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TU Berlin

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Forschung

Weniger Energie, weniger Schmutz = besser leben

Dienstag, 05. April 2011

Deutsch-iranisches Forschungsprojekt "Young Cities" wird bis 2013 mit drei Millionen Euro gefördert

Gebaut nach "Young Cities"-Standards: Das energieeffiziente Wohngebäude gehört zur Pilotanlage in der Teheran-Karaj-Region im Iran, die von Wüste umgeben ist
Lupe

Als im Juli vergangenen Jahres in „Hashtgerd New Town“ im Iran das erste energieeffiziente Wohnhaus feierlich übergeben wurde, war das sozusagen der Schlussstein in einem dreijährigen deutsch-iranischen Forschungsprojekt, das sich mit der Entwicklung energieeffizienter Städte in halbwüstenartigen (semi-ariden) Klimazonen im Iran beschäftigt. Und an den erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase schloss sich fast nahtlos ein weiterer Erfolg an. Ende 2010 gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) grünes Licht, das Vorhaben weitere drei Jahre bis 2013 fortzusetzen, und bewilligte noch einmal drei Millionen Euro, die gleiche Summe, mit der bereits die erste Phase zwischen 2007 und 2010 gefördert worden war. Das Projekt „Young Cities – Developing Energy Efficient Urban Fabric in the Tehran-Karaj Region“ ist Teil des weltweiten BMBF-Programms zur nachhaltigen Entwicklung der Megastädte von morgen und wird an der TU-Fakultät VI Planen Bauen Umwelt von Prof. Dr. Rudolf Schäfer geleitet.

In dem „Young Cities“-Projekt erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von zwölf verschiedenen TU-Fachgebieten Lösungen für die Planung und den Bau von energieeffizienten Siedlungen am Beispiel von Hashtgert New Town. Hashtgert New Town, wo einmal 600 000 Menschen leben sollen, entsteht derzeit als Entlastungsstadt für die Millionenmetropolen Teheran und Karaj. Wie drängend die Probleme in dieser Region sind, zeigt sich daran, dass fast 100 Prozent (98,8 Prozent) des Energieverbauchs der Gebäude aus Öl und Erdgas stammten. „Die Luftverschmutzung in dem Ballungsraum Teheran-Karaj ist dementsprechend hoch und überschreitet die Standards der Weltgesundheitsorganisation um ein Vielfalches“, sagt die „Young Cities“-Projektmanagerin Leslie Quitzow.

Neben dem abgeschlossenen Bau des ersten energieeffizienten Wohngebäudes sind weitere Pilotvorhaben in Arbeit, darunter eine 35 Hektar große Siedlung. Bis 2013 sollen auf dem Areal unter der Prämisse der effizienten Energieversorgung und -nutzung wie zum Beispiel der Solarenergie Wohnungen für 8000 Menschen entstehen. Es ist das größte angewandte Forschungsprojekt zu energieeffizientem Städtebau in der Region und neben einem nachhaltigen Energiemanagement geht es auch um ein nachhaltiges Verkehrskonzept sowie ein ressourcenschonendes Wasser- und Abwassermanagement. „Unser langfristiges Ziel ist es jedoch, nicht nur Lösungen für den Bau von energieeffizienten Städten im Iran aufzuzeigen, sondern richtungsweisende Perspektiven für die Planung von neuen Städten in semi-ariden Gebieten generell zu entwickeln, die auch in den Ländern des Mittleren Ostens und Nordafrikas angewandt werden können“, sagt der Stadtplaner und wissenschaftliche Mitarbeiter im Projekt Sebastian Seelig.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 4/2011

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