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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Maßnahmenplan zur Frauenförderung

In Abstimmung zwischen Universitätsleitung und Zentraler Frauenbeauftragter wurde ein Maßnahmenplan entwickelt, der 10 Punkte umfasst und Frauen aller Statusgruppen berücksichtigt:

  • Erstellung von Frauenförderplänen (FFP) in den Fakultäten und sonstigen Einrichtungen auf der Grundlage der vom Akademischen Senat verabschie­deten „Eckpunkte zur Entwicklung von Frauenförderplänen an der TUB“. Danach entwickeln die Frauenförderpläne auf der Grundlage einer Stärken-/ Schwächenanalyse Ziele und entsprechende Maßnahmen, um eine Verbesserung der Lage zu erreichen. Der AS hat ebenfalls beschlossen, dass die FFP Bestandteil der Fakultätsentwicklungspläne sind.
  • Einrichtung eines gemeinsamen Mentoring-Projektes „ProFiL – Professionalisierung für Frauen in Forschung und Lehre“, von HU,  FU und TUB, verortet eben­dort: Sowohl aus Kostengründen wie aus organisationspolitischen Gründen bieten die großen Berliner Universitäten seit 2003 gemeinsam das hochschulübergreifende Programm für Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur an. Das Pro­gramm soll die Teilnehmerinnen bei ihrer Karriereplanung unterstützen und sie auf künftige Führungs- und Managementaufgaben in der Wissenschaft vorberei­ten. Nach der Beendigung der ersten drei Durchgänge ist von einem gro­ßen Erfolg zu sprechen, und zwar einhellig von Seiten der Mentees wie der Mentoren. Von den bisher 107 Teilnehmerinnen haben inzwischen 47 die Berufungsfähigkeit erworben, davon sind 18 bereits berufen worden und 2 in Führungspositionen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen gewechselt.
  • Konzeption des Projekts „Tarifkonforme Leistungszulagen für Verwaltungsange­stellte": Der BAT ermöglicht unter besonderen Umständen die Gewährung tarifkonformer Leistungszulagen. Voraussetzung dafür ist u. a. die Defi­nition objektiver, nach­vollziehbarer Kriterien. Durch Vergabe eines Werkvertrages an eine entsprechend qualifizierte Wissen­schaftlerin wurden in Zusammenarbeit mit der TU-Arbeits­gruppe "Personalent­wicklungsplanung" (AG PEP) die erforderlichen objektiven, nachvollziehbaren Kriterien zur Gewährung tarifkonformer Leistungszulagen für Verwaltungsange­stellte erarbeitet.
  • Entwicklung eines Projektes zur Erhöhung des Doktorandinnen-Anteils und zur Unterstützung der bereits vorhandenen Promovendinnen: Mit dem Virtuellen Kolleg für Doktorandinnen „ProMotion“ bietet die TUB seit dem Som­mer 2003 allen Promovendinnen die Möglichkeit über die fachliche Betreuung hinaus, individuell beraten zu werden, in einen interdisziplinären Austausch zu treten, sich überfachlich zu vernetzen, und kompetenzerweiternd weiterbilden zu lassen.
  • Auslobung des „Clara-von-Simson-Preises“ für die beste Diplomarbeit einer Frau vorwiegend in den Natur- und Technikwissenschaften. Beabsichtigt ist, den Clara-von-Simson-Preis mit insgesamt 5.000 Euro zu dotie­ren. Die Aufteilung dieses Betrages soll folgenderma­ßen vorgenommen werden: 1. Preis: 2.500 Euro; 2. Preis: 1.500 Euro; 3.Preis: 1.000 Euro. Die erste Verleihung fand im Jahr 2007 statt.
  • Durchführung von Untersuchungen zu den Ursachen des Studienabbruchs von Studentinnen: In den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der TUB ist immer noch eine hohe Abbrecherinnen-Quote bei den weiblichen Studierenden zu verzeichnen. Eine systematische Ursachenerforschung dieses Phänomens ist bislang nicht erfolgt. Inzwischen liegt eine umfangreiche Auswertung des Datenmaterials vor, ist aber nach Auskunft der Statistikerin nicht repräsentativ, weil der erfasste Zeitraum zu kurz war. Dennoch kann man einen Trend insofern erkennen, als die Zahlen der Studierenden und in diesem Maße erstmalig auch die der Studentinnen alarmierend rückläufig waren und die TUB gegensteuern muss. Dies ist in einem ersten Schritt bereits erfolgt, indem eine Reihe von Projekten sich der Anwerbung von Schülerinnen widmen. Allerdings ist für eine inhaltliche wie organisatorische Abstimmung und Koordination von der zentralen Ebene her eine entsprechende Stelle zu schaffen, die darüber hinaus ein einheitliches Marketing-Konzept entwickeln und den Auftritt der TUB in den Schulen einem corporate design unterziehen soll. 
  • Konzeption einer Gender-Gastprofessur: Im Zusammenhang mit der Forderung nach einer Steigerung der Attraktivität natur- und ingenieurwissenschaftlicher Studieninhalte für Frauen wird immer wieder die Forderung erhoben, Lehrinhalte in diesen Studiengängen geschlechtergerecht zu gestalten. Bislang fehlt es jedoch an leitenden Vorbildern. Leider hat sich dieses Vorhaben noch nicht umsetzen lassen. Für die Jahre 2008 und 2009 sind inzwischen vier einjährige Gastprofessuren im Berliner Programm beantragt und genehmigt, so dass die Hoffnung besteht, dass die Fakultäten dann kompetente Unterstützung bei der Implementierung der Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung in ihren Studiengängen bekommen werden.
  • Entwicklung von Gender-Modulen im Rahmen der Studienreform mit dem Ziel, das Image von Technik-, Ingenieur- und (Natur-)Wissenschaf­ten für Frauen attraktiver zu machen. Es liegen zwei fachübergreifende Module „Gesellschaftliche Naturverhältnisse“ und „Technological Citizenship/Technische Systeme und demokratische Öffentlichkeit“ sowie ein Gender-Modul im Entwurf vor.
  • Konzeption einer Initiative „Studieren/Arbeiten mit Kind“: Seit geraumer Zeit wird an deutschen Universitäten der Leitgedanke einer "familiengerechten Hochschule" diskutiert. Die Leitung der TUB beabsichtigt daher, ihre Bemühungen in dieser Hinsicht zu verstärken. Inzwischen sind eine Online-Befragung der Beschäftigten und eine Stichprobenbefragung der Stu­dierenden erfolgt, die übereinstimmend einen klaren Bedarf ermittelt haben. An dieser Stelle muss die Universitätsleitung die Entscheidung treffen, ob sie diesen internen Nachweis als ausreichend akzeptiert, um eine entsprechende Initiative zu starten oder ob sie mit einem externen Verfahren wie dem Familien-Audit der Hertie-Stiftung dieses Ergebnis verifizieren möchte.
  • Karriereberatung für Frauen mit der spezifischen Orientierung auf eine Karriere in der Wissenschaft. Die TUB ist auch weiterhin bestrebt, den Frauenanteil in der Professorenschaft insbesondere in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen zu steigern. Voraussetzung hierzu ist u. a. Nachwuchswissenschaftlerinnen für die Planung einer Karriere in der Wissenschaft zu motivieren. Diesem Zweck dienen in allererster Linie natürlich die Programme ProMotion und ProFiL, auch die sich an Studentinnen richtenden Projekte verfolgen ausdrücklich dieses Ziel. In persönlichen Beratungen der Frauenbeauftragten wird versucht, solche Interessen frühzeitig zu wecken. 

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