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Fakultät III - Prozesswissenschaften
Im Mittelpunkt von Lehre und Forschung der Fakultät III stehen Prozesse und Prozessketten. Sie sind hier als Umwandlung und Transport von Energie und Stoffen durch physikalische, chemische und biologische Vorgänge in folgenden Zielfeldern zu verstehen: Energie- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik, Technischer Umweltschutz, Werkstoffwissenschaften, Biotechnologie sowie Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie. Hierfür werden methodische Grundlagen sowohl aus Natur- als auch aus Ingenieurwissenschaften benötigt und gelehrt. Folglich arbeiten die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen auch in der Forschung eng und gleichberechtigt an der Lösung vielfältiger Fragestellungen aus den genannten Zielfeldern zusammen.
Die Naturwissenschaften sind stark durch analytische, chemische und biologische Schwerpunkte der Fachgebiete vertreten. Sie betreiben eine angewandte, lösungsorientierte Grundlagenforschung.
Die Ingenieurdisziplinen bringen ihre Expertise überwiegend in der Energie- und Verfahrenstechnik und ihren ausdifferenzierten Varianten sowie den Werkstoffwissenschaften für die unterschiedlichen Produkte und Zielfelder ein, wobei sie besonders stark in fakultätsübergreifende Kooperationen und Services integriert sind.
Zielfelder, Produkte und Anwendungsgebiete von Forschung und Lehre sind Produktions- und Entsorgungsanlagen für chemische Güter, Werkstoffe, biotechnologische Produkte, Energie und Energieträger, Lebens- und Futtermittel und Bedarfsgegenstände sowie Umweltmedien.
Die in der Fakultät III angesiedelten beziehungsweise von ihr mitgetragenen Studiengänge in der bisherigen Form und in den neu vorgesehenen Bachelor- und Masterstudiengängen spiegeln diese Zielorientierung weitgehend wider. Sie basieren auf dem gemeinsamen methodischen Prinzip einer breiten natur- und ingenieurwissenschaftlichen, aber dennoch fachorientierten Grundausbildung in den Bachelorstudiengängen und einer ausdifferenzierten, forschungsorientierten Ausbildung in den Masterstudiengängen. Die daraus resultierende Forschung an den Schnittstellen der Wissenschaftsbereiche gewährleistet nicht nur einen einmaligen ganzheitlichen Ansatz in Lehre und Forschung, es werden auch neue Forschungsfelder erschlossen, die zu Innovationen führen.
Dass die Fakultät maßgeblich an der zukunftsweisenden Profilbildung der Forschung der Universität beteiligt ist, zeigt das Engagement in drei von acht definierten Zukunftsfeldern der TU Berlin. So werden Wasser, Energie und Ernährung von der Fakultät federführend bearbeitet. Der Sonderforschungsbereich "Beeinflussung komplexer turbulenter Scherströmungen" und der Forschungscluster "Flow and Noise Control for Future Transportation Systems" sind ebenso in der Fakultät angesiedelt. Darüber hinaus ist sie an den fakultätsübergreifenden Schwerpunkten "Fluidsystemtechnik" und "Wasser in Ballungsräumen" beteiligt.
Mit der Entwicklung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge schreibt die Fakultät III ihre im Wintersemester 2004/05 in Kraft getretenen reformierten, modularisierten Diplomstudiengänge konsequent fort. Zusätzlich zu Modulen und Leistungspunkten werden die international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüsse eingeführt. Doppeldiplomprogramme gibt es mit den Universitäten Lyon, Frankreich, Krakau, Polen und Pusan, Südkorea.
In Zukunft werden neben dem Staatsexamen "Lebensmittelchemie" die Bachelorstudiengänge "Energie- und Prozesstechnik", "Technischer Umweltschutz/- Environmental Science and Technology", "Werkstoffwissenschaften", "Biotechnologie" und "Lebensmitteltechnologie" angeboten, auf die verschiedene, teilweise englischsprachige Master aufbauen. In den Bereichen "Process Engineering" und "Water and Soil Protection" bietet die Fakultät internationale Postgraduate Schools an.


