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TU Berlin

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Fakultät III Prozesswissenschaften

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Aktuelles

Energieforschung: neue hochkarätige Förderprojekte der Fakultät (3.12.)

Forschung und Entwicklung sind ein wesentliches Instrument zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und zum Erreichen der globalen Klimaschutzziele. Deutschland strebt an, die Anteile der erneuerbaren Energien auf 35 % des Stromverbrauchs und 18 % des Endenergieverbrauchs im Jahr 2020 zu steigern, 2050 sollen dann 80 % bzw. 60 % erreicht werden. Die Energieeffizienz soll dabei massiv gesteigert, der Energieverbrauch bis 2050 halbiert werden.

Auf den Zielen, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und die Energieeffizienz bei Energieumwandlung und -nutzung zu steigern, liegt auch das besondere Augenmerk in der Forschung am Institut für Energietechnik der TU Berlin. An sechs Fachgebieten erforschen die Wissenschaftler*innen die sich aus der Energiewende ergebenden Herausforderungen und entwickeln zukunftsweisende Lösungen für den Umbau des Energiesystems. Die Energieforschung des Instituts erhielt daher den Zuschlag für drei umfangreiche Forschungsvorhaben, die aus Bundesmitteln im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms gefördert werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit diesem Förderinstrument hochkarätige, anwendungsorientierte Forschungsprojekte, die sich auf innovative Weise mit den Themengebieten der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz befassen. 

Details zu einzelnen Projekten finden Sie hier

Nachruf Prof. Dr.-Ing. Klaus Rubach 1935-2018 (21.11.)

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Am 17. September 2018 verstarb Prof. Dr.-Ing. Klaus Rubach im Alter von 83 Jahren in Berlin. Er wurde am 10.Oktober auf dem Evangelischen Luther- und Kreuzfriedhof in Berlin-Lankwitz beigesetzt.

Klaus Rubach wurde am 29. Januar 1935 in Berlin-Wedding geboren. Nach seiner schulischen Ausbildung, die er im März 1955 sin Berlin mit der Erlangung des Abiturs abschloss, begann er an der Technischen Universität Berlin Chemie zu studieren. Sein Studium schloss er Ende 1962 erfolgreich als Diplom-Chemiker ab.1963 begann er unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Josef Schormüller mit der Anfertigung seiner Doktorarbeit zum Thema „Beitrag zur Analytik der Hydroxyzimtsäureester des Kaffees“ am Institut für Lebensmittelchemie und -technologie an der Technischen Universität Berlin. Am 19. Februar 1969 promovierte er zum „Doktor-Ingenieur“.

Bereits im Dezember 1964 wurde Klaus Rubach an der Technischen Universität Berlin zum Wissenschaftlichen Assistenten ernannt. Er begründete damit seine akademische Karriere in der Lebensmittelchemie. Dabei entdeckte er in der Zeit der Zusammenarbeit mit Prof. Schormüller seine Neigung und Leidenschaft zu diesem Fach. Er absolvierte deshalb im Anschluss an seine Promotion ein Praktikum an der Landesanstalt für Lebensmittel-, Arzneimittel- und gerichtliche Chemie in Berlin, die er mit dem Staatsexamen am 13. April 1970 erfolgreich abschloss.

Danach setzte er seinen akademischen Werdegang an der Technischen Universität Berlin fort. 1970 wurde er dort erst zum Oberingenieur und dann 1972 zum Professor ernannt. Der Ernennung zum Professor folgte 1973 die Ernennung zum „Beamten auf Lebenszeit“. In demselben Jahr legte Prof. Rubach schließlich die staatliche Hauptprüfung für Lebensmittelchemiker ab. Damit durfte er dann die Berufsbezeichnung „Lebensmittelchemiker“ führen. Das war eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ihm das Sachgebiet „Lebensmittelchemie“ an der Technischen Universität Berlin übertragen wurde und er später 1981 als Sachverständiger für die lebensmittelchemische Untersuchungen von Gegen- und Zweitproben im Sinne von § 42 LMBG im Land Berlin zugelassen werden konnte.

Seine wissenschaftliche Tätigkeit entfaltete Prof. Rubach insbesondere im Bereich der Anwendung der Isotachophorese zur Analytik von Lebensmitteln. Spezielle Arbeitsbereiche waren außerdem die Charakterisierung der Lipoxygenase sowie die Analytik der Lipide. Zahlreiche Publikationen auf diesen Gebieten zeichneten ihn als Wissenschaftler von nationalem und internationalem Rang aus.

In seiner langjährigen Tätigkeit als Professor für Lebensmittelchemie an der Technischen Universität Berlin hat er viele Studierende in ihrer akademischen Ausbildung betreut und wohlwollend begleitet. 1990 feierte er sein 25-jähriges Dienstjubiläum und am 31. Dezember 1997 ging er in den Ruhestand. Zu diesem Zeitpunkt konnte er auf einen erfüllten akademischen Lebensweg zurückblicken, in dem er es bis zum Dekan der Fakultät gebracht hatte.

Prof. Dr.-Ing. Klaus Rubach hat sich immer für die Interessen seiner Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter eingesetzt. Er hat uns alle gefordert, aber auch gefördert. Wir alle werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Dr. Hans-Ulrich Melchert und Dr. Erhard Kirchhoff

Zellseparation mit elektrischen Feldern - neues Förderprojekt für die Bioelektronik (5.11.18)

Biologische Zellen leben vom Ungleichgewicht. Durch geschickte Kompartimentierung mit Hilfe biologischer Membranen werden ungleiche Molekülkonzentrationen in verschiedenen Räumen der Zelle erzeugt und das Bestreben zum Abbau der Ungleichgewichte ausgenutzt. Auf diese Weise gewinnen Zellen ihre Lebensenergie beim Glucoseabbau oder werden die Zwischenprodukte des Zellmetabolismus aufgebaut.

Aber nicht nur verschiedene Moleküle werden in den Kompartimenten der Zelle im Ungleichgewicht gehalten, die Asymmetrie betrifft auch elektrische Ladungen. So liegt über der Membran jeder lebenden Zelle ein elektrisches Feld oder Potential an, dass auf die ungleiche Konzentration von Ionen auf beiden Seiten zurückgeht. Dieses Membranpotential Vm nimmt meist Werte zwischen -10 und -70 mV an und beruht u.a. auf einer niedrigeren Na+-Dichte im Cytosol als im Extrazellularraum und negativ geladenen Proteinen in der Zelle. Die Zelle ist somit negativer geladen als der Außenraum. In elektrogenen Zellen wie Neuronen und Kardiomyozyten wird die raumzeitliche Variation von Vm über der Zellmembran sogar zur Signalweiterleitung oder Auslösung der Muskelkontraktion ausgenutzt.

Es gibt aber noch andere Effekte, die durch die Ionenwolke auf beiden Seiten der Zellmembran möglich werden. So kann die Ionenverteilung in einem von außen angelegten elektrischen Feld verändert werden; insbesondere kann der Zelle ein elektrisches Dipolmoment induziert werden, mit dem es dann durch das E-Feld bewegt werden kann – wie mit einer unsichtbaren Pinzette. Genau diesen Effekt nutzt die Dielektrophorese aus oder auch kurz DEP. Wie die Elektrophorese beschreibt sie die Bewegung von Zellen oder großen Biomolekülen in elektrischen Feldern; im Gegensatz dazu kann die DEP aber auch auf neutrale, ungeladene Teilchen wirken und diese bewegen.

In einem im September gestarteten Förderprojekt wollen zwei Fachgebiete an der TU Berlin in Kooperation mit dem IHP, dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder), den Effekt der Dielektrophorese für die Zwecke der Zellseparation ausnutzen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Neue Produkte für die Bioökonomie“ und umfasst nun eine zweijährige Machbarkeitsphase, nachdem im letzten Jahr erfolgreich die Sondierungsphase durchlaufen wurde.

Auf TU-Seite sind an dem Projekt „Mikroelektronikchip für die Zellseparation“ das Fachgebiet Bioverfahrenstechnik unter Leitung von Prof. Peter Neubauer der Fakultät III sowie das Fachgebiet Sensorik und Aktuatorik von Prof. Roland Thewes an der Fakultät IV an dem Projekt beteiligt. Ziel ist es einen Mikroelektronikchip zu entwickeln, mit dem in zukünftigen Lab-on-Chip-Systemen der DEP-Effekt einfacher ausgenutzt werden kann. Denn zurzeit werden noch voluminöse Tischgeräte verwendet, um die DEP zum Einsatz zu bringen. Mithilfe der Mikroelektronik wird aber eine weitgehende Miniaturisierung möglich.

Der Entwurf des Chips wird bei Prof. Thewes erfolgen, von wo aus der Schaltkreisentwurf an das IHP weitergegeben wird. In Frankfurt (Oder) wird der Chip im Reinraum des IHP gefertigt und in ersten Vorstufen der Systemintegration unterzogen. Der Test der DEP-Mikrochips wird am Fachgebiet Bioverfahrenstechnik stattfinden, wo für den Modellfall von lipidproduzierenden Mikroalgen untersucht werden soll, wie gut adulte, lipidhaltige Zellen von noch jungen Zellen zu trennen sind. Mikroalgen spielen in der Herstellung von Pharmazeutika, Nahrungsergänzungsstoffen oder Futtermitteln für die Aquakultur eine zunehmend wichtige Rolle. Erste Schritte sind bereits getan: in einer vorlaufenden Masterarbeit wurde ein mikrofluidisches Lab-on-Chip-System entworfen und gefertigt, mit dem die Anreicherung von 3-Fettsäure-produzierenden wildtyp-Mikroalgen aus dem indischen Ozean demonstriert werden konnte.

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des Gemeinsamen Labors für Bioelektronik, das von der TUB und dem IHP gegründet wurde. Nachdem vom Gesamtprojektleiter Prof. Birkholz mit der integrierten Lehrveranstaltung „Einführung in die Bioelektronik“ in jährlich zunehmender Zahl Studierende mit den Techniken vertraut gemacht wurden, sind sie nun in der Lage, die erlernten Methoden des 3D-CAD und der Chipintegration in ihren Abschlussarbeiten so anzuwenden, dass sie ihre eigenen biolektronischen Lab-on-Chip-Systeme entwerfen und fertigen können.

Die Kooperation ist ein gelungenes Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten III und IV. Insbesondere im Bereich von Sensoren und Aktuatoren wird die Mikroelektronik für die Prozesswissenschaften in Zukunft wichtige Beiträge beim Messen und der Kontrolle von Regelparametern leisten, um die Modellierung und Steuerung von Verfahrensabläufen zu unterstützen. Die Biotechnologie ist ein schöner Testfall für diesen Ansatz und die beteiligten Projektpartner würden sich einen Ausbau der Kooperation wünschen, um die Potentiale der Mikroelektronik für die Lebenswissenschaften in Zukunft noch stärker zu erschließen – so wie es an anderen Hochschulen weltweit gerade begonnen wird.

Dr.-Ing. Vanessa Bach erhält Promotionspreis für Nachwuchswissenschaftlerinnen (3.12.)

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Frau Dr.-Ing. Vanessa Bach aus dem Fachgebiet Sustainable Engineering (Prof. Finkbeiner) hat mit ihrer Promotion zum Thema „Assessment of abiotic and biotic resource use for products and regions in the context of sustainable development“ (mit Auszeichnung) ihre exzellente wissenschaftliche Befähigung erwiesen und erhält dafür den Promotionspreis für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Fakultät III. Die Dissertation wurde auf Basis wissenschaftlicher Veröffentlichungen kumulativ erstellt, wobei die Qualität und Quantität der Arbeiten auf herausragendem Niveau sind. Der thematische Schwerpunkt der Ressourcenbewertung wird mit einem interdisziplinären Ansatz verfolgt, der weit über das übliche Maß hinausgeht. Allein die von Frau Dr.-Ing. Bach entwickelte ESSENZ-Methode umfasst nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Kriterien. Der Nachwuchspreis ist mit 1500 € dotiert und wird jährlich verliehen, um die Sichtbarkeit und Anerkennung exzellenter Forschungsleistungen von Frauen innerhalb und außerhalb der Fakultät zu stärken. Die Überreichung der Urkunde fand am 7.12. statt.

Lilly Seidler ist neue Frauenbeauftragte der Fakultät (24.10.)

Seit 22.10.2018 ist Lilly Seidler neue Frauenbeauftragte an der Fakultät. Der Frauenbeirat der Fakultät hat sie für eine zweijährige Amtszeit gewählt. Lilly Seidler ist seit 2016 am Institut für Energietechnik Projektkoordinatorin des DAAD-Projekts Greening Africa Together und wird die Aufgaben der Frauenbeauftragten parallel dazu ausüben.  

In der Funktion der Frauenbeauftragten vertritt Lilly Seidler alle Frauen der Fakultät in ihren beruflichen und persönlichen Belangen. Sie berät die Fakultät in Gleichstellungsfragen, wirkt in Gremien, Kommissionen und Arbeitsgruppen mit und ist an allen Personalauswahlverfahren beteiligt. Die Frauenbeauftragte übernimmt Informations- und Öffentlichkeitsaufgaben für die Interessen der weiblichen Hochschulangehörigen der Fakultät und unterstützt bei der Umsetzung des Frauenförderplans.

Neue Webseite: Gesichter und Facetten der Fakultät III (12.10.)

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Wenn man Fakultätsangehörige fragt, was die Fakultät III ausmacht, dann hört man oft: exzellente Forschung, moderne Labore und Büros, engagierte Lehre, der Campus oder die Gemeinschaft in Studiengängen und Instituten. Es sind aber vor allem die Menschen, die unsere Fakultät ausmachen. Die Seite "Gesichter und Facetten der Fakultät" will ein buntes Kaleidoskop an spannenden Personen und Aspekten zeigen, die unsere Fakultät bunt erscheinen lassen. Die Darstellung startet zum WS 2018/19 mit einigen Gesichtern und wird fortlaufend ergänzt. Gern nehmen wir Ihre Vorschläge geeigneter Personen und Facetten entgegen.

Formulare für Prüfungsausschüsse kompakt online (5.10.18)

Die relevantesten Formulare der Fakultät III zur Einreichung bei Prüfungsausschüssen sind nun kompakt verfügbar mit Direktzugang 201284.

Bitte verwenden Sie künftig nur noch diese Dokumente. Weitere Formulare folgen in Kürze!

Termine & Veranstaltungen

Nächster Fakultätsrat am 03.04.2019

Die nächste Sitzung des Fakultätsrates der Fakultät III Prozesswissenschaften
findet am 03. April 2019 um 14:15 Uhr im BA-Gebäude (Hardenbergstr. 40,
Raum 316/317) statt.

Veranstaltungsrückblick: Informationstag für Nachwuchsingenieurinnen

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Am 29.10.2018 fand am Fachgebiet Dynamik und Betrieb technischer Anlagen (Prof. Repke) zum ersten Mal die Veranstaltung „Women in Chemical Engineering“ statt. Sie richtete sich an Studentinnen mit technischem Interesse und diente der Förderung des weiblichen Nachwuchses speziell in der Verfahrenstechnik und am Fachgebiet. Das ganztägige Programm wurde maßgeblich durch Beiträge der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Alumnae des Fachgebiets gestaltet. Vorträge und eine umfangreiche Führung durch das Technikum boten einen Einblick in die praktischen und theoretischen Forschungsbereiche des Fachgebietes. Svenja Neupert, eine erfahrene Trainerin, ergänzte das Programm durch einen Workshop rund um das Thema Selbstbewusstsein und Selbstrealisierung. Durch die rege Teilnahme der Studentinnen gestaltete sich der Tag im offenen Austausch und fand bei einem gemeinsamen Abendessen einen entspannten Ausklang. Ein gelungener Einstand für das Event!

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