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TU Berlin

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Aktueller Antisemitismus in Parteien, Schulen, bei den extrem Rechten und im Islamismus

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mit Samuel Salzborn wird die politikwissenschaftliche Ausrichtung der Antisemitismusforschung gestärkt

Lupe

Die zweijährige Gastprofessur für Antisemitismusforschung ist die erste Professur im Bereich der Antisemitismusforschung in Deutschland, die mit einem Politikwissenschaftler besetzt wird: Prof. Dr. Samuel Salzborn wird den aktuellen Antisemitismus in den Blick nehmen – in den Parteien, in der Schule und der politischen Bildung, bei der extremen Rechten und im Islamismus sowie in der internationalen Politik.

Gleichermaßen ausgewiesen im Bereich der Politischen Theorie wie in der Demokratieforschung, wird Samuel Salzborn empirische Forschung mit theoretischen Erkenntnisinteressen verbinden: Wo sind die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede von Antisemitismus in verschiedenen politischen Spektren? Warum wird Antisemitismus in der Öffentlichkeit (wieder) mehr verbreitet und welche Rolle spielen dabei die neuen Medien? Welche Möglichkeiten der Prävention und Intervention gibt es?

Zudem sollen Schlüsselfragen der theoretischen Antisemitismusforschung in Beziehung gesetzt werden zu neueren Artikulationsformen von Antisemitismus: So soll die ideengeschichtliche Perspektive auf den modernen Antisemitismus erweitert werden mit neuen Erkenntnissen über den globalen Antisemitismus und seine antiisraelischen und islamistischen Ausprägungen.

Lebenslauf
Prof. Dr. Samuel Salzborn, geb. 1977 in Hannover, studierte Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft an der Universität Hannover. Seine Promotion erfolgte in Köln zum Thema „Ethnisierung der Politik. Theorie und Geschichte des Volksgruppenrechts in Europa“ und die Habilitation im Fach Politikwissenschaft in Gießen über „Antisemitismus als negative Leitidee der Moderne. Sozialwissenschaftliche Theorien im Vergleich“. Er lehrte und forschte an den Universitäten Gießen, Marburg, Göttingen, Bielefeld, Prag (VSE), Jerusalem und der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung.

Er ist Research Associate am „Centre for Fascist, Anti-Fascist and Post-Fascist Studies“ (CFAPS) der Teesside University in Großbritannien, Redaktionsmitglied der „Politischen Vierteljahresschrift“ (PVS) und Leiter einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Nachwuchsforschergruppe zum NSU-Prozess. Im Dezember 2015 wurde er mit dem Preis des Stiftungsrates der Universität Göttingen in der Kategorie „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ für den vorbildlichen Transfer aktueller wissenschaftlicher Themen in eine breite Öffentlichkeit ausgezeichnet.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Politische Theorie und Gesellschaftstheorie sowie Politische Soziologie und Demokratieforschung.

Wichtigste Monografien:
•    Angriff der Antidemokraten. Die völkische Rebellion der Neuen Rechten, Beltz Juventa: Weinheim 2017
•    Kampf der Ideen. Die Geschichte politischer Theorien im Kontext, 2. akt. Aufl., Nomos: Baden-Baden 2017
•    Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie. Nomos: Baden-Baden 2014
•    Antisemitismus als negative Leitidee der Moderne. Sozialwissenschaftliche Theorien im Vergleich, Campus: Frankfurt/New York 2010

sn

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Samuel Salzborn
TU Berlin
Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA)

www.salzborn.de

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