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TU Berlin

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Preis für vorbildliche Lehre

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Medieninformation Nr. 220/2013

Verleihung am 21.10. zum Erstsemestertag / Preisträgerinnen wurden von Studierenden gewählt

Die beiden Preisträgerinnen des Preises für vorbildliche Lehre: Prof. Dr. Bénédicte Savoy aus dem Fachgebiet Kunstgeschichte (l.) und Prof. Dr. Simone Knab aus dem Fachgebiet Fachdidaktik Arbeitslehre. Überreicht wurde der Preis durch Prof. Dr.-Ing. Bernd
Lupe

Bereits zum vierten Mal verleiht am 21. Oktober 2013 die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V. den Preis für vorbildliche Lehre. In diesem Jahr geht er an zwei Professorinnen aus der Fakultät I Geisteswissenschaften. Die Preisträgerinnen Prof. Dr. Bénédicte Savoy aus dem Fachgebiet Kunstgeschichte und Prof. Dr. Simone Knab aus dem Fachgebiet Fachdidaktik Arbeitslehre teilen sich den mit 4000 Euro dotierten Preis. Das Preisgeld soll für die Lehre eingesetzt werden.

Bei der Wahl der besten Hochschullehrer und -lehrerinnen waren die Studierenden gefragt: Die Lehrevaluationsbögen aus vier Semestern wurden durch das Strategische Controlling der Universität in Kooperation mit der Fakultät I Geisteswissenschaften ausgewertet. Gemeinsam mit der Jury stellten sie auf dieser Grundlage die beliebtesten Lehrveranstaltungen zusammen. Die Studierenden der Fakultät stimmten per Online-Befragung für ihre Favoriten und kürten so die Preisträgerinnen.

Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2013 um 12 Uhr im Hauptgebäude der TU Berlin, Audimax, im Rahmen des Erstsemestertags statt.

Zu den Preisträgerinnen

„Lehre, die Freude macht, und zwar auf beiden Seiten des Pults“, erklärt Prof. Dr. Bénédicte Savoy auf die Frage, was vorbildliche Lehre für sie bedeutet. Das Bedürfnis etwas kennenzulernen und zu verstehen, entstehe durch die Freude am Gegenstand. Der Kunsthistorikerin ist es wichtig, dass die Studierenden experimentieren und selbst zu Forschenden werden. Sie sagt: „So lernen sie mehr als Prüfungswissen, sie lernen eigenständiges Handeln und Denken.“ Den neuen Studierenden gibt sie zum Studienstart mit auf den Weg: „Begeistert Euch, seid neugierig und skeptisch! Bleibt in Bewegung und lernt die TU Berlin zu schätzen, so wie ich sie schätze.“


Bénédicte Savoy, geboren 1972, hat an der École Normale Supérieure in Paris Germanistik studiert. Zum Ende der 90er-Jahre zog sie nach Berlin und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre Marc Bloch sowie als Lehrbeauftragte an der TU Berlin und an der FU Berlin. Seit April 2009 hat sie die Professur für Kunstgeschichte am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin inne. Sie schlägt eine Brücke zwischen Frankreich und Deutschland. Das ist in ihrer Vita wie auch in ihren Forschungsprojekten zu erkennen. Beispiele dafür sind die Ausstellung „Napoleon und Europa, Traum und Trauma“ von 2010, ihr   Band „Nofretete. Eine deutsch-französische Affäre 1912–1931“ von 2011 sowie das Buch „Die Berliner Museumsinsel. Impressionen internationaler Besucher (1830–1990)“ von 2012.
 
Für die Preisträgerin Prof. Dr. Simone Knab zeichnet sich vorbildliche Lehre durch großes Engagement und Motivation des Hochschullehrers aus. „Der Lehrende muss ‚brennen‘ für das, was er lehrt.“ Die Begeisterung des Dozenten sei möglicherweise die Voraussetzung für gute Lehre, allerdings sei sie kein Garant dafür. Lehrmethoden und -medien sollten inhaltsbezogen und lerngruppenspezifisch kombiniert werden. „Auf jeden Fall gehören zu vorbildlicher Lehre viel Erfahrung, Fachkompetenz, Kreativität und Empathie. Außerdem muss man erkennen, wo die ein oder andere Komponente stärker oder weniger stark dosiert werden muss oder wo ein traditioneller Weg einmal verlassen werden sollte,“ so Simone Knab.


Simone Knab, Jahrgang 1963, absolvierte 1993 ihr Staatsexamen in Ästhetischer Erziehung, Kunst und Kulturwissenschaften an der Universität der Künste Berlin und im Fach Arbeitslehre an der TU Berlin. Nach dem Referendariat konnte sie zwischen 1996 und 2002 umfangreiche didaktische Erfahrungen an verschiedenen Schulen in Berlin und anderen Bundesländern sammeln. Anschließend kam sie zurück an ihre Almer Mater: Bis 2007 war sie am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre wissenschaftliche Mitarbeiterin und seit Juni diesen Jahres ist sie im Rahmen einer Gastprofessur Leiterin des TU-Fachgebietes Fachdidaktik Arbeitslehre.

Zur Preisjury gehören der Vorsitzende der Gesellschaft von Freunden e. V. Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier sowie sein Stellvertreter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Starnick, der Vizepräsident für Lehre und Studium Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, von der Fakultät I Geisteswissenschaften der Studiendekan Prof. Dr. Wolfgang König sowie Sascha Kubat und Axel Köhler (Evaluationsbeauftragte), drei Studierende und zwei Promovenden.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Vera Lüdtke
Geschäftsstelle der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V.
Tel.: 030/314-23758

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