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TU Berlin

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Ideen für Berlins digitale Infrastrukturen: Die Gewinnerinnen und Gewinner des CKI-Ideenwettbewerbs

Dienstag, 26. Januar 2016

Für Neuankommende kann es herausfordernd sein, sich in der Hauptstadt zurechtzufinden: Welches S-Bahn-Ticket ist für die Erkundungstour durch Berlin am besten geeignet? Wie entziffere ich das BVG-Liniennetz? Und was meinen die Berlinerinnen und Berliner eigentlich, wenn sie sagen: „Oh, did is‘ jottwehdeh“?  Der persönliche Rat erfahrener Berlinbewohner könnte in vielen Alltagssituationen sehr hilfreich sein und Gäste von Unsicherheiten befreien.

Student You-An Lee von der National Taiwan University studiert in diesem Semester an der TU Berlin und hat selbst Situationen erlebt, in denen er als „Neu-Berliner“ gerne von dem Wissen und den Erfahrungen Ortsansässiger profitiert hätte – um Zeit zu sparen, schnell mit Berliner Gepflogenheiten vertraut zu sein und  Irrwege zu vermeiden. Persönlich ins Gespräch zu kommen kann Überwindung kosten; auch wenn die Hilfsbereitschaft groß ist.

Eine App könne diese Hürde abbauen, glaubt You-An Lee. Im Rahmen des Online-Ideenwettbewerbs „Gestaltung von Berlins digitalen Infrastrukturen“ hat er die Idee einer Matchmaking-Plattform entwickelt und wurde als einer von vier Preisträgerinnen und Preisträgern dafür geehrt. Sein Konzept: Ratsuchende und Ratgebende sollen mit nur einem Klick direkt am Ort des Geschehens zusammengebracht werden. Die Plattform könnte ähnlich dem Prinzip der Dating-App Tinder funktionieren, mit der Nutzerinnen und Nutzer per Matchmaking-Technologie neue Bekanntschaften aus der direkten Umgebung machen können. Der Unterschied: Mithilfe der Plattform von You-An Lee werden keine Dates vereinbart, sondern Tipps und Tricks für den Berliner Alltag im persönlichen Gespräch ausgetauscht.  

Zum Wettbewerb hatte das Siemens Center of Knowledge Interchange (CKI) an der TU Berlin eingeladen. Innovationsexpertinnen und -experten wurden dazu aufgefordert, auf einer Online-Plattform Lösungen zu Fragestellungen rund um die Themen intelligente Gebäudetechnik, integrierte Energienetze, digitales Verkehrsmanagement und intelligente Mobilitätsdaten in Großstädten zu entwickeln. Studierende und Beschäftigte der TU Berlin sowie die Nutzerinnen und Nutzer der hauptstädtischen Infrastruktur generierten so 70 Ideen. Rund 400 Kommentare und 4000 Klicks auf der Online-Plattform des Ideenwettbewerbs ermunterten You-An Lee und die weiteren Teilnehmenden, ihre Vorschläge auszuarbeiten. Zehn Ideen schafften es ins Finale, davon gewannen vier einen Preis in Höhe von je 1.000 Euro. Neben You-An Lees Vorschlag einer App für Berlin-Neuankommende reichten die Gewinnerkonzepte von Öko-Fahrrädern, Solardächern und Sensoren in Autos zur Erkennung von Fahrbahnunebenheiten.

Die Gewinnerinnen und Gewinner durften ihre Ideen im Dezember 2015 während der CKI-Konferenz im Lichthof der TU Berlin vorstellen. Dabei trafen sie auf Siemens-Vorstand Dr. Roland Busch, TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen und Barbara Berninger als Vertreterin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die den Gewinnerteams auch das Preisgeld überreichte.

Die drei weiteren ausgezeichneten Ideen

Distributed Road-Condition-Monitoring System

Städte, Kommunen oder Gemeinden mieten spezielle Fahrzeuge, um den Zustand ihrer Straßen zu messen und über Instandsetzungsmaßnahmen zu entscheiden. Dieser Vorgang ist aufwendig, teuer und es können längst nicht alle Fahrwege erfasst werden. Alexander Heinrich und Jan Mihalyovics vom Institut für Luft- und Raumfahrt schlagen vor, die Daten, die die Autoflotten verschiedener Carsharing-Anbieter in Berlin mittels GPS sammeln, zur Überprüfung des Straßenzustands zu nutzen.
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EcoBikes - how far can you reach?

Radelnd Strom erzeugen und den Verbrauch im öffentlichen Nahverkehr reduzieren: Das ist das Konzept hinter der Idee von Olga Bialczak, Katharina Kocol, Tarek Dowidari, Firas Zeno. In Deutschland entfällt etwa ein Viertel des Stromverbrauchs auf die Nahverkehrssysteme. Das studentische Vierer-Team möchte die Energie, die beim Fahrradfahren mit ihren „EcoBikes“ erzeugt wird, speichern, ins Stromnetz einspeisen und den Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs zur Verfügung stellen.
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Smart Forest - a peripheral system for Berlin

Berlin verfügt über eine Vielzahl an Hausdächern, die für die Installation von Photovoltaik-Anlagen geeignet, aber bisher ungenutzt sind. Das Konzept „Smart Forest“, entwickelt von den Studierenden Umid Alizade, Paul Harries, Jerome Müller, Florian Tropp vom Fachgebiet Stadtplanung und nachhaltige Stadtentwicklung am Institut für Architektur, soll dieses Potenzial nutzen und einen Weg zu einem umweltfreundlicheren Leben gewährleisten. Neben der Gewinnung erneuerbarer Energie sollen Dächer und Fassaden begrünt werden und so zur  Reinigung der Luft von Feinstaub beitragen.
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Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb: http://digitalization.siemensinnovation.spigit.com/Page/Home

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