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TU Berlin

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DFG Schwerpunktprogramm SPP 2170 „InterZell“

Die DFG fördert im Rahmen des Schwerpunktprogrammes 2170 „Neuartige Produktionsverfahren durch skalenübergreifende Analyse, Modellierung und Gestaltung von Zell-Zell- und Zell-Bioreaktor-Interaktionen (InterZell)“ ein Verbundprojekt am Institut für Biotechnologie zum filamentösen Pilz Aspergillus niger mit 580.000 Euro.

Das Produktportfolio filamentöser Pilze ist vielfältig und umfasst Proteine, Enzyme, Medikamente und Plattformchemikalien. Die Entwicklung der makroskopischen Morphologie der Pilze, die sie während der Bioreaktorkultivierung  einnehmen, beeinflusst hierbei erheblich die Prozesseffizienz. Im Verbundprojekt soll daher das Verständnis der Effekte, welche die makroskopische Morphologie in Aspergillus niger Kulturen verursachen, erweitert werden. Hierzu werden genetische als auch prozesstechnische Faktoren während der Kultivierung von A. niger in Rührkessel- und 2-dimensional geschüttelten Reaktoren untersucht. Außerdem werden neben Reinkulturen von A. niger auch Ko-Kultivierungen von A. niger mit dem filamentösen Bakterium Streptomyces coelicolor und deren Bedeutung zur Gewinnung neuer Produktklassen untersucht.

Am Fachgebiet Angewandte und Molekulare Mikrobiologie, Prof. Vera Meyer, werden Transkriptom- und Metabolomanalysen von Stämmen durchgeführt. Ziel ist es, dadurch unter anderem Genschalter zu finden, deren zielgerichtete Manipulation die Produktivität dieser Zellfabrik während industrieller Prozesse erhöhen kann. Am Fachgebiet Bioverfahrenstechnik, Prof. Peter Neubauer, werden u.a. die Auswirkungen von Gradientenbildung, wie sie in der Flüssigphase von Kulturen im industriellen Maßstab auftritt, untersucht. Anhand neuentwickelter Methodiken sollen Optimierungsmöglichkeiten für den Industriemaßstab im Labormaßstab verständnisgetrieben untersucht werden.

Das Projekt wird zusammen mit der TU München, Prof. Heiko Briesen, durchgeführt, der Methoden der röntgenbasierten Mikrotomographie zur detaillierten Untersuchung der Makromorphologien nutzt und anhand der an der TU Berlin gewonnenen Daten Populationsbilanzmodellierungen durchführt.


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