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TU Berlin

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Richard III. - Lösung eines 500 Jahre alten Rätsels

Freitag, 14. Oktober 2016

Medieninformation Nr. 162/2016

Queen’s Lecture an der TU Berlin am 1. November 2016 mit Dr. Turi King über die Wiederentdeckung des Skeletts der berühmten Königs

Auf der Pressekonferenz im Februar 2013 konnte Turi King der staunenden Öffentlichkeit die genetischen Übereinstimmungen von Richard III. und einem heute noch lebenden Nachfahren aus der Familie nachweisen.
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Es war eine Sensation: Als Dr. Turi King und weitere Wissenschaftler im Februar 2013 vor die Presse traten, folgten zahlreiche Journalisten aus aller Welt ihren Ausführungen. Man hatte das 500 Jahre lang verschollene Skelett des letzten englischen Königs aus der Plantagenet-Linie, Richard III., gefunden und dafür unzweifelhafte Beweise. Es war der König, den William Shakespeare später in seinem gleichnamigen Drama als hässlichen und skrupellosen mehrfachen Mörder beschrieben hatte. War er das wirklich? Dr. Turi King, Genetikerin und Archäologin von der Universität Leicester, wird in der diesjährigen Queen’s Lecture über den Sensationsfund und die genetische Beweisführung berichten: Ein wahrer Wissenschafts-Krimi mit vielen Überraschungen.

Schon das Skelett zeigt Schlacht- und Kampfverletzungen, die zu den historischen Beschreibungen passen
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Schon das Skelett zeigt Schlacht- und Kampfverletzungen sowie eine starke Verkrümmung der Wirbelsäule, die zu den historischen Beschreibungen passen
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„Ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd“ ließ William Shakespeare den  buckligen, mordlüsternen König Richard III. auf dem Schlachtfeld rufen, auf dem er schließlich sein Leben aushauchte, auf der Bühne wie im wahren Leben. Doch wer war der König wirklich? 2012 wurde unter einem Parkplatz in England ein Skelett gefunden, das sich nach aufwendigen genetischen Untersuchungen als das 500 Jahre lang vermisste Gebein des letzten Plantagenet-Königs erwies. Aufschluss über viele Details aus seinem Leben erhofft man sich aus der weiteren genetischen Untersuchung der sterblichen Überreste. Die Beweisführung gelang einem Team um die Archäologin und Genetikerin Dr. Turi King. Sie wird ausführlich über die Entdeckung sowie die genetischen, historischen und archäologischen Methoden im sogenannten „Grey-Friars-Projekt“ berichten, das nach dem Fundort benannt wurde. Dort befand sich vor 500 Jahren das Kloster einer Franziskaner-Bruderschaft, den Grey Friars.

Queen’s Lecture 2016: „King Richard III. – The resolution of a 500 Year old mystery” by Dr. Turi King, University of Leicester
Zeit:
1. November 2016, 17 Uhr
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Audimax

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Der Eintritt ist frei. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf diesen Vortrag hin. Anmeldung unter: www.tu-berlin.de/queenslecture

Über Dr. Turi King

Turi King
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Turi King studierte zunächst in Cambridge Archäologie und Anthropologie, spezialisiert sich in biologischer Anthropologie und wandte sich schließlich der molekularen Genetik zu. An der Universität Leicester schloss sie ihren Master of Science mit Auszeichnung ab. Von da an widmete sie sich in der Forschung der Verbindung von Genetik, Archäologie, Geschichte und Geografie. Sie promovierte an der Universität Leicester als Stipendiatin des Wellcome Trust (Wellcome Trust Prize Studentship). Ihre Dissertation  über den Zusammenhang zwischen vererbten britischen Familiennamen und dem Y-Chromosom wurde viel beachtet und preisgekrönt. Ihre Forschung weckte  wegen ihrer Bedeutung für die Genealogie und die Forensik schnell das Interesse der Medien. Unter anderem konnte sie in einem wichtigen Projekt das genetische Erbe der Wikinger im Norden Englands erhellen. Ab 2012 leitete sie das Forscherteam, das mit der Identifizierung der Überreste Richards III. anhand komplizierter DNA-Untersuchungen betraut war. Derzeit ist sie federführend bei der vollständigen Genomsequenzierung Richards III. Das Projekt wird  finanziert vom Wellcome Trust, dem Leverhulm Trust und von Professor Sir Alec Jeffreys von der Universität Leicester, Erfinder des genetischen Fingerabdrucks.

Turi King engagiert sich leidenschaftlich in der öffentlichen Vermittlung von Wissenschaft und Forschung,  ist bekannt aus zahlreichen Radio- und Fernsehauftritten und wirkt beratend an Sendungen mit. Für ihren herausragenden Einsatz, Menschen für die Wissenschaft zu begeistern, wird sie im November mit der renommierten Honorary Fellowship der British Science Association (BSA) geehrt.

Queen’s Lectures an der TU Berlin – Tradition seit 1965
Die Vorträge, zu denen jeweils ein hochrangiger britischer Wissenschaftler oder eine hochrangige britische Wissenschaftlerin eingeladen wird, beschäftigen sich mit wirtschaftlichen, kulturellen sowie naturwissenschaftlichen Themen und sind ein Bestandteil des Wissenschafts- und Kulturprogramms der TU Berlin. 1965 erhielt Berlin diese Vortragsreihe als Geschenk von der englischen Königin anlässlich ihres Besuches in der Stadt. Im Jahr 2015 besuchte Ihre Majestät Königin Elizabeth II. persönlich die TU Berlin, anlässlich des 50. Jubiläums der Lecture (Infos und Fotorückblick: www.tu-berlin.de/?id=160641

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Britische Botschaft Berlin und das British Council, Großbritanniens und Nordirlands internationale Organisation für Kulturbeziehungen.

Die Queen’s Lecture findet im Rahmen der Berlin Science Week statt, die vom 1. bis 10. November 2016 über 30 Veranstaltungen von führenden Wissenschaftsinstitutionen und Forschungseinrichtungen unter ihrem Dach versammelt. http://www.berlinscienceweek.com

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Patricia Pätzold-Algner
TU Berlin
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Tel.: 030/314-79773

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