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TU Berlin

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BOHLMANN-Vorlesung 2020 wurde auf das Jahr 2021 verschoben

Die BOHLMANN-Vorlesung 2020 wurde auf das Jahr 2021 verschoben. Sie wird gehalten von Professor Scott E. Denmark, University of Illinois, Urbana/USA. Der Vortragstitel wird zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt.

Wir trauern um Professor Dr. Gerhard H. Findenegg

Prof. Gerhard H. Findenegg
Lupe

Das Institut für Chemie der Technischen Universität Berlin trauert um den Physikochemiker Professor Dr. Gerhard H. Findenegg.

Herr Professor Findenegg studierte Chemie an der TU Wien und promovierte im Jahr 1965 am Institut für Physikalische Chemie der Universität Wien bei Professor Dr. F. Kohler. Von 1966 bis 1968 war er als Postdoktorand an der University of Bristol bei Professor D. H. Everett. In dieser Zeit beschäftigte sich Professor Findenegg mit Adsorption und Ordnungsphänomenen von Kettenmolekülen an Festkörperoberflächen. Anschließend habilitierte er sich 1973 am Institut für Physikalische Chemie der Universität Wien. Das Thema seiner Habilitationsschrift lautete: „Grenzschichten von Flüssigkeiten an der Graphitoberfläche“.

Von 1973 bis 1990 war er Professor für Physikalische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum. Von 1991 bis 2005 lehrte und forschte er als Professor für Physikalische Chemie an der Technischen Universität Berlin. Im Jahr 1998 wurde ihm der renommierte Wolfgang-Ostwald-Preis der Kolloidgesellschaft für seine herausragende wissenschaftlichen Leistung auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie der Kolloid- und Grenzflächenphänomene verliehen. Und im Jahr 2005 wurde er zum Honorarprofessor an der North Carolina State University ernannt.

Während seiner Zeit als Professor an der Technischen Universität Berlin hat er zwei Verbundprojekte mit initiiert und diese maßgeblich inhaltlich gestaltet. Den Sonderforschungsbereich 448 „Mesoskopisch strukturierte Verbundsysteme“ leitete er als Sprecher von dessen Einrichtung 1998 über zwei Förderperioden bis zum Jahr 2004. Ab 2009 arbeite er als Projektleiter an zentraler Stelle im deutsch-amerikanischen Internationalen Graduiertenkolleg 1524 „Self-assembled soft matter nanostructures at interfaces“ mit. Als Mitglied der Strukturkommission dieses Projekts gestaltete er die wissenschaftliche Ausrichtung dieses Verbundprojektes über viele Jahre aktiv mit. Er blieb diesem Projekt bis zum Ende der Förderperiode 2018 als assoziiertes Mitglied beratend erhalten.

Professor Dr. Gerhard H. Findenegg war nicht nur ein herausragender Wissenschaftler, sondern auch ein begeisternder akademischer Lehrer mit einem großen pädagogischen Gespür. Er hat Generationen von Studierenden für sein Fach, die Physikalische Chemie, begeistern können und nicht wenige haben aus Gründen dieser Faszination später selbst eine akademische Laufbahn eingeschlagen.

Wir verlieren mit Professor Dr. Gerhard H. Findenegg einen außerordentlichen Wissenschaftler, hochgeschätzten Kollegen und warmherzigen und humorvollen Menschen. Er hinterlässt eine große Lücke. Das Institut für Chemie wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Preis für vorbildliche Lehre 2019

Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow, Prof. Dr.-Ing. Hans-Ulrich Heiß, Dr. Züleyha Yenice Campbell, Dr. Franz-Josef Schmitt und Prof. Dr. Thomas Friedrich
Lupe

Das Online-Projektlabor „Chemie im Alltag“ (OPL Chemie) und das Modul „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ sind zwei Lehrveranstaltungen an der TU Berlin, die mit dem" Preis für vorbildliche Lehre 2019" der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. ausgezeichnet wurden.

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Yuwen Wang im Finale des Reaxys PhD Preises

Lupe

Yuwen Wang, Doktorandin in der Gruppe von Prof. Matthias Drieß, ist eine von 45 Finalisten um den Reaxys PhD Preis 2019. Die Jury würdigte ihre Publikation “An Isolable Bis(silylene)-Stabilized Germylone and Its Reactivity” im Journal of the American Chemical Society.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 360 Beiträge von extrem hoher Qualität von Chemikerinnen und Chemikern aus aller Welt in den Wettbewerb um den Reaxys PhD Preis eingereicht.

Das Symposium zum Reaxys PhD Preis findet am 3. und 4. Oktober 2019 in Amsterdam statt. Dort treffen sich alle Finalisten, präsentieren ihre Forschung auf einem Poster und sprechen mit den Mitgliedern des Beirats von Reaxys. Abschließend werden drei Gewinner*innen vom Beirat ausgewählt.

In der eingereichten Arbeit haben Yuwen Wang et al. den ersten Germaniumkomplex mit einem nullwertigem Germaniumatom (ein sogenanntes "Germylon") synthetisiert, der durch zwei Silylen-Donatoren stabilisiert wird. Die Autoren zeigten durch die Analyse der Bindungsorbitale des Germylons, dass in dem Komplex eindeutig ein nullwertiges Ge0-Atom mit zwei einsamen Elektronenpaaren vorliegt, was zu einer ungewöhnlichen Reaktivität durch die hohe Elektronendichte führt. Im Gegensatz zu Übergangsmetallen sind nullwertigen Hauptgruppenelementen in Verbindungen sehr selten und zeigen eine hohe Reaktivität bei der Aktivierung kleiner Moleküle. Besonders erwähnenswert ist, dass das Germylon B–H-Bindungen in Hydroboranen aktivieren kann und  eine heterolytische Wasserstoffaktivierung in Gegenwart von Triphenylboran ermöglicht.

Über den Reaxys PhD Preis

Der Reaxys PhD Preis, der von Elsevier verliehen wird, würdigt junge Chemiker*innen für innovative und anspruchsvolle Forschung. Der weltweite Wettbewerb steht allen offen, die eine Doktorarbeit in einer chemischen Disziplin durchführen oder kürzlich abgeschlossen haben.

"Zukunftsfabrik in Berlin" - Artikel im "chemie report"

Der Transfer von Wissen und Technologien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hat sich in verschiedenen Industrien als effektiver Weg zur Förderung des Nachwuchses sowie innovativer Produkt- und Geschäftsideen etabliert. Der Wissenschaftsstandort Berlin punktet dabei im Bereich der Chemie mit einem Alleinstellungsmerkmal bei der Förderung neuer Karrierewege: ein eigenes Vorgründungszentrum für "Grüne Chemie" entsteht.

Hierzu hat das CIF den Artikel "Zukunftsfabrik in Berlin" in der aktuellen Ausgabe des "chemie report" veröffentlicht.

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