Inhalt des Dokuments
Einführung und Entwicklung eines QMS für den Bereich Lehre und Studium
1.
Rahmenbedingungen
Bei der Entscheidung, in
welchem der drei Bereiche mit der Einführung eines QMS zu beginnen
sei, spielte das Interesse der Technischen Universität Berlin (TUB),
sich (zukünftig) die Option der Systemakkreditierung zu eröffnen,
eine tragende Rolle. Denn die Einführung des Verfahrens der
Systemakkreditierung durch den Akkreditierungsrat bietet Hochschulen
zukünftig die Möglichkeit, den aus dem Verfahren der
Programmakkreditierung resultierenden hohen personellen und
finanziellen Aufwand zu reduzieren:
"Eine positive
Systemakkreditierung bescheinigt der Hochschule, dass ihr
Qualitätssicherungssystem im Bereich Studium und Lehre geeignet ist,
das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualifikationsstandards
ihrer Studiengänge zu gewährleisten" (Akkreditierungsrat,
29.02.2008).
Als Zulassungsvoraussetzung definiert der
Akkreditierungsrat eindeutig den Nachweis eines
Qualitätssicherungssystems durch die Hochschule. An dieser Stelle
gibt es eine wichtige Anmerkung zu den verwendeten Begrifflichkeiten:
Der Begriff Qualitätsmanagementsystem ist ein in der
Qualitätswissenschaft synonymer Begriff für den im Hochschulbereich
gebräuchlicheren Begriff Qualitätssicherungssystem.
Aus
diesem Grund beziehen sich die qualitätsrelevanten Aussagen auf den
nächsten Seiten hauptsächlich auf den Bereich Lehre und Studium.
2. Verankerung in der
Dauerorganisation
Die Einführung des QMS war von
Februar 2008 bis Dezember 2009 als Projekt organisiert.
Seit dem
01.01.2010 wird die Entwicklung des QMS als Daueraufgabe innerhalb der
Gruppe Qualitätsmanagement, Studienreform und Kennzahlen
verantwortet. Diese gehört zur Stabsstelle Strategisches Controlling,
die dem Präsidium zugeordnet ist.

- Organigramm der Stabsstelle Strategisches Controlling (SC)
[1]- © Konrad Exner
3.
Vorgehen
Ein QMS umfasst qualitätsrelevante
Prozesse, die sich vier Hauptprozessen zuordnen lassen (s. dazu das
Prozessmodell der ISO 9001:2008 sowie das Prozessmodell für das
Qualitätsmanagement der Lehre und des Studiums an Hochschulen unter
dem Punkt "QMS [2]" im Navigationsmenü). Das Ziel ist die
Steuerung der Qualität von Lehre und Studium. Dafür werden klare und
transparente Regelungen in Form von Prozessbeschreibungen
dokumentiert, die Bestandteil unseres Qualitätmanagementhandbuchs
(QMH) sind.
Die Einführung und Entwicklung unseres QMS
erfolgt partizipativ anhand dreier Ebenen:
- Lenkungsausschuss (VP für Studium und Lehre, K, SC 3, QM-Team - SC 33 und 34, 2 Professoren/-innen, 1 WiMi, 1 Studierende/-r, ZFA, 1 Vertreter/-in der LSK, je 1 Vertreter/-in der Personalräte),
- Arbeitskreis QM (VP für Studium und Lehre, Studiendekane/-innen aller sieben Fakultäten sowie die Vorsitzenden der Gemeinsamen Kommission, SC 3, QM-Team - SC 33 und 34, 1 Vertreter/-in der tubIT, Leiter/-in der Abt.I-Studierendenservice, optional stellv. ZFA und 1 Vertreter/-in der LSK sowie je 1 Vertreter/-in der Personalräte),
- Prozessteams (Teamleiter/-innen und Experten/-innen aus allen Fakultäten sowie der zentralen und dezentralen Verwaltung - Sicherstellung einer interdisziplinären Teamdurchmischung und damit Beachtung der heterogenen Organisationskultur an der TUB).
Folgende Schritte
Kennzeichnen das bisherige Verfahren:
- Identifizierung wesentlicher Prozesse für die Qualität von Lehre und Studium,
- Konkretisierung des QMS-Modells der ISO in einer auf die TUB angepassten Prozesslandschaft → Definition der zu bearbeitenden Prozesse,
- Erarbeitung von Prozessbeschreibungen durch die Prozessteams mit Einbindung bereits vorhandener Regelungen und Dokumente,
- Aufzeigen und Vornehmen von Prozessverbesserungen in unterschiedlichem Umfang durch die Prozessteams.
4. Erster Schritt zu
TQM
Ein QMS ist mehr als seine Dokumentation. Die
Technische Universität Berlin (TUB) versteht QM nicht als Bereich,
sondern als Teil der Arbeit aller Mitarbeiter/-innen. Ein nachhaltiges
QM-Konzept integriert QM-Aufgaben in das Tagesgeschäft und schafft
keine parallelen Strukturen. Da Ziel ist, als Technische Universität
Berlin (TUB) zukünftig in Qualität zu denken.

- Schritt 1 von 9 auf dem Weg zu TQM
[3]- © Konrad Exner
Beschlüsse
- Entscheidungen der Akkreditierungsagenturen (PDF, 50,4 KB) [4]
- Kriterien fuer die Systemakkreditierung (PDF, 42,4 KB) [5]
- Regeln zur Durchfuehrung der Systemakkreditierung (PDF, 47,5 KB) [6]
- AS665Protokoll (PDF, 183,1 KB) [7]
nd_Diagramme/Organisationsstruktur_20110726.jpg
ent/qms/
nd_Diagramme/Schritt_1_bis_9_auf_dem_Weg_zum_TQM.jpg
/Entscheidungen_der_Akkreditierungsagenturen.pdf
/Kriterien_fuer_die_Systemakkreditierung.pdf
/Regeln_zur_Durchfuehrung_der_Systemakkreditierung.pdf
/AS665Protokoll.pdf
