direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Fakultät III Prozesswissenschaften

Personalia

Lupe

Preise

Lupe

Forschungsprojekte

Lupe

Aktuelles

Zellseparation mit elektrischen Feldern - neues Förderprojekt für die Bioelektronik (5.11.18)

Biologische Zellen leben vom Ungleichgewicht. Durch geschickte Kompartimentierung mit Hilfe biologischer Membranen werden ungleiche Molekülkonzentrationen in verschiedenen Räumen der Zelle erzeugt und das Bestreben zum Abbau der Ungleichgewichte ausgenutzt. Auf diese Weise gewinnen Zellen ihre Lebensenergie beim Glucoseabbau oder werden die Zwischenprodukte des Zellmetabolismus aufgebaut.

Aber nicht nur verschiedene Moleküle werden in den Kompartimenten der Zelle im Ungleichgewicht gehalten, die Asymmetrie betrifft auch elektrische Ladungen. So liegt über der Membran jeder lebenden Zelle ein elektrisches Feld oder Potential an, dass auf die ungleiche Konzentration von Ionen auf beiden Seiten zurückgeht. Dieses Membranpotential Vm nimmt meist Werte zwischen -10 und -70 mV an und beruht u.a. auf einer niedrigeren Na+-Dichte im Cytosol als im Extrazellularraum und negativ geladenen Proteinen in der Zelle. Die Zelle ist somit negativer geladen als der Außenraum. In elektrogenen Zellen wie Neuronen und Kardiomyozyten wird die raumzeitliche Variation von Vm über der Zellmembran sogar zur Signalweiterleitung oder Auslösung der Muskelkontraktion ausgenutzt.

Es gibt aber noch andere Effekte, die durch die Ionenwolke auf beiden Seiten der Zellmembran möglich werden. So kann die Ionenverteilung in einem von außen angelegten elektrischen Feld verändert werden; insbesondere kann der Zelle ein elektrisches Dipolmoment induziert werden, mit dem es dann durch das E-Feld bewegt werden kann – wie mit einer unsichtbaren Pinzette. Genau diesen Effekt nutzt die Dielektrophorese aus oder auch kurz DEP. Wie die Elektrophorese beschreibt sie die Bewegung von Zellen oder großen Biomolekülen in elektrischen Feldern; im Gegensatz dazu kann die DEP aber auch auf neutrale, ungeladene Teilchen wirken und diese bewegen.

In einem im September gestarteten Förderprojekt wollen zwei Fachgebiete an der TU Berlin in Kooperation mit dem IHP, dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder), den Effekt der Dielektrophorese für die Zwecke der Zellseparation ausnutzen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Neue Produkte für die Bioökonomie“ und umfasst nun eine zweijährige Machbarkeitsphase, nachdem im letzten Jahr erfolgreich die Sondierungsphase durchlaufen wurde.

Auf TU-Seite sind an dem Projekt „Mikroelektronikchip für die Zellseparation“ das Fachgebiet Bioverfahrenstechnik unter Leitung von Prof. Peter Neubauer der Fakultät III sowie das Fachgebiet Sensorik und Aktuatorik von Prof. Roland Thewes an der Fakultät IV an dem Projekt beteiligt. Ziel ist es einen Mikroelektronikchip zu entwickeln, mit dem in zukünftigen Lab-on-Chip-Systemen der DEP-Effekt einfacher ausgenutzt werden kann. Denn zurzeit werden noch voluminöse Tischgeräte verwendet, um die DEP zum Einsatz zu bringen. Mithilfe der Mikroelektronik wird aber eine weitgehende Miniaturisierung möglich.

Der Entwurf des Chips wird bei Prof. Thewes erfolgen, von wo aus der Schaltkreisentwurf an das IHP weitergegeben wird. In Frankfurt (Oder) wird der Chip im Reinraum des IHP gefertigt und in ersten Vorstufen der Systemintegration unterzogen. Der Test der DEP-Mikrochips wird am Fachgebiet Bioverfahrenstechnik stattfinden, wo für den Modellfall von lipidproduzierenden Mikroalgen untersucht werden soll, wie gut adulte, lipidhaltige Zellen von noch jungen Zellen zu trennen sind. Mikroalgen spielen in der Herstellung von Pharmazeutika, Nahrungsergänzungsstoffen oder Futtermitteln für die Aquakultur eine zunehmend wichtige Rolle. Erste Schritte sind bereits getan: in einer vorlaufenden Masterarbeit wurde ein mikrofluidisches Lab-on-Chip-System entworfen und gefertigt, mit dem die Anreicherung von 3-Fettsäure-produzierenden wildtyp-Mikroalgen aus dem indischen Ozean demonstriert werden konnte.

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des Gemeinsamen Labors für Bioelektronik, das von der TUB und dem IHP gegründet wurde. Nachdem vom Gesamtprojektleiter Prof. Birkholz mit der integrierten Lehrveranstaltung „Einführung in die Bioelektronik“ in jährlich zunehmender Zahl Studierende mit den Techniken vertraut gemacht wurden, sind sie nun in der Lage, die erlernten Methoden des 3D-CAD und der Chipintegration in ihren Abschlussarbeiten so anzuwenden, dass sie ihre eigenen biolektronischen Lab-on-Chip-Systeme entwerfen und fertigen können.

Die Kooperation ist ein gelungenes Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten III und IV. Insbesondere im Bereich von Sensoren und Aktuatoren wird die Mikroelektronik für die Prozesswissenschaften in Zukunft wichtige Beiträge beim Messen und der Kontrolle von Regelparametern leisten, um die Modellierung und Steuerung von Verfahrensabläufen zu unterstützen. Die Biotechnologie ist ein schöner Testfall für diesen Ansatz und die beteiligten Projektpartner würden sich einen Ausbau der Kooperation wünschen, um die Potentiale der Mikroelektronik für die Lebenswissenschaften in Zukunft noch stärker zu erschließen – so wie es an anderen Hochschulen weltweit gerade begonnen wird.

Lilly Seidler ist neue Frauenbeauftragte der Fakultät (24.10.)

Seit 22.10.2018 ist Lilly Seidler neue Frauenbeauftragte an der Fakultät. Der Frauenbeirat der Fakultät hat sie für eine zweijährige Amtszeit gewählt. Lilly Seidler ist seit 2016 am Institut für Energietechnik Projektkoordinatorin des DAAD-Projekts Greening Africa Together und wird die Aufgaben der Frauenbeauftragten parallel dazu ausüben.  

In der Funktion der Frauenbeauftragten vertritt Lilly Seidler alle Frauen der Fakultät in ihren beruflichen und persönlichen Belangen. Sie berät die Fakultät in Gleichstellungsfragen, wirkt in Gremien, Kommissionen und Arbeitsgruppen mit und ist an allen Personalauswahlverfahren beteiligt. Die Frauenbeauftragte übernimmt Informations- und Öffentlichkeitsaufgaben für die Interessen der weiblichen Hochschulangehörigen der Fakultät und unterstützt bei der Umsetzung des Frauenförderplans.

Wahl der Institutsräte im WS 18/19 (24.10.)

Der Zentrale Wahlvorstand (ZWV) macht die Wahl zu den Institutsräten der wissenschaftlichen Einrich-tungen an der Fakultät bekannt. Die Wahl wird als Urnenwahl durchgeführt; die Möglichkeit der Briefwahl auf Antrag ist gegeben.

 

Terminübersicht
Aktion
Zeitraum
Auslage der Wählerverzeichnisse in der Fakultätsverwaltung
2.-16. November16
Ende der Abgabefrist für Wahlvorschläge und Einsprüche gegen die Wählerverzeichnisse
16. November 2018, 15:00 Uhr
Wahltag für die Stimmabgabe in den Wahllokalen
8. + 9. Januar 2019

In den Instituten der Fakultät werden gem. § 20 Abs. 2 GrundO Institutsräte gewählt, denen

 

  • 4 Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer,
  • 1 akademische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter,
  • 1 Studierende oder Studierender
  • 1 sonstige Mitarbeiterin oder sonstiger Mitarbeiter

als Mitglieder angehören.

Detaillierte Informationen zur Wahl bietet die Wahlbekanntmachung.

Studentische Studienfachberatung Biotechnologie neu besetzt (24.10.)

Mit Johanna Kubitz ist die studentische Studienfachberatung für den Studiengang Biotechnologie seit 15.10. neu besetzt.  Johanna Kubitz studiert seit 3 Jahren selbst im Bachelor Biotechnologie und steht für alle Anfragen immer dienstags und donnerstags von 11:00- 13:00 Uhr im Hauptgebäude Raum H8162 oder über ihre E-Mail zur Verfügung. (Weitere Informationen unter: http://www.studienberatung-fak3.tu-berlin.de/menue/home/biotechnologie)

Die studentische Studienfachberatung ist die erste Anlaufstelle für alle Studierenden und Studieninteressierten mit allgemeinen Fragen zum Studienverlauf und zu Studieninhalten. Ziel ist es, Studierende des jeweiligen Studienganges bei der Gestaltung und Durchführung ihres Studiums zu unterstützen. Ebenso finden Interessierte an diesen Studiengängen Hilfe bei der Entscheidung für ein passendes Studium.

Neue Webseite: Gesichter und Facetten der Fakultät III (12.10.)

Lupe

Wenn man Fakultätsangehörige fragt, was die Fakultät III ausmacht, dann hört man oft: exzellente Forschung, moderne Labore und Büros, engagierte Lehre, der Campus oder die Gemeinschaft in Studiengängen und Instituten. Es sind aber vor allem die Menschen, die unsere Fakultät ausmachen. Die Seite "Gesichter und Facetten der Fakultät" will ein buntes Kaleidoskop an spannenden Personen und Aspekten zeigen, die unsere Fakultät bunt erscheinen lassen. Die Darstellung startet zum WS 2018/19 mit einigen Gesichtern und wird fortlaufend ergänzt. Gern nehmen wir Ihre Vorschläge geeigneter Personen und Facetten entgegen.

Formulare für Prüfungsausschüsse kompakt online (5.10.18)

Die relevantesten Formulare der Fakultät III zur Einreichung bei Prüfungsausschüssen sind nun kompakt verfügbar mit Direktzugang 201284.

Bitte verwenden Sie künftig nur noch diese Dokumente. Weitere Formulare folgen in Kürze!

Neuer Studiengang Brauwesen startet zum Wintersemester 2018/2019 (22.8.)

Lupe

Mit der Genehmigung der Berliner Senatskanzlei vom 01.08.2018 startet an der Fakultät III der Technischen Universität Berlin zum Wintersemester 2018/2019 der neue Studiengang „Brauwesen“ mit Abschluss zum Bachelor of Engineering (B.Eng.). Der Studiengang ersetzt das „Brautechnische Fachstudium“ (Abschluss Diplom-Braumeister), das gemäß dem Berliner Hochschulgesetz nicht mehr weitergeführt werden kann. Damit komplettiert der neu konzipierte Studiengang das Angebot der TU Berlin wieder um einen zeitgemäßen Studiengang mit praxisorientierten Charakter. Mälzerei- und brauereitechnologische Module von den Rohstoffen bis hin zur Abfüllungstechnologie vermitteln das nötige Fachwissen, ein ausgeweitetes Grund- und Fachpraktikum im Umfang von einem Semester mit dazugehörigen praktikumsbegleitenden Modulen tragen zur praxisnahen Ausbildung bei. Naturwissenschaftliche Grundlagen, ein hoher Wahl- und Wahlpflichtanteil sowie die internationale Ausrichtung runden das Profil dieses modernen Studiengangs ab.

Klicken Sie hier für weitere Informationen.

Wir freuen uns die ersten Studierenden im Wintersemester 2018/2019 an der TU Berlin willkommen zu heißen!

Termine & Veranstaltungen

Nächster Fakultätsrat am 28.11.2018

Die nächste Sitzung des Fakultätsrates der Fakultät III Prozesswissenschaften
findet am 28. November 2018 um 14:15 Uhr im BA-Gebäude (Hardenbergstr. 40,
Raum 316/317) statt.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Fakultätsbroschüre

Newsletter der Fakultät III