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TU Berlin

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UCaHS

Projekttitel, Mittelgeber und Laufzeit
Projekttitel
DFG-Forschergruppe 1736
Urban Climate and Heat Stress in mid-latitude cities in view of climate change (UCaHS)

Mittelgeber
DFG
Laufzeit
07/2012 – 12/2015
Web
www.klima.tu-berlin.de/index.php

Worum geht es?

Am Beispiel von Berlin untersuchen Klimatologen, Stadtgeografen, Hydrologen, Mediziner, Ingenieure, Bauphysiker, Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner, sowie Politik- und Sozialwissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels. Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeiten stehen die Risiken zunehmender Wärmebelastung für den Menschen und verschiedene Minderungs- und Anpassungsmöglichkeiten. Dazu gehören vor allem Maßnahmen zur Verbesserung des Klimas von Innenräumen besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen sowie gebäudetechnische und stadtplanerische Maßnahmen, beispielsweise die verstärkte Integration von Grünflächen in die Stadtentwicklung.

Die DFG-Forschergruppe wird die mit Hitzestress in Städten der Mittelbreiten verbundenen, komplexen wissenschaftlichen Fragen mittels eines multi- und interdisziplinären Ansatzes aufgreifen. Die von Klimamodifikationen durch Stadtregionen bis zu Hitzestressgefahren in Außen- und Innenräumen reichende Kausalkette wird im Detail analysiert. Hitzestressrisiken werden anhand verfügbarer Beobachtungsdaten insbesondere für spezifisch vulnerable Gruppen älterer Personen und Krankenhauspatienten untersucht.

 

Wie wird die Konstellationsanalyse angewandt?

Bis heute fehlt ein hinreichender, auch entsprechend räumlich aufgelöster Erkenntnisstand, um den Herausforderungen des Hitze-Stress-Effekts in Planung und Politik hinreichend begegnen zu können. Das Kernziel des Teilprojekts „Constellations“ ist es daher, erfolgsversprechende „Good Governance“-Konstellationen zu entwickeln.

Um entsprechende Vermeidungs- und Anpassungsstrategien identifizieren und verankern zu können, müssen vielfältige Akteure, Institutionen sowie informelle, rechtliche und ökonomische Kontextbedingungen gleichzeitig untersucht werden. Mit einem Rückgriff auf Daten, Fragen, Thesen und vorläufige Erkenntnisse der anderen Teilprojekte gilt es, sowohl die treibenden wie hemmenden Kräfte für die notwendigen Innovationsprozesse zu identifizieren. Mit einem umfassenden, aber in seiner Komplexität noch beherrschbaren Ansatz sollen die anzustrebenden Veränderungen in reflexiven Planungs- bzw. Governance-Prozessen herausgearbeitet werden. Dazu wird die Methode der Konstellationsanalyse als interdisziplinäres Brückenkonzept herangezogen. So werden um die natürliche Umwelt erweiterte sozio-technische Konstellationen behandelt, die auch technische Artefakte sowie Steuerungsimpulse analytisch erfassen und in Beziehung setzen. Um dem Hitze-Stress-Phänomen begegnen zu können, wird den auf verschiedenen räumlichen Skalen auftretenden Fragen und Hypothesen nachgegangen, um konsistente Governance-Konstellationen zu beschreiben. Es wird davon ausgegangen, dass in Berlin noch keine hinreichenden Verbindungen zwischen den relevanten Akteuren, Instrumenten und Kontexten vorhanden sind.

 

Ziele des Projektes

Im Gegensatz zu subtropischen Städten ist Gebäudeklimatisierung in Berlin noch nicht weit verbreitet, sodass Hitzestressrisiken derzeit noch eng an die urbanen Wetter- und Klimabedingungen gekoppelt sind. Demographische und ökonomische Entwicklungen werden in Kombination mit städtischen Klimaänderungen jedoch wahrscheinlich dazu führen, dass zunehmend mehr Anlagen zur Gebäudeklimatisierung installiert werden, sofern keine anderen Optionen zur Senkung der Hitzestressgefahren verfügbar und bezahlbar werden. Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestressrisiken, entweder durch Reduzierung der Gefährdung oder der Vulnerabilität, werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit quantifiziert. Darüber hinaus werden auch Seiteneffekte der jeweiligen Maßnahmen, welche die Effizienz derselben bestimmen, untersucht. Die Implementierung von Maßnahmen erfordert vertiefte Kenntnisse zu Konstellationen, insbesondere von Akteuren, welche die Stadtentwicklung beeinflussen. Ohne deren Berücksichtigung könnte eine Implementierung verhindert werden, selbst wenn die Maßnahmen wirksam und effizient wären.

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