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TU Berlin

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Innenansichten

Erstes offenes Verhandlungstreffen

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Am 26. Juni 2019 hat das erste offene Verhandlungstreffen vom Präsidium der TU Berlin mit Studierenden von Fridays for Future TU Berlin stattgefunden: Uni-Präsident Christian Thomsen und Vizepräsident Hans-Ulrich Heiß haben sich den Fragen der Studierenden gestellt. „An der TU Berlin wollen wir die Klimaziele voranbringen und Bewusstsein dafür schaffen, welche Maßnahmen konkret ergriffen werden können. Für uns gilt: Der Campus soll klimaneutral gestaltet werden - momentan laufen dementsprechend bereits Planungen für den Nordcampus“, sagte Thomsen. Im August soll ein weiteres Gespräch folgen.

TU-Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Ortwin Renn im Interview zu Fridays for Future

„Wir haben nicht mehr wahnsinnig viel Zeit“, sagt Prof. Dr. Ortwin Renn mit Blick auf den Klimawandel. Der Forscher ist wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und Vorsitzender des Kuratoriums der TU Berlin. Im Interview erzählt er anlässlich der ersten globalen Klimakundgebung in Aachen am 21. Juni 2019, welche Wirkung die Bewegung „Fridays for Future“ auf die Politik und Institutionen wie Universitäten hat. Er macht außerdem deutlich, welchen Beitrag Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Bewegung leisten müssen: lebensnahe, umsetzbare und vor allem wirksame Strategien für besseren Klimaschutz bereitstellen.

Forderungskatalog an Präsidium der TU Berlin übergeben

Übergabe im Lichthof der TU Berlin mit studentischen Vertreter*innen und TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen
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Am 20. Juni 2019 haben Studierende von Fridays for Future TU Berlin ihre Forderungen für besseren Klimaschutz an den Universitätspräsidenten Prof. Dr. Christian Thomsen übergeben. Er schätzt das Engagement der Studierenden sehr: "Viele der Forderungen sind mit dem kompatibel, was wir als unsere Aufgaben sehen. Die Bewegung Fridays for Future hat die für die Debatte notwendige Dynamik entfacht. Das Thema reißt die ganze Uni mit. Diese Chance wollen wir gemeinsam an der TU Berlin nutzen, zum Beispiel für einen klimaneutralen Campus. Die Aktionen der Studierenden werden gestützt durch die Expertise unserer Forscher*innen."

Die Forderungen wurden auf einer mehrstündigen Vollversammlung am 18. Juni 2019 im Audimax von Studierenden der TU Berlin gemeinsam erarbeitet. Am 26. Juni 2019 werden die Studierenden mit Mitgliedern des Präsidiums der TU Berlin zu den Forderungen ins Gespräch kommen.

Zum Forderungskatalog (Pdf).

Forschungsprojekt "Energieeffizienter Hochschulcampus Berlin-Charlottenburg"

Viel Energie sparen bei der Wärmeversorgung von Gebäuden und mit geringen Kosten: Das Forschungsprojekt "Energieeffizienter Hochschulcampus Berlin-Charlottenburg" von Prof. Dr.-Ing. Martin Kriegel, Leiter des Fachgebietes Gebäude-Energie-Systeme, und Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler vom Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik an der TU Berlin zeigt auf, wie auf dem Campus Cahrlottenburg das Wärmewendeziel der Bundesregierung erreicht werden kann.

Weitere Informationen (Pressemitteilung)

Rezo zitiert sauberer als so mancher Bundesminister

Von Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin. Der Text ist am 26. Mai 2019 als Gastbeitrag auf tagesspiegel.de erschienen.

Kurz vor der Europawahl taucht überraschend ein einstündiges Video des Youtubers Rezo auf, das die Politiker und die Parteien für ihr Nicht-Handeln eloquent und scharf kritisiert, sie damit überrascht und sogar in die Defensive bringt. Innerhalb weniger Tage wird es 10 Millionen Mal gesehen und alle versuchen – mehr oder weniger hilflos – zu reagieren.

Jedenfalls können Rezo und auch das Folgevideo von 70 Youtubern sauberer zitieren als so manche Bundesminister oder Landespolitiker. Diese empfinden eine Überprüfung von (fehlenden) Zitaten in ihren Doktorarbeiten oft lediglich als lästig und wollen sie als unsachlichen Angriff auf ihr Politikerdasein wegreden. Das macht die Youtuber weder zu Politikern noch zu Wissenschaftlern, das ist aber auch nicht ihr Anspruch. Sie fordern stattdessen sachgerechtes Handeln der Politiker abgeleitet richtigerweise von Ergebnissen der Wissenschaft. Nicht zu handeln ist ihr Vorwurf an die etablierten Parteien.

Politik soll gestalten, aber nicht frei von jedweden Erkenntnissen der Wissenschaft zum Klimawandel. Eine Kohlendioxid-Steuer einfach nicht einzuführen, weil sie Lobby-Verbänden wegen des daraus entstehenden Innovationszwangs nicht gefällt, oder den Kohle-Ausstieg wegen der anstehenden Wahlen in die Mitte des Jahrhunderts zu verschieben, kommt nicht an. Es zeigt vielmehr die allgemeine Ideenlosigkeit der Politik zu den zukünftigen Arbeitsplätzen der Menschen in den vom Kohle-Ausstieg betroffenen Regionen. Die Regierung vernachlässigt die Verpflichtung, sich um das Wohl Aller zu bemühen. Bewusst ignoriert wird dabei die vielfache wissenschaftliche Erkenntnis, dass der Klimawandel nur zu bewältigen ist, wenn jetzt gehandelt wird. Und genau das fordern Rezo und die Beteiligten an der Friday-for-Future-Bewegung.

Kein Video gegen die CDU, sondern gegen die Behäbigkeit der etablierten Parteien

Das Rezo-Video ist auch kein Video gegen die CDU, sondern eines gegen das behäbige und vermeintlich an Wählerstimmen orientierte Verhalten der sogenannten etablierten Parteien. Sie berufen sich auf die am Anfang einer Legislaturperiode verhandelten Koalitionsverträge, anstatt entstehende Notwendigkeiten und Interessen der Gesellschaft aufzugreifen, parlamentarisch zu diskutieren und zu handeln.

Und im Gegensatz zu den konventionellen Kommunikationskanälen wie Fernsehen und  Zeitung erreicht das Video innerhalb von wenigen Tagen mal schnell 10 Millionen Zuschauer. Was haben die traditionellen Medien falsch gemacht, und warum nehmen so viele über das Rezo-Video die kommunizierten und zitierten Fakten der Wissenschaft wahr?

Besser vorbereitete und qualifizierte Politiker

Es fragt sich aber auch, was die Universitäten und die Wissenschaften anders oder besser machen können, damit ihre soliden Ergebnisse nicht einfach von den Entscheidungsträgern in der Politik ignoriert werden? Der Austausch der Wissenschaft mit der Gesellschaft wird in Zukunft wichtiges Element von Wissenschaftskommunikation sein, so wie es sich die Technische Universität Berlin und die Berliner Universitätsallianz auf die Fahnen geschrieben haben.

Nun, man kann auch Einiges an dem Video kritisieren. Die gezeigten kläglichen Auftritte der Drogenbeauftragen oder der Regierungssprecher sind Zeichen der Überforderung und der Nicht-Befassung mit dem Thema durch die Verantwortlichen. Sie sind aber nicht charakteristisch für die Parteien. Vielmehr rufen solche Auftritte nach besser vorbereiteten und qualifizierten Politikern, die sich mit den wichtigen gesellschaftlichen Themen ernsthaft befassen und für die Parteien arbeiten und damit für uns Bürger handeln.

Impressionen von "Fridays for Future" am 24. Mai 2019 in Berlin

Am 24. Mai 2019 haben sich Studierende, Wissenschaftler*innen und Mitarbeiter*innen der TU Berlin an der großen "Fridays for Future"-Demo vor dem Brandenburger Tor in Berlin beteiligt. Im Video erzählen sie, warum es notwendig ist, dass sich möglichst viele Personen für den Klimaschutz einsetzen.

Studentische Vereinigung "Fridays for Future an der TU Berlin"

Annika Hombücher, Julian Rösner und Caya Prill sind Studierende an der TU Berlin und Mitinitiator*innen der studentischen Vereinigung „Fridays for Future an der TU Berlin“. Jeden Mittwoch treffen sie sich mit Kommiliton*innen und diskutieren, wie sie die von Schüler*innen begründete Klimaschutzbewegung unterstützen können. Eines ihrer Hauptziele ist es, an der Universität auf das Thema aufmerksam zu machen und einen Raum für Unterstützer*innen zu schaffen.

Annika Hombücher, Studentin im Bachelorstudiengang Ökologie und Umweltplanung

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„Klimaschutz ist die größte Herausforderung der Menschheit, die durch Einzelpersonen nicht lösbar ist. Es ist absurd, dass es an Schüler*innen ist, darauf aufmerksam zu machen. Es ist Aufgabe der Regierung, den Handlungsrahmen für den Klimaschutz vorzugeben und mit der Wissenschaft zusammen Maßnahmen zu erarbeiten. Wir handeln jetzt, um etwas zu verändern und zu retten – in Schule, Universität und Betrieb.“

Julian Rösner, Student im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen

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„Die Klimakrise betrifft uns alle - egal, ob Schüler*innen, Eltern, Arbeitnehmende, Politiker*innen oder Studierende. Es ist wichtig, dass jede*r im persönlichen Rahmen versucht, Veränderung zu bewirken. Außerdem bin ich überzeugt, dass Wissenschaft nur dann positiv für die Gesellschaft sein kann, wenn sie auch Haltung zeigt. Darum unterstütze ich mit der TU-Gruppe Fridays for Future.“

Caya Prill, Studentin im Bachelorstudiengang Nachhaltiges Management

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„Fridays for Future startete als eine Schüler*innenbewegung und weitet sich inzwischen auf viele weitere Gruppen aus. Die Studierenden waren bisher zu wenig vertreten und zu wenig sichtbar. Genau das wollten wir ändern und einen Raum für Studierende unserer Universität schaffen, um sich zu engagieren. Dabei konnten wir auch viele Personen erreichen, die sich vorher noch nicht engagiert haben. Genau darin sehe ich die Stärke unserer Initiative: Wir haben viele motivierte, aber noch nicht engagierte Studierende, denen wir nun genau diesen Raum geben können. Die Wissenschaft kann die Fridays for Future-Bewegung inhaltlich und auch als Multiplikator*innen unterstützen. Ich wünsche mir, dass sich immer mehr Professor*innen zu der Fridays for Future-Bewegung bekennen und sie aktiv vorantreiben.“

Engagierte Studierende gesucht

Die studentische Vereinigung sucht Unterstützer*innen. Interessierte finden auf der Facebookseite von „Fridays for Future an der TU Berlin“ weitere Informationen: https://www.facebook.com/fridaysforfuture.tuberlin/.

Ankündigung „Fridays for Future“ am 24. Mai 2019 - mit Mitgliedern der TU Berlin

Jeden Freitag organisieren Schüler*innen weltweit die „Fridays for Future“-Demonstrationen, um auf das Problem des Klimawandels aufmerksam zu machen. Als „Scientists for Future“ unterstützen auch Wissenschaftler*innen das Anliegen der Schüler*innen und erheben ihre Stimme für einen besseren Klimaschutz. An der TU Berlin haben sich bereits mehrere Initiativen im Rahmen der „Fridays for Future“ gebildet.

Gemeinsam wollen die Vertreter*innen am Freitag, 24. Mai 2019 um 12 Uhr unter dem Motto „TU Berlin for Future“ an der großen Demonstration am Brandenburger Tor teilnehmen und ihre Unterstützung zeigen. Organisiert wird die gemeinsame Aktion von der studentischen Vereinigung „Fridays for Future an der TU Berlin“. 

Treffpunkt Gruppe „TU Berlin for Future“

Wann: 24. Mai 2019 ab 11.45 Uhr
Wo: Vor dem sowjetischen Ehrenmal

Treffpunkt für gemeinsame Anfahrt mit dem Fahrrad

Wann: 24. Mai 2019 um 11.00 Uhr
Wo: Vor dem Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

"Ihr habt es doch auch gewusst" - Wissenschaftler*innen unterstützen als "Scientists for Future" die Klimaschutzbewegung

Freitag, 17. Mai 2019

Wissenschaftler*innen demonstrieren: Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen nicht aus

TU-Mitglieder bei der „Fridays for Future“-Demo in Berlin-Mitte, Ende April 2019
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Als „Scientists for Future“ erheben jetzt auch Wissenschaftler*innen ihre Stimme für einen besseren Klimaschutz. Deutsche, österreichische und schweizerische Forschende haben die „Scientists4Future-Initiative“ (S4F) ins Leben gerufen, sammeln Unterschriften für ihre Petition und demonstrieren nun freitags gemeinsam mit den Schüler*innen. An der TU Berlin hatte Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen zusammen mit dem TU-Nachhaltigkeitsrat Forscher*innen und TU-Beschäftigte eingeladen, die Initiative durch ihre Teilnahme an der Klimaschutzdemonstration am 29. März 2019 zu unterstützen. In einer Stellungnahme der Initiative „S4F“ heißt es: „Als Wissenschaftler*innen erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Diese Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus.“ Es sei unabdingbar, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und weltweit spätestens zwischen 2040 und 2050 auf null zu reduzieren. Mehr als 20 000 Wissenschaftler*innen gaben ihre Unterschrift dafür, denn es heißt weiter: „Als Menschen, die mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut sind und denen die derzeitigen Entwicklungen große Sorgen bereiten, sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, auf die Folgen unzureichenden Handelns hinzuweisen.“ Die TUler*innen trugen bei der Demo große Schilder mit dem Logo der Bewegung „Scientists4Future“, die in der TU-Holzwerkstatt entstanden waren. So bildeten sie auch einen Anziehungspunkt für weitere Wissenschaftler*innen, die zu der Freitagsdemonstration erschienen waren und sich alsbald zu ihren Wissenschaftskolleg*innen von der TU Berlin gesellten.

www.scientists4future.org

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Dr. Gabriele Wendorf, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Zentrums Technik und Gesellschaft sowie Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrats der TU Berlin

Ich halte es für sehr wichtig, dass sich die Wissenschaft bei diesem Thema eindeutig positioniert. Daher gehörte ich auch zu den Erstunterzeichnenden der Initiative „Scientists4Future“. Es ist für mich sehr schön, zu sehen, dass das Engagement für diese Initiative sich quer durch alle Gruppen der Universität zieht. Der Nachhaltigkeitsrat würde die Menschen an der Uni, Studierende wie Beschäftigte, gern motivieren, sich dem Thema weiter zu widmen und, wenn möglich, entsprechende Veranstaltungen wahrzunehmen, die wir initiieren. Beispielsweise wird es am 24. Mai eine weitere große Kundgebung geben, zu der ich gern alle einlade, deren Zeit es erlaubt. Für die Lange Nacht der Wissenschaften haben wir außerdem ein „Speed Dating zum Klimaschutz“ organisiert, bei dem man Wissenschaftler*innen Fragen stellen kann.

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Dr. Franz-Josef Schmitt, TU-Physiker, Mitglied im TU-Nachhaltigkeitsrat und Pressereferent des Exzellenzclusters UniSysCat

Wir Wissenschaftler*innen sind in der Pflicht, die Menschen zu informieren und zu bilden. Denn es sind nicht nur heiße Sommer, die uns drohen. Professor Paulo Artaxo von der Universidade de São Paulo eröffnete die diesjährigen KOSMOS Lectures mit dem Nachweis: Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden die Temperaturen auf der Nordhalbkugel bis 2100 bis zu 7,5 °C steigen – und Milliarden Menschen sterben.

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Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß, Fachgebiet Strategische Führung und Globales Management

Bereits Anfang der 70er-Jahre gab es den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome. Im Rückblick wird man schon sagen müssen: „Ihr habt es doch auch gewusst – warum habt ihr nichts getan?“ Und jetzt kommt tatsächlich die junge Generation und macht es uns vor. Ich finde, das muss man unterstützen.

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Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin

Ich unterstütze die „Scientists for Future“, weil das Thema Klimawandel bei uns ja schon seit vielen Jahren wissenschaftlich bearbeitet wird. Ich selbst bin Physiker, und ich freue mich, dass der bedenklichen Entwicklung jetzt mehr Gehör verschafft wird. Es ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema. Ich würde mich freuen, wenn alle, die sich angesprochen fühlen und sich den Freiraum schaffen können, diese Initiative unterstützen würden. Ich habe auch die Vorsitzende unseres Nachhaltigkeitsrates, Gabriele Wendorf, gebeten, über Aktivitäten der TU Berlin in diesem Zusammenhang nachzudenken und diese im Auftrag des Präsidiums zu koordinieren.

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Prof. Dr. Nina Langen, TU-Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft

Ich finde es wichtig, zu zeigen, wie vielfältig die Forschung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimaschutz ist, wie auch zu Fragen geforscht wird, wie sich Konsument*innen, Verbraucher*innen, Bürger*innen engagieren können. Es ist mir sehr wichtig, zu zeigen, dass die TU Berlin in diesem Feld auch Lehrer*innen ausbildet und hier ganz fantastische Möglichkeiten anbietet.

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Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik

Ich halte es für sehr wichtig, dass man die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler auch von wissenschaftlicher Seite unterstützt. Denn ihre Forderungen sind sinnvoll, und Forscher*innen haben die Instrumente, die Methoden und das Wissen, um den Argumenten der jungen Leuten Nachdruck zu verleihen. Zum Beispiel halte ich es für notwendig, dass wir das Energiesystem auf 100 Prozent Erneuerbare umstellen. Es ist technisch machbar, das zeigen wir an der TU Berlin und anderswo, es ist ökologisch darstellbar –, das zeigen unsere eigenen Studien, und es ist ökonomisch sinnvoll: Die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen gehört ins Museum.

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Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Wissenschaftliche Geschäftsführerin am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin

Ich bin sehr froh über die S4F-Initiative und war auch bei der Übergabe der Unterschriften dabei. Aus der Wissenschaft liegen seit vielen Jahren umfangreiche Ergebnisse vor, dass ein Umsteuern unserer Lebens- und Wirtschaftsweise in Richtung Klimafreundlichkeit dringend geboten ist, um sehr weit gehende negative Folgen weltweit zu vermeiden. Wissenschaft kann die Schüler*innen dabei unterstützen, die Komplexität des Themas besser zu verstehen und wissenschaftlich fundierte Forderungen an Politik und Wirtschaft zu formulieren, aber auch den eigenen Lebensstil unter die Lupe zu nehmen.

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Dr. Jörg Romanski, Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz, TU-Umweltbeauftragter

Ich halte die Bewegung „Fridays for Future“ für eine wichtige Aktion. Als Unterzeichner der Erklärung von „S4F“ und der Teilnahme an der Demonstration möchte ich den Schüler*innen auch die wissenschaftliche Unterstützung bei ihren alternativlosen Forderungen zusichern, da wir erleben müssen, dass bei Entscheidungsträgern weiterhin nur kurzfristiges Denken maßgeblich scheint. Ich bin stolz, dass unsere Uni mit der Teilnahme hier ein eindeutiges Signal gesetzt hat. Im Bewusstsein der Notwendigkeit eines Umdenkens entwickeln wir übrigens derzeit unseren TU-Umweltbericht zu einem Nachhaltigkeitsbericht weiter, der im Laufe des Jahres erstmals erscheinen wird.

pp, "TU intern" Mai 2019

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