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TU Berlin

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Forschung zum Nutzen unserer Gesellschaft

Institut fuer Chemie: Ellipsometer
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Die TU Berlin ist eine international renommierte, forschungsstarke Universität, die Wissenschaft und Technik zum Nutzen unserer Gesellschaft weiterentwickelt und sich den Prinzipien der Nachhaltigkeit und Forschung zu friedlichen Zwecken verpflichtet fühlt. Die Herausforderungen und Problemfelder für moderne Gesellschaften sind nicht mehr allein aus den Erkenntnissen einzelner Disziplinen heraus zu bewältigen. Mit transdisziplinären Verbundprojekten stellt sich die TU Berlin diesen Herausforderungen.

Die Etablierung großer Forschungsverbünde durch die Exzellenzinitiative, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Europäische Institut für Innovation und Technologie und ein stetiger Anstieg an Drittmitteln für die Forschungsprojekte zeigen exemplarisch die dynamische Entwicklung. Sichtbar werden die Erfolge auch durch renommierte Preise und Auszeichnungen. Dazu zählen Alexander von Humboldt-Professuren, Einstein-Professuren, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise oder zahlreiche Grants des Europäischen Forschungsrates.

Forschung für Innovationen – dafür steht die TU Berlin und zeigt dies auf eindrucksvolle Weise. Ihr besonderes Profil als technische Universität in Verbindung mit ihren Geistes-, Sozial-, Planungs- und Wirtschaftswissenschaften ist der Nährboden für eine starke Interdisziplinarität. In der Kombination von Grundlagenforschung und angewandter Forschung und in enger Verzahnung mit ihren Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten ihre Forscherinnen und Forscher in sieben Fakultäten an den gesellschaftlich relevanten Fragen und entwickeln zukunftsweisende Lösungen.

Drittmittel: bundesweit ein Spitzenplatz

Das Drittmittelaufkommen für Forschungsprojekte ist einer von vielen Indikatoren für die Leistung und das Renommee der TU Berlin. Rund 178,9 Millionen Euro warben die TU-Forscherinnen und TU-Forscher im Jahr 2014 ein. Die hoch angesehenen Drittmittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnten seit 2006 um mehr als das Doppelte gesteigert werden. Mit diesen Ergebnissen behauptet die TU Berlin seit Jahren ihren Platz unter den besten deutschen Universitäten ohne medizinische Einrichtungen. Ihre Kompetenz beim Wissenstransfer beweist sie auch durch die hohe Zahl an Erfindungen und Patenten. Hier belegt sie mit dem Universitätsklinikum Charité in Berlin einen Spitzenplatz.

Sechs Schwerpunktfelder

Als Teil der hochkarätigen Wissenschaftslandschaft in Berlin und Brandenburg hat die TU Berlin im Jahr 2013 sechs Forschungsschwerpunkte definiert, die ihre Innovationsstärke aufzeigen, ihre gesellschaftliche Verpflichtung widerspiegeln und Anknüpfungspunkte für Kooperationen bieten. Mit dieser gezielten Fokussierung in der Forschung schärft die TU Berlin ihr Profil. Die Schwerpunktfelder spiegeln die in den Fakultäten beheimateten Fachdisziplinen wider. Gleichzeitig werden sie von Querschnittskompetenzen getragen, die zum Beispiel in der Mathematik, den Geistes- oder den Planungswissenschaften liegen. Für die Forschung steht eine zukunftsgerichtete Forschungsdaten-Infrastruktur zur Verfügung.

Förderung für Nachwuchswissenschaftler

Wissenschaft braucht Nachwuchs, dem die TU Berlin vom Frühstudium für wissbegierige Schülerinnen und Schüler über Studium und Promotion bis zur Postdoc-Phase eine erfolgreiche akademische Karriere ermöglichen und so ihren akademischen Nachwuchs rekrutiert. Dabei setzt sie auf die größtmögliche Vielfalt. Im Bereich der Promotion reicht sie von der Anbindung an das jeweilige Fachgebiet über kooperative Formen der Betreuung in Programmen bis hin zu externen Dissertationen in Zusammenarbeit mit der Industrie. In der Postdoc-Phase stehen eigenständige Projekte, Nachwuchsgruppen und Juniorprofessuren im Fokus. Eine bewusste Flexibilisierung der professoralen Struktur soll zudem der Förderung von erstklassigem wissenschaftlichem Nachwuchs dienen. Bis zum Jahr 2020 sollen zehn Prozent der momentan mit W3 am höchsten dotierten Strukturprofessuren zunächst für sechs Jahre befristet als W1- oder W2-Professuren ausgeschrieben werden und so auch für Juniorprofessuren zur Verfügung stehen. Mit einem neuen Tenure-Track-Verfahren können dann die Erfolgreichen unter ihnen die nächste Strukturstufe an der TU Berlin erreichen. Mit diesem Konzept will die Universität erstklassigen wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und an sich binden, aber auch neue zukunftsträchtige Forschungsthemen ermöglichen.

Internationale Verflechtung

Die stets wachsende Zahl an internationalen Forschungsallianzen unterstreicht die Verflechtung der TU Berlin mit starken Partnern weltweit. So ist sie gleich an zwei Wissens- und Innovationsgemeinschaften, den „Knowledge and Innovation Communities“ des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie, beteiligt. Jeder dieser Forschungsverbünde wird mit mehr als 100 Millionen Euro gefördert und führt die besten Teams aus mehreren europäischen Hochschulen, aus Forschung und Wirtschaft zusammen. Damit ist die TU Berlin eine der erfolgreichsten deutschen Universitäten bei diesem „europäischen Exzellenzwettbewerb“. Die Leitungsgremien der deutschen Partner für die Innovationsgemeinschaft „Climate Change: Mitigation and Adaption“ und „Future Information and Communication Society“ befinden sich auf dem TU-Campus Charlottenburg und dem EUREF-Campus der TU Berlin.

Wissens- und Technologietransfer

Synergien nutzen und Wissens- und Technologietransfer befördern – unter diesem Motto steht die erfolgreiche strategische Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen. In den „An-Instituten“ wie den Deutsche Telekom Innovation Laboratories oder dem Daimler Center for Automotive Information Technology Innovations verbinden sich universitäre Forschung und Unternehmensforschung auf intelligente Weise. Darüber hinaus hat die TU Berlin mit Unternehmen wie der Siemens AG und der BASF SE oder auch mit Kooperationsverbünden aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) derzeit 14 Stiftungsprofessuren etabliert. Auch auf regionaler Ebene stärkt die TU Berlin den Wissens- und Technologietransfer durch die konsequente Förderung von Ausgründungen und trägt somit zu einer Disziplinen und Institutionen übergreifenden Zusammenarbeit unter dem Dach der Marke Campus Charlottenburg - the art of ideas bei.

Exzellenzinitiative für -Spitzenforschung

Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern fördert herausragende Forschung an den deutschen Universitäten. Das Ziel: die Weltspitze. Innerhalb dieses viel beachteten Wettbewerbs konnten sich die Hochschulen um insgesamt 1,9 Milliarden Euro Drittmittel bewerben. Die TU Berlin war in zwei Förderlinien gleich zweimal hintereinander erfolgreich:

Exzellenzcluster UniCat – Effiziente Rohstoffnutzung losgelöst von Erdöl

„Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) ist der einzige Exzellenzcluster, der das volkswirtschaftlich wichtige Gebiet der Katalyse erforscht und durch die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert wird. In diesem interdisziplinären Forschungsverbund arbeiten mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Chemie, der Physik, der Biologie und der Verfahrenstechnik aus vier Universitäten – neben der Technischen Universität Berlin als Sprecherhochschule sind das die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Universität Potsdam – sowie aus zwei Max-Planck-Instituten zusammen.

Der Cluster besitzt ein Alleinstellungsmerkmal in der internationalen Forschungslandschaft: In seinem fokussierten Forschungsprogramm stellen die UniCat-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die Weichen für einen Ausbau der Verknüpfung von chemischer und biologischer Katalyse. Es werden neue Möglichkeiten zur katalytischen Aktivierung und anschließenden Umwandlung von kleinen Molekülen erforscht, die für den Rohstoffwandel von eminenter Bedeutung sind: Dazu zählen Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff. Diese sollen durch katalytische Prozesse in nützliche Stoffe zur Herstellung von Polymeren, Medikamenten und chemischen Energieträgern umgewandelt werden, die vom Erdöl unabhängig sind. Des Weiteren erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch Kopplung von biokatalytischen Prozessen die Herstellung von neuen Antibiotika und Diagnostika für medizinische Anwendungen.

Graduiertenschule Berlin Mathematical School – individuell und innovativ

Berlin ist auch ein exzellenter Ort, um Mathematik zu studieren. Die Basis dafür bietet die Berlin Mathematical School (BMS). Sie wird im Rahmen der Exzellenzinitiative seit 2006 gefördert und ist die gemeinsame Graduiertenschule der Mathematik-Institute von TU Berlin, Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin. Vorbild sind die Mathematik-Fachbereiche an US-Eliteuniversitäten. Das englischsprachige Studienangebot führt in vier bis fünf Jahren vom Bachelor direkt zur Promotion und richtet sich an exzellente Studierende aus der ganzen Welt. Die BMS bietet hervorragende Studienbedingungen: Stipendien, ein angenehmes Arbeitsumfeld, exzellente Betreuung und Mentoring. Das One-Stop Office betreut, berät und unterstützt die Studierenden in allen Lebenslagen: von der Bewerbung über Visa- oder Kinderbetreuungsfragen bis zu Soft-Skill-Trainings. Zurzeit sind rund 30 Prozent der Studierenden Frauen. Gemeinsam mit den Professorinnen und Professoren der BMS, darunter vier Leibniz-, ein DFG-Communicator-Preisträger sowie ein Träger der Cantor-Medaille der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, wird so für jeden Studierenden der beste Weg durch die vielfältige Berliner Mathematik-Landschaft gefunden.