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TU Berlin

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Menschen

Sound in the City oder das Narrative am Lärm in der Stadt

Donnerstag, 16. April 2015

Teresa Dillon sammelt Geräusche aus dem Alltag der Großstadt
Lupe

Die Alexander von Humboldt-Stipendiatin Dr. Teresa Dillon untersucht am Beispiel der Stadt Berlin, wie Experten aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Bürgerinitiativen und auch Klangkünstler sich des Themas „Städtischer Lärm“ annehmen und welche unterschiedlichen Konsequenzen sie aus ihren Analysen ziehen. Dabei interessiert sie sich für den Diskurs von Technik und Kunst, von Stadtplanung und Architektur.

Wie klingt eine Stadt, welche Geräusche, Töne und Klänge produziert sie täglich? Wie werden diese Töne von den Stadtbewohnern wahrgenommen – als störende Umweltbelastung mit hohem Gesundheitsrisiko oder ist es ein Sound, der zu dem Alltag einer Großstadt einfach dazugehört? In Behörden, in Instituten und Forschungsinstitutionen sowie in Ateliers und Tonstudios werden Klänge und Geräusche der Stadt gemessen, analysiert und bewertet. Welche Diskurse entstehen hier, wie ergänzen und inspirieren sich die Akteure gegenseitig?

Dr. Teresa Dillon vom Trinity College Dublin ist Psychologin und Künstlerin und beschäftigt sich seit Jahren mit der Wahrnehmung von Klang im öffentlichen Stadtraum. Ihre Arbeiten wurden auf Festivals und Ausstellungen wie der „Transmediale“, der „Ars Electronica“ oder der „Eco City Summit“ präsentiert. Die Wahrnehmung von Klang und Lärm muss in den architektonischen Planungsdiskurs einbezogen und als wesentlicher Faktor berücksichtigt werden, so ihre These.

In Berlin fand Dr. Dillon bereits vor Beginn ihres Forschungsaufenthalts im Dezember 2014 eine Szene von Leuten vor, die sowohl in der Kunst als auch in der Verwaltung, in Architekturbüros sowie in Institutionen und Forschungsinstituten eine hohe Bereitschaft zeigten, sich kritisch mit der gegebenen urbanen Situation auseinanderzusetzen und deren komplexen Raum-Klang-Beziehungen nachzuspüren. Es geht in Teresa Dillons Projekt darum, die unterschiedlichen Strategien und Arbeitsmethoden zu erforschen und ihr Verhältnis untereinander zu bestimmen. Sie arbeitet mit Prof. Dr. Stefan Weinzierl vom Fachgebiet Audiokommunikation der TU Berlin und mit Prof. Dr. Martin Supper zusammen, der das Studio für Elektroakustische Musik & Klangkunst an der Universität der Künste Berlin leitet.

Ein „Crossing-Over“ von Kunst und Technik zeichnet sowohl die Arbeiten von Prof. Dr.-Ing. Stefan Weinzierl als auch die von Martin Supper aus, und das ist genau das, was Teresa Dillon sucht: „Ich stehe am Anfang meiner Untersuchung und bin gespannt, wie es weitergeht. Am Ende sehe ich weniger eine wissenschaftliche Veröffentlichung, sondern eher eine künstlerische Produktion zum Thema, die auf Festivals und Konferenzen präsentiert werden kann.“

www.polarproduce.org

Christiane Petersen "TU intern" April 2015

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