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Zentrale FrauenbeauftragteHistorie des C1-/C2- Programms

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Historie des C1-/C2- Programms

Das C1-/C2- Programm zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft

In den Jahren 1989/90 hat die damalige erste rot-/grüne Landesregierung ein 5 Mio. D-Mark umfassendes Stellenprogramm zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft aufgelegt, das zunächst nur an die Freie Universität und die Technische Universität Berlin im damaligen West-Berlin vergeben wurde (FU 40 Stellen, TU 20 Stellen).

Ab 1996 sind die Mittel auch an die Humboldt-Universität und an die künstlerischen und Fachhochschulen umverteilt worden, so dass an der TUB nur noch 18 Stellen verblieben sind.

Seit 1996 sind die Mittel in die Hochschul­haushalte in einem gesonderten Titel eingestellt und mit der Auflage versehen, nicht gekürzt bzw. zweckentfremdet verwendet werden zu können.

Von den 18 (5 C2- und 13 C1-Stellen) an der TUB geförderten Wissen­schaftlerinnen der ersten Runde (1991 bis 1996/97) haben bis auf drei alle Karriere im Wissenschaftsbereich gemacht. Noch aus dem laufenden Vertrag heraus wurden fünf Wissenschaftlerinnen auf C4-Professuren berufen (FU Berlin, BTU Cottbus, Uni Hamburg, Uni Konstanz, Uni Dortmund) und weitere vier haben im Anschluss an die Habilitation C4-Professuren errungen (2x Uni Flensburg, Uni Bonn, Uni Phoe­nix/USA), drei sind auf C3-Professuren berufen worden (Uni Bremen, Uni Heidel­berg, Uni Lüneburg), drei weitere sind in außeruniversitäre Forschungsinstitute ge­wechselt.
Von den drei aus dem Wissenschaftsbetrieb ausgeschiedenen sind zwei in der Wirtschaft tätig, eine hat ein eigenes Forschungslabor aufgebaut.
Auch von den bisher habilitierten 15 Wissenschaftlerinnen der zweiten Besetzungs­runde, die 2003/04 endete (drei sind noch in Diensten der TUB, weil sie Erziehungs­zeiten wahrgenommen hatten), haben alle ihre Karriere fortführen können:
Auf C3-Professuren sind drei Wissenschaftlerinnen berufen worden (Uni Leipzig, Uni Kiel,  Uni Bremen), eine weitere hat eine Professur am Kings College in London erhalten, drei sind auf Oberassistentinnen-Stellen an der TUB übernommen worden, eine hat ebendort eine Gastprofessur erhalten und eine weitere ist zurzeit Forschungsprofessorin in Uppsala, zwei sind an außeruniversitären Forschungsinstituten tätig.

Damit hat sich dieses Frauenförderprogramm erneut als außerordentlich erfolgreich erwiesen und es ist sehr zu begrüßen, dass es trotz der immensen Mittelkürzungen stets unange­fochten weiter geführt werden konnte.

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, ist in 2003 und 2004 die zweite Besetzungs­runde des C1-/C2-Programms zu Ende gewesen, so dass in 2004 elf Stellen neu besetzt werden konnten.
In dieser Besetzungsrunde – in der im übrigen letztmalig C1- und C2-Stellen besetzt wurden, da sie als Stellenkategorie im Berliner Hochschulge­setz zukünftig nicht mehr vorhanden sind – haben sich auf 10 vorwiegend für Natur- und Technikwissenschaften ausgeschriebene Stellen 240 Wissenschaftlerinnen be­worben, von denen ca. 150 in das spezifische Profil der TUB gepasst hätten. Dies scheint uns ein eindeutiger Beweis dafür zu sein, dass von einem Mangel an qualifi­zierten Frauen auch in diesen Bereichen nicht die Rede sein kann.
Ausgewählt wurden Wissenschaftlerinnen, die z. T. über Doppelqualifikationen bzw. interdisziplinäre Erfahrungen verfügen und die über die eigene Qualifikation hinaus auch die TUB mit ihren Kompetenzen bereichern.
Die Verteilung über die Fakultäten ergab sich wie folgt: Vier wurden der Fakultät II zugewiesen, eine der Fakultät III,  eine der Fakultät IV, zwei der Fakultät V und drei den verschiedenen Bereichen der Fakultät VII. Von einer der Ingenieurinnen haben wir kürzlich erfahren, dass sie bereits einen Ruf auf eine Fachhochschule hat und erwägt, diesen anzunehmen.

Im Rahmen dieses Programms gibt es seit einigen Jahren ein Tauschprogramm mit der Humboldt-Universität zu Berlin, mit dem es bereits habilitierten Wissenschaftlerinnen ermöglicht wird, als Gastprofessorin an der jeweilig anderen Universität ein oder zwei Semester zu lehren und zu forschen. Für die Wissenschaftlerinnen besteht damit die Möglichkeit sich in einer anderen Rolle und in einer anderen Institution zu erproben und für die beiden Universitäten entstehen keine Kosten.

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