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TU Berlin

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Die Schönheit der grauen Theorie

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Medieninformation Nr. 259/2012

Preis für vorbildliche Lehre / Preisträger wurden von Studierenden gewählt

Am 24. Oktober 2012 verlieh die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin den Preis für vorbildliche Lehre zum dritten Mal. Die Preisträger sind Prof. Dr. Roland Lauster vom Fachgebiet medizinische Biotechnologie und Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler vom Fachgebiet Maschinen und Energieanlagentechnik; beide aus der Fakultät III Prozesswissenschaften. Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und soll der Lehre zugutekommen.

Bei der Wahl der besten Hochschullehrer waren die Studierenden gefragt: Die Lehrevaluationsbögen der Fakultät wurden ausgewertet und eine Jury stellte auf dieser Grundlage die beliebtesten Lehrveranstaltungen zusammen. Die Studierenden der Fakultät stimmten per Online-Befragung für ihre Favoriten und kürten so die Preisträger.

Zur Preisjury gehören der Vorsitzende der Gesellschaft von Freunden e. V. Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier sowie sein Stellvertreter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Starnick, der Vizepräsident für Lehre und Studium Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, von Fakultät III Prozesswissenschaften die Prodekanin Prof. Dr.-Ing. Claudia Fleck und die Referentin für Studium und Lehre Silke Müllers sowie drei Studierende und zwei Promovenden.

Worauf legen die Preisträger in der Lehre Wert?

Prof. Dr. rer. nat. Roland Lauster
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Das „Rezept“ für eine vorbildliche Lehre sieht bei dem Biotechnologen Prof. Dr. Roland Lauster so aus: „Wir sind in der Medizinischen Biotechnologie stets bemüht,

  • regelmäßig den Lehrplan mit aktuellen Forschungsergebnissen wie zum Beispiel der Generierung humaner Mini-Organe zu ergänzen,
  • ethische Fragestellungen wie die klinische Verwendung von Stammzellen immer am Thema zu diskutieren (statt in separaten Veranstaltungen),
  • alle Mitarbeiter des Fachgebiets in die Lehre einzubinden (so ist in sieben Jahren keine Veranstaltung ausgefallen),
  • die Gruppen in den Praktika klein zu halten und dabei neueste Technologien zu vermitteln,
  • Studierende in beste Labore und Firmen zu vermitteln, mit Gutachten zu unterstützen und
  • allen Absolventen die Möglichkeit der internen oder externen Promotion zu eröffnen.“
Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler
Lupe

Preisträger Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler sagt, dass die Erstsemester nicht nur tapfer bei der scheinbar grauen Theorie durchhalten, sondern „im Gegenteil, deren unvergleichliche Schönheit wirklich genießen lernen sollen.“ Er lehrt die Elemente der Ingenieurarbeit:

  • „Das Wichtigste: Abstraktion und mathematische Modellbildung. Mit Kreativität und Weitblick kann und muss man die Muster, die hinter einer technischen Aufgabe stecken, herausarbeiten. Diese Muster haben die am weitesten reichende Gültigkeit. Dafür braucht man viel Erfahrung, und das ist der schwerste Teil. Dafür legen wir die Grundlage. Zum Beispiel sind fast alle Körper so eine Art Platte, Zylinder oder Kugel, beziehungsweise daraus zusammengesetzt. Wir helfen den Studierenden, das zu verstehen.
  • Daten und Fakten: Sie sind oft eher langweilig, aber mit gesundem Menschenverstand einzusehen und außerdem notwendig. Die Größenordnungen MUSS man im Kopf haben; ob beispielsweise ein Körper eine Dichte von 1 kg/Liter (Wasser), etwa 8 kg/Liter (Stahl) oder 1 kg/Kubikmeter (Luft) hat. Oft lasse ich die Studierenden erst mal raten; denn vieles hat man im Gefühl.
  • Schließlich das Handwerk: Es zeigt die eigentliche Lösung nach strengen Methoden und die Prüfung des Ergebnisses durch den Vergleich mit der Realität. Es macht Freude, wenn das Ergebnis dem Verstand oder dem ‚Ingenieurgefühl‘ Recht gibt – und noch mehr, wenn es ihm widerspricht. Denn dann hat man eine neue Herausforderung.“
jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Tel.: 030/314-23922

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