Inhalt des Dokuments
Security Impact Assessment Measures (SIAM)
Projektteam
- Dr. Leon Hempel [1]
- Lars Ostermeier [2]
- Tobias Schaaf [3]
- Dagny Vedder [4]
Förderung durch
EU Kommission (FP7 - Security Research Programme)
Laufzeit
Februar 2011 - Januar 2014
Kooperationspartner
- SiTI, Istituto Superiore sui Sistemi Territoriali per l'Innovazione (I)
- University of Kassel, Institute of Economic Law (D)
- University of Newcastle, Global Urban Research Unit (UK)
- Kingston University, Digital Image Research Centre (UK)
- Tel Aviv University, The Interdisciplinary Centre for Technology Analysis and Forecasting (Israel)
- Vrije Universiteit Brussel, Centre for Law, Science, Technology and Society Studies (B)
Assoziierte Partner
- Prof. Dr. Charles Raab, University of Edinburgh
- Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH
- Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V.
Website
www.siam-project.eu [5]
Projektbeschreibung
Problem
Anbieter von
komplexen Infrastrukturen wie Flughäfen und öffentlichen
Nahverkehrssystemen stehen vor dem Problem, mit Hilfe von
Sicherheitstechnologien und -maßnahmen Sicherheit für die Passagiere
und den Verkehrsbetrieb bereitstellen zu wollen und dabei nicht die
Freiheitsrechte einzuschränken. Die eingesetzten
Sicherheitstechnologien sollen effektiv und flexibel sein, aber auch
zur gleichen Zeit transparent und kontrollierbar. Akzeptanzprobleme
entstehen, wenn die Bedürfnisse der Nutzer nicht rechtzeitig in die
Entscheidungsprozesse für oder gegen eine Technologie mit einbezogen
werden. Das EU-Forschungsprojekt SIAM (Security Impact Assessment
Measures) schließt die Lücke zwischen Sicherheitsförderung und
Freiheitseinschränkung, indem es für Infrastrukturanbieter ein
Entscheidungsunterstützungssystem entwickelt, welches einen
Überblick über die ökonomischen, rechtlichen, sozialen und
ethischen Aspekte von Sicherheitstechnologien und -maßnahmen liefert
und die Bewertung neuer Technologien und Maßnahmen unter der
Berücksichtigung dieser Kriterien ermöglicht.
Die Vorgehensweise
Die Datenbasis für SIAM
entsteht durch die Verbindung von Wissen, das in Fallstudien an den
Flughäfen Ben Gurion (Israel) und Berlin Brandenburg International
(Deutschland) und in den Transportunternehmen London Underground
(Vereinigtes Königreich) und Metro Turin (Italien) erarbeitet wird
mit Wissen, das aus dem aktuellen Stand der Forschung und durch
Interviews und Workshops mit Experten aus Wissenschaft, Politik und
Wirtschaft gewonnen wird. SIAM besteht aus insgesamt fünf
Projektphasen. In der ersten Projektphase, „learning from
existing security systems", werden die
Innovationsgeschichten bestehender Sicherheitstechnologien, ihre
Effektivität in Hinsicht auf die Verringerung von Gefahren und ihre
Eingriffe in Freiheitsrechte analysiert. Zusätzlich werden in dieser
Phase Szenarien der Technologieentwicklung erstellt. In der zweiten
Projektphase, „considering existing threats", werden
bestehende Gefahrenszenarien für die Sicherheit an Flughäfen und in
Nahverkehrssystem analysiert und neue Gefahrenszenarien entworfen.
Zudem werden bestehende Kriminalitätsmusteranalysen begutachtet, die
dem Einsatz von Sicherheitstechnologien und -maßnahmen zugrunde
liegen. In der dritten Phase, „considering freedom
infringements", werden Szenarien zum besseren
Schutz der Freiheitsrechte der Passagiere und zur besseren rechtlichen
Regulierung und Kontrolle des Einsatzes von Sicherheitstechnologien
entwickelt. Ergänzend wird untersucht, welchen Einfluss kulturelle
Unterschiede auf die Wahrnehmung und die Bearbeitung von Eingriffen in
Freiheitsrechte haben. In der vierten Phase, „building the
decision support system", werden die Produkte von SIAM
entwickelt: eine Datenbank und Richtlinien, die Entscheider bei der
Bewertung von Sicherheitstechnologien und -maßnahmen unterstützen.
In der fünften Phase, „dissemination", werden die
Datenbank und die Richtlinien den relevanten Zielgruppen vorgestellt,
um Entscheider in die Lage zu versetzen, Bewertungen auf der Grundlage
der Ergebnisse von SIAM vorzunehmen.
Die erwarteten Ergebnisse
Das Projekt wird
eine relationale Datenbank entwickeln, die auf Typologien von
Sicherheitstechnologien und -maßnahmen, ihren Wirkungsweisen auf
Gefahren und Kriminalitätsmuster, ihren Eingriffsweisen in
Freiheitsrechte und Technologien und Regulierungen, die diese
Eingriffe verhindern sollen, aufgebaut ist. Begleitend dazu wird ein
Handbuch erstellt, dass Anleitungen für die Benutzung der Datenbank
enthält. Das Handbuch umfasst methodische Anleitungen und Richtlinien
auf der Grundlage von Methoden, die von SIAM entwickelt und verwendet
werden. Darüber hinaus hat SIAM zum Ziel, die Berücksichtigung von
sozialen, ethischen und rechtlichen Voraussetzungen und Folgen von
Sicherheitstechnologien bei deren Bewertung zu fördern.
Sekretariat
Zentrum Technik und GesellschaftSekr. HBS 1
Hardenbergstr. 16-18
D - 10623 Berlin
Tel.: +49 (030) 314-23665
Fax:+49(030) 314-26917
E-Mail-Anfrage [6]
nnen/hempel_leon_dr/
nnen/ostermeier_lars_dipl-pol_dipl-krim/
nnen/schaaf_tobias_ba_oec_ma/
nnen/vedder_dagny/
frage/id/100843/?no_cache=1&ask_mail=UbGY3gAMtGcaFH
Fpm5yJuyTUIRET8xH0pyRQfb5mSFM%3D&ask_name=Zentrum%2
0Technik%20und%20Gesellschaft
