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TU Berlin

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Ziethener Manifest

Es ist an der Zeit, die bisher überwiegend strukturelle Reform der Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses nun auch inhaltlich weiter auszugestalten und die universitäre Lehre an der TU Berlin auf ein neues Qualitätsniveau zu heben. Vor diesem Hintergrund erarbeiteten für Lehre verantwortliche und engagierte Mitglieder der Universität das „Ziethener Manifest“. Damit sollen drei Ziele in den Fokus gerückt und verfolgt werden:

  • Den Stellenwert der Lehre an der TU Berlin zu stärken,
  • das Lernen in den Mittelpunkt universitärer Lehre zu rücken und
  • konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre zu erarbeiten, um diese im Dialog mit den universitären Gremien und allen Beteiligten umzusetzen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind überzeugt, dass zur Verbesserung der Lehre ein neues Verständnis von Lehren und Lernen erforderlich ist, das von allen Akteuren gemeinsam getragen werden muss. Dieses neue Verständnis stellt den Lernprozess der Studierenden ins Zentrum. Lehrende unterstützen und begleiten den Lernprozess durch eine Vielfalt von Angeboten. Lehrende und Lernende verstehen sich als Partner in diesem Prozess.

Im Einzelnen vertreten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Auffassung, dass

  • der Heterogenität der Studierenden mit einem vielfältigen Angebot an unterschiedlichen Lernformen und Formaten begegnet werden muss (Diversität, Individualität und Eigenverantwortung),
  • traditionelle Lehre durch digitale Medien sinnvoll ergänzt werden soll (Technology Enhanced Learning),
  • das Forschungs-, Erkenntnis- und Gestaltungsinteresse als motivierendes Element stärker im Lernprozess zu berücksichtigen ist (Forschendes Lernen),
  • die Studieneingangsphase mit intensiver Betreuung und aktivierenden Lehr- und Lernformen auszustatten ist (Mentoring und projektartige Veranstaltungen),
  • Lernen im Kontext sozialen Engagements gefördert werden soll (Service Learning),
  • Selbstreflexion der eigenen Lehre und Austausch von Erfahrungen zwischen Lehrenden sowie zwischen Lehrenden und Lernenden verstärkt werden soll (Lehrkonferenzen, Tag der Lehre, Feedback zur Veranstaltungsevaluation, Mentoring),
  • Inhalte, Methoden und Prüfungen auf die Lernziele abgestimmt werden müssen, (Constructive Alignment, kompetenzorientiertes Prüfen),
  • vermeidbarer psychischer Druck bei den Studierenden abgebaut werden muss (nicht alle Modulprüfungen der ersten Semester gehen in die Gesamtnote ein),
  • die Lehrleistung in der Berufungsstrategie aufzuwerten ist (Lehrportfolio, begleitende hochschuldidaktische Weiterbildung).

Hierfür ist ein Perspektivwechsel im Selbstverständnis von Lehrenden und Lernenden, d.h. eine neue Lehr- und Lernkultur erforderlich. Neben einer tiefgreifenden Diskussion und der Transparenz des Entwicklungsprozesses sollen die angedachten Ideen durch Projekte, Maßnahmen und Veränderungen mit Leben erfüllt werden. Die beteiligten Akteure erarbeiten konkrete Maßnahmen und tragen die Ziele des Manifestes in die Fakultäten und Gremien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (PDF, 57,9 KB) rufen alle an der Lehre der TU Berlin Beteiligten auf, sich diesem Prozess anzuschließen.

Das Manifest entstand im Dezember 2012 im Rahmen eines Workshops im Tagungshotel Schloss Ziethen bei Berlin.

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Die Druckversion vom "Ziethener Manifest" finden Sie hier (PDF, 121,8 KB).