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TU Berlin

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„Tschechische Bibliothek“ wurde mit dem Literaturpreis „Magnesia Litera“ geehrt

Dienstag, 06. Mai 2008

Medieninformation Nr. 99/2008

Auszeichnung für eine der größten Editionen dieses Landes

Hans Dieter Zimmermmann hat in 33 Bänden tschechische Literatur den deutschen Lesern zugänglich gemacht
Lupe

Die Herausgeber der Sammlung „Tschechische Bibliothek“, TU-Professor Hans Dieter Zimmermann und Dr. Eckhard Thiele, sind in Prag mit dem tschechischen Literaturpreis „Magnesia Litera“ 2008 in der Kategorie Verdienste um die tschechische Literatur ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden jährlich die besten Bücher und Autoren der Tschechischen Republik geehrt. Die Sammlung stellt die größte Edition tschechischer Literatur außerhalb Tschechiens nach der Wende 1989/90 dar.

Der Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland Rudolf Jindrák sagte anlässlich der Preisverleihung an Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann und Dr. Eckhard Thiele, dass der Preis „Magnesia Litera“ eine besondere Tat würdige, denn den Herausgebern der „Tschechischen Bibliothek“ sei etwas Einzigartiges gelungen, dem deutschen Leser die Hand der tschechischen Literatur zu reichen.

Von 1999 bis 2007 wurden insgesamt 33 Bände publiziert. Das Projekt wurde von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert. Erschienen sind die Bücher in der Deutschen Verlags-Anstalt.

Die „Tschechische Bibliothek“ vereint den klassischen Bestand tschechischer Literatur- und Geistesgeschichte. Dazu gehören die Romane von Jaroslav Durych, Karel Poláček und Eva Kantůrková, die Erzählungen von Jan Čept, die Lyrik von Karel Hynek Mácha, die Novellen von Ivan Olbracht, die Dramen von Vàclav Havel und Pavel Kohout und nicht zu vergessen das Werk Bohumil Hrabals, des „Königs der tschechischen Prosa“. Aber auch Karel Čapeks „Gespräche mit Masaryk“, die Musikerbriefe Smetanas, Dvořáks und Janáčeks, die Texte tschechischer Philosophen und die Essays der Prager kubistischen Avantgarde wurden editiert. Das Augenmerk lag auf Künstlern, Philosophen und Publizisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine Besonderheit der Bibliothek ist, dass die sorgsam ausgewählten Werke  erstmals auf Deutsch erschienen sind wie zum Beispiel Jaroslav Hašeks „Urschwejk“.

„Wer diese 33 Bände durchgegangen ist, wird eine Vorstellung bekommen vom Reichtum tschechischer Kultur“, sagt Hans Dieter Zimmermann. Bei der Auswahl haben er und seine Mitherausgeber, darunter namhafte Bohemisten wie Peter Kosta und Eckhard Thiele, sich nicht nur von ästhetischen Kriterien leiten lassen, sondern von dem Ziel, mit dieser Sammlung Neugierde auf ein Mitgliedsland der europäischen Union zu wecken, das zumindest für den Westen Deutschlands bis auf die Zeit des Prager Frühlings 1968 durch den Eisernen Vorhang unsichtbar geblieben ist. „Dieses Kennenlernen ist für das Zusammenwachsen Europas unerlässlich“, so Zimmermann.

Warum aber ausgerechnet 33 Bände? „Es gibt einen tschechischen Zungenbrecher“, sagt Zimmermann, „‚Dreihundertdreißig Lerchen fliegen übers Dach’. Wir haben nun 33 Lerchen über deutsche Dächer fliegen lassen.“

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann
Institut für Literaturwissenschaft
Fachgebiet Neuere Deutsche Philologie
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Tel.: 030/314-22231
Fax: - 23107
www.tschechische-bibliothek.de

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

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