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TU Berlin

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Breaking the Silence. Jews and non-Jews in post-Shoah rural Germany

Ausschnitt aus Kapitel 1, Seite 2: Besuch von Kurt Lichtenstein in Oberbrechen, 1974. Text und Recherche: Stefanie Fischer und Kim Wünschmann, Illustration: Liz Clarke
Lupe

In Kooperation mit Dr. Kim Wünschmann, Institut für die Geschichte der deutschen Juden

 

Mit dem Bestreben, in der jüdischen Geschichte methodisch neue Wege zu beschreiten, arbeitet Stefanie Fischer zusammen mit Kim Wünschmann an einem Art-Based Research-Projekt. Die beiden Historikerinnen arbeiten zusammen mit der Künstlerin Liz Clarke die Komplexität der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden im Nachkriegsdeutschland auf. In der Studie Oberbrechen. A German Village Confronts its Nazi Past fragen sie, wie nach dem Holocaust im Mikrokosmos des Dorfes die ganz »eigene« antisemitische Gewaltgeschichte verhandelt und wie mit der allgegenwärtigen und dennoch meist unausgesprochenen Präsenz der Shoah umgegangen wurde.

Für die Aufarbeitung dieser komplexen Beziehungsgeschichte eignet sich das Genre der Graphic History besonders gut. Es eröffnet den Wissenschaftlerinnen neue Möglichkeiten, um über historische Quellen, deren Interpretation und Präsentation nachzudenken und um damit auf ein breites Lesepublikum zu zugehen. Dem Leitsatz folgend „drawing is a way of thinking”[1] hinterfragen die beiden Autorinnen in der grafischen Studie das eigene Schreiben und die Auswahl von Texten und Quellen. Ein derartiger Ansatz erlaubt es ihnen, auf die persönliche Dimension der Geschichtsschreibung aufmerksam zu machen und damit Leser*innen an dem Entstehungsprozess einer historischen Studie teilhaben zu lassen. Dadurch soll ein neuer Dialog zwischen Leser*innen, Historiker*innen, historischen Akteur*innen und Zeichner*innen angeregt werden. Die Studie wird im September 2023 in der Graphic History Series bei Oxford University Press (Global) erscheinen.

 

 

Das Forschungsprojekt wird seit 2018 von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms „Originalitätsverdacht. Neue Optionen der Geistes- und Kulturwissenschaften. Förderlinie: Konstellationen“ gefördert.

 

Projektleitung TU Berlin: Dr. Stefanie Fischer

Projektleitung IGdJ Hamburg: Dr. Kim Wünschmann

Studentische Hilfskraft: Deborah Pomeranz (2018-2019)

Künstlerin: Liz Clarke

 

 

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[1] Siehe: The Comics of Chris Ware: Drawing is a Way of Thinking, ed. David Ball and Martha B. Kuhlman (Jackson, MO, 2010).

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