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TU Berlin

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Innenansichten

Das „Wir-Gefühl“

Montag, 13. Oktober 2014

Das neue TU-Präsidium will das „Zugehörigkeitsgefühl“ in der Universität stärken und hat auch schon damit begonnen

Zugehörigkeit und Loyalität: Eine große Universität wie die TU Berlin als Einheit hat Strahlkraft
Lupe

„Eine Woche Zeit“ konnten sich im Frühsommer 21 Mitglieder aus der Universität, aus Präsidium, Verwaltung und Fakultäten, für eine Klausurtagung weg vom Alltagsgeschäft, außerhalb Berlins, in Siggen nehmen. Sie wollten beraten, wie das aus der Literatur und in amerikanischen Universitäten bekannte Konzept des „sense of belonging“, das Zugehörigkeits- oder „Wir-Gefühl“, an unserer Universität gestärkt werden kann.

„Das Thema treibt uns in diesem neuen Präsidium schon lange um“, sagt Hans-Ulrich Heiß, Informatikprofessor und Vizepräsident für Studium und Lehre. „Wir haben es als große Universität in einer Millionenstadt natürlich etwas schwerer, diesen Geist in allen Statusgruppen herzustellen, als kleinere Unis in kleineren Städten, in denen es zur Universität nur wenige kulturelle Alternativen gibt.“ Angela Ittel, Vizepräsidentin für Internationales und Lehrkräftebildung und als Professorin für Pädagogische Psychologie sowie aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit an Universitäten in den USA besonders sensibilisiert für dieses Thema, hatte daraufhin die Initiative ergriffen und mit Hans-Ulrich Heiß zusammen eine Konzeptidee entwickelt. Mit dieser behaupteten sie sich erfolgreich bei der Ausschreibung „Eine Woche Zeit“ des ZEIT-Verlags und der Alfred Toepfer Stiftung. So war für die Finanzierung gesorgt, ohne den TU-Haushalt zu belasten. „Wir wussten nicht, ob es wirklich klappt, sich wirklich ein paar Tage aus dem Tagesgeschäft herauszuziehen und ganz auf ein Thema zu konzentrieren“, erklärt Angela Ittel. „Aber das Thema erschien so wichtig und dringlich für die Weiterentwicklung unserer Universität, dass es gelang und auch vorzeigbare Ergebnisse herauskamen.“

Dieses Herausziehen habe auch Gelegenheit geboten, über die eigene Kommunikation kritisch zu reflektieren, denn nur mit einer positiven Kommunikation könne man die gemeinsame Arbeit produktiv gestalten. Doch es ging nicht nur um das Nachdenken. Es wurden auch Nägel mit Köpfen gemacht: Es entstanden drei Arbeitsgruppen, die nun mit erweitertem Personenkreis langfristig tätig werden. AGs wurden gebildet zu den Themen „Personalentwicklung“, die von TU-Kanzlerin Prof. Dr. Ulrike Gutheil geleitet wird, „Studierendenbindung“, die Hans-Ulrich Heiß übernommen hat, sowie „Internationalisierung“, geleitet von Angela Ittel. „Die einzelnen AGs werden sich regelmäßig zusammenfinden und ihre selbst gewählten Kernthemen besprechen und weiterentwickeln, damit das Ganze leben kann.“ Bei der Personalentwicklung gehe es zum Beispiel um das Thema „Willkommenskultur“ sowohl für Neuberufene als auch für neue Studierende aus dem In- und Ausland. „Sie sollen sich schnell zurechtfinden und integrieren, um möglichst schnell heimisch und produktiv zu werden, für sich selbst und für die Einrichtung“, erläutert Hans-Ulrich Heiß und erklärt damit, welch mächtiges Instrument für die Entwicklung einer Universität der „sense of belonging“ sein kann. Bei der Internationalisierung geht es darum, die vielen einzelnen Maßnahmen, die es an der TU Berlin bereits gibt, zu bündeln und zu koordinieren, um einen noch besseren Vorschub zu erhalten, beispielsweise beim internationalen Austausch von Verwaltung. Für die Studierendenbindung ist die Vernetzung wichtig. Dabei spielt auch die Zentraleinrichtung Hochschulsport eine Rolle, die für die AG „Studierendenbindung“ gewonnen werden konnte. „Es soll ein neuer Geist durch die Flure wehen“, wünscht sich die Siggener Gruppe. Der Aufbruch sei schon mit der „Ziethen-AG“ spürbar gewesen, die sich um eine neue Auffassung von Lehre und Lernen bemüht, wie im „Ziethener Manifest“ festgelegt („TU intern“ berichtete). „Natürlich wollen wir nicht im stillen Kämmerlein, im Präsidium oder mit einer festgelegten Gruppe die Marschrichtung vorgeben. Die Gruppen sind offen für jedes Uni-Mitglied, das seine Ideen einbringen und mitarbeiten will. Wir brauchen Aktive, denn nur so kann der neue Geist, der ,sense of belonging‘ entstehen.“ Im Februar und Juni 2015 sind zwei universitätsöffentliche Veranstaltungen geplant, um über die ersten Ergebnisse und weitere Vorhaben zu berichten.

Patricia Pätzold "TU intern" Oktober 2014

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