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Fakultät I - Geisteswissenschaften
Als nach NS-Zeit und Krieg 1946 die Technische Hochschule Berlin sich als Technische Universität neu gründete, geschah dies mit der Etablierung einer geisteswissenschaftlichen Fakultät. Ziel war es, den technologischen Sachverstand der Universität auf einen humanistischen Wertehorizont auszurichten. Heute haben die Geisteswissenschaften darüber hinaus die Aufgabe, Brücken zwischen den Wissenskulturen der Geisteswissenschaften und der Technik- und Naturwissenschaften zu schlagen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden und die Vernetzung zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften einerseits und den Ingenieur-, Natur-, Planungs- und Wirtschaftswissenschaften andererseits zu intensivieren, hat sich die Fakultät seit 2004 inhaltlich neu profiliert.
Attraktive Masterstudiengänge und ein interdisziplinärer Bachelorstudiengang "Kultur und Technik" markieren diesen Neustart. Dieser Bachelorstudiengang bietet ein neues, standortspezifisches Profil kulturwissenschaftlicher Studien. Über seine Kernfächer wird dieser Studiengang den Zugang zu neuen, forschungsorientierten Masterstudiengängen eröffnen wie dem Masterstudiengang "Philosophie des Wissens und der Wissenschaften". Hier wird die kognitive und normative Rolle der Wissenschaften in menschlichen Lebenswelten untersucht. Der Masterstudiengang "Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik" fragt nach der historischen Genese unserer modernen technisch-wissenschaftlichen Welt.
Der Masterstudiengang "Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie" widmet sich der Erforschung, Erhaltung und Vermittlung des europäischen Kunst- und Architekturerbes. Wie Räume städtischen Lebens zu Orten der modernen Zivilisationsgeschichte werden, untersucht der Masterstudiengang "Historische Urbanistik". Beide Masterstudiengänge stehen im engen Austausch mit der Architektur, die ebenfalls Bestandteil der TU Berlin ist.
Die Masterstudiengänge "Medienkommunikation und -technologie" sowie "Kommunikation und Sprache" mit Schwerpunkten in der Linguistik, in Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Deutsch als Fremdsprache sind genuin mit Natur- und Technikwissenschaften beziehungsweise mit ihrem globalen Austausch verknüpft. Im Bereich der Lehrerbildung und Erziehungswissenschaft ist der neue, anwendungsbezogene Masterstudiengang "Bildungsmanagement" angesiedelt, der Didaktik und Organisation von Wissen und Lernen vermittelt.
Mit diesem stark international vernetzten, fakultätsübergreifenden und praxisorientierten Lehrangebot zielt die TU Berlin auf das breite und immer wichtiger werdende Forschungs- und Berufsfeld gesellschaftlicher Vermittlung und Integration der Werte, Wissenschaften und kulturellen Wissensformen.
Für die hervorragende wissenschaftliche Reputation der Geisteswissenschaften der TU Berlin stehen auch das "Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung" sowie das "Zentrum für Antisemitismusforschung", das seit seiner Gründung 1980 Weltruf erlangte. Ebenso haben Professorinnen und Professoren der Fakultät leitende Positionen in wichtigen außeruniversitären Einrichtungen wie den Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlins oder der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften inne.
Das "Schinkel-Zentrum für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege" ist eine fakultätsübergreifende und interdisziplinäre Forschungsplattform, die die Entwicklung, Gestaltung und Zukunft unserer städtischen Lebensräume untersucht.
Jüngstes Forschungszentrum an der Fakultät ist das "Center für Metropolitan Studies" (CMC), ein interdisziplinärer, international ausgerichteter Forschungsverbund, der sich historischen und gegenwärtigen Fragestellungen zum Thema Metropole widmet. Kern dieses Zentrums ist das Transatlantische Graduiertenkolleg "Berlin – New York". Es ist eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Kooperation der drei großen Berliner Universitäten sowie zwei New Yorker Universitäten. Sprecherhochschule ist die TU Berlin. Es ist in Deutschland das erste von der DFG geförderte internationale Graduiertenkolleg.

