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TU Berlin

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Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung, Gewalt, Mobbing und Stalking

Lupe [1]

Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt ist kein Einzelschicksal, sondern ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft, von dem Frauen überproportional betroffen sind. Wichtig ist: die betroffene Person trägt nicht die Schuld an der Tat! Allein die Täter_innen sind für das Geschehene verantwortlich. Wir beraten Sie streng vertraulich und anonym, vertreten Sie auf Ihren Wunsch in Konfliktgesprächen oder begleiten Sie in einem Verfahren.

  • Was ist sexualisierte Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt?
  • Handlungsmöglichkeiten und Hilfe
  • Beratungsangebote TU-intern
  • Beratungsangebote außerhalb der TUB
  • Hilfetelefon: Gewalt gegen Frauen
  • "Grenzen setzen - Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?" in leichter Sprache und in Gebärdensprache
  • Aktionstag an der TUB

Was ist sexualisierte Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt?

Es wird bevorzugt von ‚sexualisierter‘ statt ‚sexueller‘ Gewalt gesprochen, um deutlich zu machen, dass die Täter_innen weniger aus einer sexuellen Intention an sich heraus handeln, sondern dass es vielmehr um ein Bedürfnis nach Macht und Kontrolle geht. Sexualisierte Belästigung ist psychische und physische Gewalt, wobei die Würde der Betroffenen verletzt wird. Sexistisches Verhalten verletzt die Persönlichkeitsrechte.

Die Richtlinie der TUB zum Schutz vor sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt umfasst den Schutz vor (Link (PDF, 139,0 KB) [2]):

a. sexueller Diskriminierung als persönlicher geschlechtsbezogener Herabsetzung,

b. sexueller Belästigung als dem verbalen, bildlichen, schriftlichen und/oder körperlichen Übergriff mit sexuellem Bezug,

c. sexueller Gewalt in Form der Nötigung und Vergewaltigung.  

Unter sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt fallen beispielsweise:

  • sexuelle Handlungen und Verhaltensweisen, die nach den strafgesetzlichen Vorschriften unter Strafe gestellt sind
  • Sexuell herabwürdigender Sprachgebrauch, insbesondere Bemerkungen oder Witze über Personen sowie über Körper, Verhalten oder Intimleben Dritter
  • Gesten und nonverbale Kommentare mit sexuellem Bezug
  • Verbale, bildliche oder elektronische Präsentation pornographischer oder sexueller Darstellungen sowie das Verbreiten derer
  • Kopieren, Anwenden oder Nutzen von pornografischen Materialien
  • Sexistische Anrede von Personen, auch die Benutzung sog. "Kosewörter"
  • unerwünschte Berührungen oder körperliche Übergriffe
  • die unerwünschte Aufforderung oder Nötigung zu sexuellem Verhalten

Was jedoch im Einzelfall als grenzüberschreitendes, diskriminierendes Verhalten gilt und was nicht, hängt allein von der individuellen Grenzziehung der betroffenen Person ab und ist nicht allgemein festgeschrieben. Schuld tragen niemals die Betroffenen, sondern die Täter_innen!

Die Hierarchien und Abhängigkeitsverhältnisse am Arbeits-, Studien- und Ausbildungsplatz begünstigen sexualisierte Belästigung.

Das Thema sexualisierte Belästigung bekommt eine besondere Brisanz, wenn aufgrund von Abhängigkeitsverhältnissen und beruflichen Hierarchien ein Machtgefälle zwischen einer belästigenden und einer belästigten Person besteht. Betroffene befürchten oft berufliche Nachteile, wenn sie sich gegen Belästigende zur Wehr setzen.

Es gibt zudem einige Gruppen von Frauen, die besonders häufig von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt betroffen sind. Darunter sind sog. Schwerbehinderte, Homosexuelle sowie von Rassismus betroffene Frauen und Transidentitäten.

Handlungsmöglichkeiten und Hilfe

Wenn Sie sich belästigt fühlen, nehmen Sie Ihre Empfindungen ernst! Sie haben ein Recht auf Freiheit von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt.
In einem Gespräch mit der Frauenbeauftragten können Sie in geschütztem Raum ihre Beobachtungen mitteilen. Die Frauenbeauftragte, die Personalvertretung wie auch jede_r Vorgesetzte_r nehmen ihre Beschwerden entgegen.
Wir beraten Sie gerne in vertrauensvoller Atmosphäre und auf Wunsch anonym.

In Folge einer Beschwerde oder einer Beratung können wir in Absprache mit der betroffenen Person verschiedene Maßnahmen ergreifen. Zudem vertreten wir sie in Konfliktgesprächen oder begleiten sie in Verfahren.

Folgende Maßnahmen können gegen Täter_innen erfolgen:

  • Durchführung eines formellen Dienstgespräches
  • mündliche oder schriftliche Belehrung,
  • schriftliche Abmahnung,
  • fristgerechte oder fristlose Kündigung,
  • Einleitung eines Disziplinarverfahrens bis hin zur
  • Entfernung aus dem Beamtenverhältnis,
  • Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz,
  • Kündigung von Lehraufträgen
  • Ausschluß von einer Lehrveranstaltung,
  • Ausschluß von der Nutzung universitärer Einrichtungen,
  • Hausverbot,
  • Strafanzeige durch die Präsidentin / den Präsidenten.

Beratungsangebote TU-intern

  • Die Zentrale Frauenbeauftragte der TUB: N.N., Tel. 314 21438, Raum H 1108, zenfrau@zfa.tu-berlin.de [3]
  • Psychologische Beratung der TUB: Mareike Oevermann [4], Tel. 314 25382, Raum H 61. Webseite [5]
  • AGG Beauftragte der TUB: Frau Hiller [6] Tel. 21784, H 1017.

Beratungsangebote außerhalb der TUB

BIG e.V.

Berliner Initiative gegen häusliche Gewalt gegen Frauen. Rechte und Möglichkeiten bei häuslicher Gewalt.

Die Hotline bietet an 365 Tagen von 09:00-24:00 Uhr ein telefonisches Informations- Beratungs- und Unterstützungsangebot für Frauen und deren Kinder, die von männlicher Gewalt betroffen sind.

Hotline: 030-611 03 00

E-Mail: big-hotline@t-online.de [7]

Internet: www.big-hotline.de [8]

 

LARA Krisen- und Beratungszentrum für vergewaltigte Frauen

Telefon: 030-216 88 88

E-Mail: beratung@lara-berlin.de [9]

Internet: www.lara-berlin.de [10]

 

Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bietet einen umfangreichen

Service an.

Telefon: 030- 322 99 500

E-Mail: info@bv-bff.de [11]

Internet: www.frauen-gegen-gewalt.de [12]

 

Deutsche Stalking-Opferhilfe (DSOH)

E-Mail: info@deutsche-stalkingopferhilfe.de [13]

Internet: http://www.deutsche-stalkingopferhilfe.de/ [14]

Hilfetelefon: Gewalt gegen Frauen

365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar: Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent und sicher beraten zu lassen. Ob Gewalt in Ehe und Partnerschaft, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung sowie Stalking – Beraterinnen stehen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite und leiten sie auf Wunsch an die passende Unterstützungseinrichtung vor Ort weiter. Der Anruf und die Beratung sind kostenlos.

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen [15] 08000 116 016

"Grenzen setzen - Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?" in leichter Sprache und in Gebärdensprache

"Grenzen setzen - Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?" finden Sie in leichter Sprache und in Gebärdensprache, da Frauen mit Behinderungen leider überproportional häufig von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen sind. [Publikation der Antidiskriminierungsstelle des Bundes]


Den Text in leichter Sprache [16]

Das Gebärdensprachvideo [17]

 

 

Aktionstag an der TUB

Lupe [18]
Lupe [19]

Für einen respektvollen Umgang miteinander – gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November reihte sich die TU Berlin in die bundesweiten Initiativen ein. Die  Zentrale Frauenbeauftragte machte mit einer Plakataktion an der Hochschule auf die Thematik aufmerksam.

Gemäß dem Leitbild setzt sich die TU Berlin aktiv für Diskriminierungsfreiheit auf allen Ebenen der universitären Organisation ein. Bereits 1993 hat sich die Universität mit einer im Akademischen Senat gefassten Richtlinie verpflichtet, aktiv gegen sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt zu wirken und sich für eine gleichberechtigte und respektvolle Zusammenarbeit von Frauen und Männern einzusetzen.

Damit dies auch zukünftig gelingt, sind alle Mitglieder der TU Berlin angehalten, sich für einen fairen Umgang einzusetzen und persönliche Herabsetzungen und Grenzverletzungen zu vermeiden und diese gegebenenfalls anzuzeigen. Betroffene Personen sind darin zu unterstützen ihre Rechte zu wahren. Mit der Plakataktion, die auch 2014 am 25. November im Hauptgebäude der TU Berlin stattfand, wurde dieser Grundsatz der Zusammenarbeit öffentlich bekräftigt und eine höhere Sensibilität aller dem Thema gegenüber angestrebt.

 

Der Hintergrund des Aktionstages

Seit 1981 findet jährlich am 25. November der „Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen“ statt. Er wurde ursprünglich durch feministische Aktivistinnen ins Leben gerufen und am 17. Dezember 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen in der „Resolution 54/134“ aufgegriffen. Die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen wird hier genauso thematisiert wie die allgemeine Stärkung von Frauenrechten. Der Aktionstag dient der Schaffung eines öffentlichen Bewusstsein für sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung und Häusliche Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen.

Hintergrund für die Initiierung des Aktionstages war der Fall „Mirabal“. Dabei handelte es sich um drei Schwestern, die Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“ waren und 1960, nach mehreren vorangegangen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo (1930-1961) verschleppt und schließlich ermordet wurden. Bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen im Jahr 1981, riefen diese den 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen (Dia Internacional de la No Violencia Contra la Mujer) aus.

AB SOFORT:

Offene Sprechstunde der Zentralen Frauenbeauftragten

Jeden Dienstag von 13 bis 15 Uhr bietet die Zentrale Frauenbeauftragte eine offene Sprechstunde für alle Frauen* der TU Berlin an.

Auf Wunsch werden nach wie vor Termine nach Vereinbarung vergeben.

Kontakt: zenfrau@zfa.tu-berlin.de [20]

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