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TU Berlin

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Zeitwirtschaft

Neuigkeiten zur Zeitwirtschaft

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum Thema Zeitwirtschaft möchten wir Sie gerne auf den neuesten Stand bringen. Seit der letzten Personalversammlung ist einiges passiert. Das Präsidium hat dem Personalrat inzwischen Entwürfe zur Überarbeitung der bisher geltenden DV Flex sowie dem Neuabschluss einer DV zur Vertrauensarbeitszeit zur Beteiligung vorgelegt. Problematisch ist der Umstand, dass die Dienstvereinbarungsentwürfe in Kopplung mit dem Antrag zum Fachkonzept Zeitwirtschaft und der Einführung der webbasierten Zeiterfassung vorgelegt wurden.

Wir verfolgen bzgl. der Verabschiedung von Dienstvereinbarungen zum Thema Arbeitszeit folgende Ziele:

  • Abschluss einer tarifkonformen Regelung
  • einheitliche Regelung für alle Beschäftigten (Gleichbehandlung)
  • Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
  • Größtmögliche Flexibilität im Rahmen der geltenden Gesetze/Rechtsvorschriften
  • Arbeitszeitsouveränität
  • Verhandlung der Regelungen unabhängig vom SAP-System und Sparzwängen

Auf diese Ziele hin haben wir die vorgelegten Entwürfe geprüft. Wir haben daher die Dienststelle aufgefordert, die Dienstvereinbarungen unabhängig von der Einführung des SAP-Systems zu diskutieren. Das SAP-Modul Zeitwirtschaft dient schlussendlich nur der Abbildung der Regelungen, die in einer Dienstvereinbarung getroffen werden. Die Arbeitszeitphilosophie und damit auch die Philosophie einer DV müssen ohne Zeitdruck und unabhängig von einer Systemeinführung verhandelt werden können.

Vertrauensarbeitszeit ist ein Modell der Arbeitsorganisation, bei dem die Erledigung vereinbarter  Aufgaben im Vordergrund steht, nicht die zeitliche Präsenz der*des Beschäftigten. (Wikipedia)

Die TU-Leitung hat sich dazu entschieden, dieses Arbeitszeitmodell für die Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen (mit der Option des Wechsels in den Anwendungsbereich der DV Flex) anwenden zu wollen. Damit soll der Status quo im Sinne der Flexibilität und Arbeitszeitsouveränität erhalten bleiben. Wir stellen uns die Frage, ob der Status quo positiv ist und eine Erhaltung dessen sinnvoll? Berücksichtigt man die Ergebnisse der WM-Studie 2017 und der vorhergehenden Befragungen, kommt man zu einem anderen Ergebnis. Auch unsere Befragung der WMs aus dem Jahr 2016 zeigt, dass viele der Beschäftigten sich eine „echte“ Regelung der Arbeitszeit wünschen. Das ist besonders für die WMs von Bedeutung, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren wollen/müssen. Außerdem gab es in einer Veranstaltung zum Thema Familiengerechte Hochschule die Aussage, dass die TU das „Audit Familiengerechte Hochschule (FGHS)“ verlieren würde, wenn die Vertrauensarbeitszeit eingeführt wird.

Auch wir haben Arbeitszeitsouveränität und eine größtmögliche Flexibilität als Ziel benannt. Allerdings ist dies nicht auf eine Beschäftigtengruppe beschränkt, sondern ist für alle TU-Beschäftigten zu fordern. Da uns die Gleichbehandlung aller Beschäftigten ein wichtiges Anliegen ist, möchten wir eine Dienstvereinbarung für alle abschließen, die aber trotzdem den unterschiedlichen Bedürfnissen der Beschäftigungsgruppen gerecht wird. Der Arbeitszeitkorridor erscheint uns hier als sinnvolles Modell.

Bisher wird an der TU für den Geltungsbereich der DV Flex das Modell der Rahmenarbeitszeit genutzt. Dabei handelt es sich um einen täglichen Rahmen mit einem frühestmöglichen Beginn und spätmöglichsten Ende, in dem keine Überstunden anfallen können. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einem Arbeitszeitkorridor um einen wöchentlichen Arbeitszeitraum von maximal 48 Stunden pro Woche, in dem keine Überstunden anfallen können. Der Korridor ist nicht mit der höchstzulässigen Arbeitszeit gemäß Arbeitszeitgesetz zu verwechseln.

Folgende Vorteile sehen wir durch den Abschluss einer tarifkonformen Regelung:

  • Flexibilität, aber trotzdem geregelte Arbeitszeiten
  • geregelte Arbeitszeit entsprechend TV-L bzw. vertraglich vereinbarter Arbeitszeit
  • Dokumentation der geleisteten „Mehrarbeit“ und Möglichkeit des Ausgleichs
  • Aufrechterhaltung der Beteiligungsrechte des Personalrats zum Schutz der Beschäftigten

Der Personalrat sieht in beiden Dienstvereinbarungen – vor allem in dem vorgelegten Entwurf zu der Dienstvereinbarung Vertrauensarbeitszeit – Probleme, die bearbeitet werden müssen. Wichtig dabei ist vor allem der Arbeits- und Gesundheitsschutz. Wie die BGM Befragung 2016 und die WM-Studie 2017 zeigten, gibt es dort erheblichen Handlungsbedarf. Es muss ein Schutz für Teilzeitbeschäftige eingeräumt werden, da diese sehr oft mehr als ihre vereinbarte Teilzeit arbeiten. In den vorliegenden Dienstvereinbarungen gibt es auch keine Regelungen für den Fall einer Überlastsituation, also wie diese anzuzeigen ist und welche Verantwortung die Führungskraft dabei hat. Das wäre aber bei einem Arbeitszeitmodell, das die Aufgabenerledigung in den Vordergrund stellt, zwingend erforderlich.

Am 19.02.2018 hat ein erster Verhandlungstermin mit der Dienststelle zu den Dienstvereinbarungen stattgefunden. In diesem Termin haben wir unsere Bedenken zu den Entwürfen geäußert und welche Schwierigkeiten wir darin sehen.

Das Paket der Beteiligungsanträge haben wir mittlerweile abgelehnt, da sowohl das Fachkonzept für das SAP-Modul Zeitwirtschaft wie auch der Antrag auf Einführung der elektronischen Zeiterfassung auf den nicht abgeschlossenen Dienstvereinbarungen basieren und diese somit keine gültige Rechtsgrundlage darstellen.

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