessen umfasst die theoretische Konzeptionierung und empirische Darstellung gesellschaftlich-kultureller, sozialer und individueller Aspekte und Faktoren, die – auch in historischer Perspektive – Bildungs- und Lernprozesse ausmachen, begünstigen oder behindern. Angesichts der Komplexität der daraus resultierenden Fragestellungen kommt ein breites Repertoire an qualitativen und quantitativen Methoden zur Anwendung. Ziel ist es nicht nur, Bildungs- und Lernprozesse besser zu verstehen, sondern auch, mit den Ergebnissen zu einer besseren Gestaltung von Bildung beizutragen – sowohl durch eigene Aktivitäten als auch durch Unterstützung der verschiedenen Akteure im pädagogischen und bildungs- sowie berufsbildungspolitischen Feld. Besondere inhaltliche Schwer-punkte liegen dabei auf Fragen der Geschlechtergerechtigkeit, der Inklusion und der Nachhaltigkeit – insbesondere im Kontext von Arbeit und Beruf. Dazu gehört auch Forschungen über Kooperation und Partizipation, partizipative Technikentwicklung, Schülerfirmen, nachhaltigen Konsum, digitale Lebenswelten, die Zukunft der Technik und der Technikkompetenz zwischen Wissen und Können.

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