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TU Berlin

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Erreichbarkeit des ZfA

Liebe Studierende, Kollegen*innen und Freunde des ZfA,

 

Aufgrund des gegebenen Anlasses werden alle Veranstaltungen, Meetings und Sprechstunden bis auf Weiteres nicht stattfinden.

Wir sind natürlich trotz alle dem für Sie vi E-Mail erreichbar, da unsere Büros bis auf Weiteres für Publikumsverkehr geschlossen bleiben.

Damit möchten wir gemeinsam dazu beitragen die Verbeitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Wir rufen Alle dazu auf die Verhaltensregeln des Bundesministeriums einzuhalten, denn nur gemeinsam sind wir stark und können das schaffen.

Das ZfA wünscht allen in dieser Zeit viel Kraft und vor allem Gesundheit.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr ZfA-Team

Schließung der Bibliothek

Aufgrund des Corona-Virus wird die Bibliothek ab dem 12.03.2020 vorerst geschlossen bleiben.

 

 

Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann in die Hauptphase starten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat entschieden, das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) für zunächst vier Jahre zu fördern.

Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist ein Verbund aus elf Hochschul- und Forschungsinstituten, die in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt sind und dadurch auch die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nehmen. Zusammen sollen die mehr als 100 Wissenschaftler*innen aus vielen verschiedenen Disziplinen mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten, die dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. Sie decken Aspekte wie Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität ab und erforschen diese im europäischen Vergleich und darüber hinaus.

In der anderthalbjährigen Vorphase des FGZ, in der das Gründungskonzept für das Institut erarbeitet wurde, wurde ein umfangreiches Forschungs- und Transferprogramm mit mehr als 70 Teilprojekten und institutsübergreifenden Arbeitsbereichen entwickelt, die ab dem 1. Juni 2020 realisiert werden.

Neben der Technischen Universität Berlin gehören die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt/Main, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz und Leipzig sowie das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Leibniz -Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena zu dem Verbund.

Wir freuen uns sehr darauf, die hochaktuellen Fragen nach gesellschaftlichem Zusammenhalt gemeinsam mit den zehn Partnerinstituten zu untersuchen“, sagt Prof. Stefanie Schüler-Springorum, die Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung, das die TU Berlin im FGZ vertritt. „Gerade in der aktuellen Covid-19-Krise zeigen sich die Ambivalenzen des Phänomens ‚Zusammenhalt‘. Viele Menschen zeigen Solidarität auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft, aber zugleich verschärfen sich nationale Egoismen. Und es grassieren wilde Verschwörungstheorien über die Herkunft des Virus, die an ganz andere Zeiten erinnern.

Das interdisziplinär besetzte FGZ-Team am Zentrum für Antisemitismusforschung geht in seinen Forschungsprojekten diesen Ambivalenzen nach. Es fragt nach den Dynamiken von Ein- und Ausschluss, befasst sich aber auch mit pluralistischen Zusammenhaltskonzepten, die gerade von marginalisierten Gruppen formuliert wurden und werden. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte und Gegenwart von Antisemitismus und Rassismus sowie die Perspektiven der Betroffenen.

Nachruf von Prof. Dr. Benz gewidmet für Hellmut Stern

In memoriam Hellmut Stern 


Wir trauern um Hellmut Stern, den Ehrenvorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Zentrums für Antisemitismusforschung. Seine Heimatstadt Berlin verließ er, unmittelbar nach der „Reichskristallnacht“ 1938 mit knapp elf Jahren. Die Flucht führte ihn mit seinen Eltern nach Harbin in China, das unter japanischer, später russischer Hoheit stand. Außer den drei Sprachen chinesisch, russisch, japanisch lernte er dort Violine und Klavier zu spielen, gab mit 14 Jahren sein erstes Konzert und war bald Ernährer seiner Eltern, die sich mit Musikunterricht kaum über Wasser hielten. Hellmut spielte in Kaschemmen und Nachtlokalen, bei Hochzeiten und im Bordell. Die Ausreise aus China nach dem Zweiten Weltkrieg war mühsam. Nach langem Warten erreichte die Familie Stern Silvester 1949 Haifa. Dort setzte Hellmut Stern (zunächst ohne Englisch- oder Hebräischkenntnisse) seine musikalische Tätigkeit fort, wurde mit 21 Jahren Mitglied des israelischen Symphonieorchesters und kam 1955 bei einem Gastspiel zum ersten Mal wieder nach Berlin. Nach weiteren Stationen in den USA fand er 1961 die ersehnte musikalische Heimat bei den Berliner Philharmonikern. 34 Jahre, bis 1995, saß er am Pult der Ersten Geigen. Temperament und soziales Engagement führten ihn in den Orchestervorstand.

Nicht nur am autokratischen Maestro Karajan rieb sich Hellmut Stern. Nach seiner Rückkehr war er in Berlin der Jüdischen Gemeinde beigetreten, nicht aus religiöser Emotion, sondern aus dem Gefühl der Zugehörigkeit. Der leidenschaftliche Demokrat, der auch als Musiker ein homo politicus war und im Orchester für Mitbestimmung kämpfte, engagierte sich auch in der Gemeinde als Mitbegründer und temperamentvoller Wahlkämpfer der „Demokratischen Liste“. Politisch hatte Hellmut Stern seine Heimat in der SPD, engagiert war er als Zeitzeuge, der auch das Gespräch mit jugendlichen Neonazis nicht scheute.

Dem selbstlosen Freund und Förderer haben viele zu danken, nicht nur junge Musiker, denen er beim Start der Karriere half, auch das Zentrum für Antisemitismusforschung. Er suchte die Nähe des Instituts und war ihm im Vorstand des Fördervereins viele Jahre lang tätig verbunden. So hat Hellmut Stern seine Möglichkeiten und Verbindungen genutzt, um bei einem Festakt der Orchesterakademie der Philharmoniker die anwesenden Vorstandschefs der größten deutschen Banken davon zu überzeugen, dass sie eine gut ausgestattete Gastprofessur am Zentrum für Antisemitismusforschung finanzieren müssten. So glücklich wir über diesen – seinen – Erfolg waren, so sehr haben wir es bedauert, dass einige der großzügigen Sponsoren, mit denen wir – der Unterzeichnende als Leiter des Zentrums und Freund Sterns - beim Frühstück in einem Berliner Nobelhotel die Modalitäten der Förderung besprachen, nur wenig später die Vorstandsetagen mit weniger bequemer Unterbringung unter Hoheit der Justiz vertauschen mussten. Gottlob nicht deswegen.

Für Hellmut Stern war es wirklich eine Heimkehr, als er 1961, nach Jahrzehnten der Flucht und erzwungenen Weltbürgertums wieder Berliner, der er immer geblieben war, sein durfte. Für ihn war „deutsch“ und „jüdisch“ nie ein Widerspruch. Er hat es so ausgedrückt: „Wir waren wirklich Deutsche. Und ich kann mich auch nicht erinnern, jemals anders gedacht zu haben. Und selbst in der späteren Zeit, in der Zeit des Exils, wo ich nun schon erwachsen wurde: Ich hab mich trotzdem immer als Deutscher gefühlt. Ich bin so geboren, in eine deutsche Familie hinein. Aber es war kein Widerspruch, außerdem Jude sein zu können …“ Trotzdem und vor allem war und blieb er Kosmopolit.

Seine Überzeugungen hat Hellmut Stern mit Leidenschaft, Humor und vollem Einsatz gelebt, als warmherziger Freund, vielen als Förderer, als politisches Wesen oder, wie der höchste jiddische Ehrentitel lautet, als „a Mensch“. Am 21. März 2020 ist er im Alter von 91 Jahren gestorben. Er bleibt unvergessen.

Wolfgang Benz

Öffentliche Erklärung des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA)

Angesichts der wiederholten Medienberichterstattung der letzten Monate im Zusammenhang mit Vorwürfen, die sich gegen das ZfA richten und eine angebliche „Relativierung von Antisemitismus“ oder gar eine angeblich „wissentliche Kooperation mit Antisemiten“ zum Gegenstand haben, erklären wir wie folgt:

Das ZfA hat zu keinem Zeitpunkt – und schon gar nicht wissentlich – mit antisemitischen und israelfeindlichen Organisationen „kooperiert“!

Dieser inakzeptable Vorwurf geht auf ein Islamophobie-Forschungsprojekt der EU aus dem Jahr 2018 zurück, an welchem das ZfA gar nicht, sondern acht Universitäten und/oder Forschungseinrichtungen aus der EU beteiligt waren. Erst nach Abschluss des genannten Projekts wurde der EU-Justiz-Generaldirektion bekannt, dass die am Projekt - neben also anderen allein von der EU ausgewählten Universitäten und/oder Forschungseinrichtungen - ebenfalls beteiligte „Islamic Human Rights Commission“ (IHRC) mit antisemitischen und israelfeindlichen Aktivitäten in einem Zusammenhang steht. Das ZfA hatte aus diesem Grund bereits zuvor die Vorstellung der Forschungsergebnisse aus diesem EU-Projekt durch eine IHRC-Vertreterin unverzüglich und noch vor öffentlichen Protesten abgesagt. Daraufhin fand die gesamte Veranstaltung nicht statt. Die Justizgeneraldirektion der EU distanzierte sich nach Kenntnis des Antisemitismus des IHCR von dem von ihr finanzierten Islamophobie-Projekt ebenfalls, wie bereits schon zuvor das ZfA. Im Rahmen einer durch das ZfA dazu eingeleiteten Untersuchung versicherte der mit der Organisation der Veranstaltung betraute Verantwortliche eidesstattlich, von antisemitischen und israelfeindlichen Aktivitäten des IHRC keine Kenntnis gehabt zu haben und insbesondere kein Mitarbeiter des IHRC zu sein. Er ist auch bereits seit Ende 2018 kein „Fellow“ mehr am ZfA.  

In den letzten Wochen protestierten zahlreiche namhafte nationale und internationale WissenschafterInnen wie Prof. David Feldman (Birkbeck), Prof. Atina Grossmann (Cooper Union), Prof. Wolf Gruner (University of Southern California), PD. Kirsten Heinsohn (Forschungsstelle für Zeitgeschichte), Prof. Susannah Heschel (Dartmouth), Prof. Marion Kaplan (New York University), Dr. Karen Körber (IGDJ), Prof. Miriam Rürup (IGDJ), Prof. Ulrike Weckel (Universität Gießen) und Prof. Diane Wolf (University of California) gegen die eingangs erwähnten Diffamierungen, die sich gegen das ZfA richteten. Auch dies verdeutlicht einmal mehr: Vom ZfA geht selbstverständlich keine „Bewegung aus, die eine Trivialisierung des Antisemitismus“ einleitete, auch keine, welche sich „heute in scharfer Form gegen die Existenz des Staates Israel und in der Konsequenz gegen das Lebensrecht der dort lebenden Juden richtet“. 

Das zu behaupten, stellt die eigentliche Trivialisierung von Antisemitismus dar. Wir verwahren uns entschieden gegen Versuche, die Meinungs- und Pressefreiheit zu missbrauchen. Sie sind vielmehr als konstruierter Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit zu verstehen.

- Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) –

im Januar 2020

Leserbriefe

Der 28. Band des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung ist erschienen!

Jahrbuch Band 28
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Das diesjährige Jahrbuch dokumentiert unter anderem zwei wissenschaftliche, öffentlichkeitswirksame Kooperationen des Zentrums für Antisemitismusforschung: mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand veranstaltete das ZfA zum 70. Jahrestag eine Tagung zur Flüchtlingskonferenz von Évian im Juli 1938. Diese begleitete eine Ausstellung, die vom 27. Juli bis 5. Oktober 2018 im Bendlerblock gezeigt wurde und von der mittlerweile auch eine online-Version vorliegt (www.evian1938.de).

Dass das rechtspopulistische Lager mit dem Thema „Flüchtlinge“ reiche Ernte einfahren kann, ist allgemein bekannt. Weniger offensichtlich sind dagegen die langjährigen, oftmals subterranen Verbindungslinien, die manche bundesrepublikanischen Intellektuellen mit dem gegenwärtigen Rechtsradikalismus verbinden. So stammen zwei Beiträge dieses Jahrbuchs von  einem Workshop zu Leben und Werk des 2016 verstorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle, der im September 2018 am ZfA stattfand. Im Mittelpunkt der Diskussion stand das 1994 entstandene Werk Finis Germania und dessen offen rechtes Weltbild.

Weitere Beiträge des Jahrbuchs diskutieren die 1968 aufbrechende Kontroverse zwischen dem nach Frankfurt zurückgekehrten Institut für Sozialforschung und der in New York verbliebenen Hannah Arendt um den Tod Walter Benjamins, die Darstellung des Nationalsozialismus in der feministischen Zeitung Courage, den deutschen Volksbegriff und dessen Verstrickung mit rassistischen Vorstellungen sowie einen aktuellen Fall aus der Hamburger Bürgerschaft, in dem  die AfD 2018 in einem eigenen Antrag  die Einrichtung einer/s Antisemitismusbeauftragten forderte.

 Die Studien in der letzten Sektion beschäftigen sich mit neueren Untersuchungen aus einigen europäischen Nachbarstaaten. Hier werden die Ergebnisse einer norwegischen Umfrage vorgestellt, die erstmals jüdische und muslimische Bürgerinnen und Bürger zu ihren Einstellungen zueinander befragte, die Antisemitismusvorwürfe gegen die britische Labour Party rekonstruiert sowie die antisemitischen Inhalte einer vom staatlichen türkischen Fernsehen produzierten Serie untersucht.

Inhaltsverzeichnis

Relationen zwischen Antisemitismus und Rassismus

Kürzlich erschienen: Die neue Ausgabe der Online-Zeitschrift ‚Lernen aus der Geschichte‘ zum Thema ‚Relationen zwischen Antisemitismus und Rassismus‘. Die Ausgabe ist im Rahmen einer Kooperation zwischen der Agentur für Bildung und dem Zentrum für Antisemitismusforschung entstanden. Viel Spaß beim Lesen.

Arbeitsdefinition Antisemitismus

Im Oktober 2019 erschien ein Gutachten zur „Arbeitsdefinition Antisemitismus“ der „International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA), das der Soziologe Peter Ullrich für die Rosa-Luxemburg-Stiftung und medico international erstellt hat. Ullrich arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Technik und Gesellschaft und ist Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Die langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung Juliane Wetzel, die den Entstehungsprozess der Arbeitsdefinition begleitet hat, nimmt hier Stellung zu diesem Gutachten:
Stellungnahme Juliane Wetzel

Buchpräsentation "Deutsche Arbeit. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild" von Felix Axster und Nikolas Lelle

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"Deutsche Arbeit", ein Topos der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand und Vorstellungen von Arbeitsmoral und nationalem Charakter verband. Während des NS-Regimes wurde er in besonderer Weise wirkmächtig: als konstitutiver Bestandteil des Konzepts der "Volksgemeinschaft".
Das gleichnamige Buch geht der Genese dieses ideologischen Selbstbildes nach. In den Beiträgen wird u. a. untersucht, in welcher Weise Arbeit nationalistisch aufgeladen und im Gegenzug die Ideologie des Nationalen durch den Arbeitsbegriff konturiert wurde. Ebenso wird nach dem Potenzial der Ausgrenzung gefragt, das im Antisemitismus und der Vernichtungspolitik des "Dritten Reiches" kulminierte.

Dr. Felix Axster, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, und sein Mitherausgeber, Nikolas Lelle von der HU Berlin, werden zwei Aufsätze des Buches vorstellen und dann die Frage nach der Aktualität des Topos "Deutsche Arbeit" zur Diskussion stellen. Dabei wird es auch darum gehen, die gegenwärtig in Deutschland geführten Debatten über Arbeit historisch zu kontextualisieren und auf Bruchstellen und Kontinuitätslinien hin zu deuten.

Programm

Pflichtbesuche für Lehrer*innen in KZ-Gedenkstätten?

Stefanie Fischer im Interview zur Frage, ob der Besuch von KZ-Gedenkstätten für Lehrer*innen zur Pflicht werden sollte.

Zum Interview

Der belgische Sammler Arthur Langerman hat seine einzigartige Sammlung antisemitischer visueller Artefakte dem Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) übergeben

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Der belgische Sammler Arthur Langerman hat am 20.03.2019 seine einzigartige Sammlung antisemitischer visueller Artefakte dem Zentrum für Antisemitismusforschung der Technische Universität Berlin übergeben. Das Arthur-Langerman-Archiv für die Erforschung des visuellen Antisemitismus (ALAVA) wird als Teil des ZfA zukünftig an einem neuen Standort in der Kaiserin-Augusta-Allee in Berlin untergebracht sein. Bestehend aus nahezu 8000 Einzelstücken, darunter mehr als 5000 Postkarten, über Tausend handgezeichnete Skizzen, mehrere Hundert Plakate sowie zahllose Druckwerke und Gemälde, zeichnet sich die Sammlung nicht nur durch ihren Umfang, sondern auch durch ihre historische und regionale Vielfalt aus.

3sat Kulturzeit hat den Sammler in seinem Archiv besucht und zeigt, wo in Zukunft die Bestände in Berlin erforscht werden.

Zum Beitrag

Ausstellung zur Flüchtlingskonferenz von Évian geht online

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Sonderausstellung „Geschlossene Grenzen“ des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand ab 4. März 2019 online abrufbar

Die neue Website www.evian1938.de zur erfolgreichen Sonderausstellung „Geschlossene Grenzen: Die internationale Flüchtlingskonferenz von Èvian 1938“ richtet sich besonders an Einrichtungen der schulischen und außerschulischen sowie universitären Bildung, lädt aber auch alle politisch und historisch Interessierten herzlich zur Nutzung ein.

Im Juli 1938 trafen sich die Vertreter von 32 Staaten im mondänen Badeort Évian-les-Bains am französischen Ufer des Genfer Sees, um für den vom nationalsozialistischen Deutschland verursachten Massenexodus europäischer Juden eine Lösung zu finden. Die meisten Staaten lehnten mit unterschiedlichen Begründungen die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge ab, nachdem sie teilweise ihre Einreisebestimmungen noch vor oder sogar während der Konferenz verschärft hatten.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsthematik seit Sommer 2015 beabsichtigt das Team unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum und Dr. Winfried Meyer vom ZfA mit der neuen Website www.evian1938.de vor allem, die Öffentlichkeit über Vorgeschichte, Verlauf, Ergebnisse und Folgen der Konferenz in Évian vor 80 Jahren zu informieren und aufzuklären. 

In zehn Videos werden Ausschnitte aus Interviews mit jüdischen Flüchtlingen und seltene Amateur- und Wochenschauaufnahmen vom antijüdischen Terror in Wien 1938, von der Konferenz und dem daraus hervorgegangenen Zwischenstaatlichen Komitee für Flüchtlinge, von der Irrfahrt der „St. Louis“ sowie aus dem amerikanischen Dokumentarfilm von 1941 „Sosúa – Haven in the Caribbean“ gezeigt. 

Dossiers zu den 32 Teilnehmerstaaten der Flüchtlingskonferenz enthalten neben Angaben zu Demographie und Wirtschaft des Landes im Jahre 1938 Informationen zur jeweiligen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, Kurzbiographien der Angehörigen der Delegationen in Évian sowie die öffentlichen und nichtöffentlichen Beiträge der Staaten zur Flüchtlingskonferenz.

Ein Personenregister ermöglicht zudem den biographisch interessierten Nutzern die Auffindung personenbezogener Informationen vor allem zu den Angehörigen der Delegationen in Évian. Nicht nur bei der Rekonstruktion der Biographien dieser Delegierten ist bei der Erarbeitung der Ausstellung wissenschaftliches Neuland beschritten worden.

Abrufbar ist die Website unter: https://www.evian1938.de/

 

Zur Ausstellung

Die Sonderausstellung „Geschlossene Grenzen. Die Internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938“ wurde vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (GDW) erarbeitet. Vom 27. Juli bis 5. Oktober 2018 war die Ausstellung in der GDW zu sehen. Nachdem sie zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019 von der Stadt Plettenberg gezeigt worden ist, wird sie ab dem 14. März 2019 im Dokumentationszentrum Prora auf Rügen zu sehen sein. Gefördert wurde das gesamte Projekt von der Kulturstiftung des Bundes, dem Auswärtigen Amt, der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft sowie der Friede Springer Stiftung. Zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog, herausgegeben von Frédéric Bonnesoeur, Christine Kausch, Thomas Lindner, Winfried Meyer und Julia Pietsch (400 Seiten), erschienen, der über die GDW bestellt werden kann.

 

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: 

Dr. Winfried Meyer

TU Berlin

Zentrum für Antisemitismusforschung

Tel.: 030 314-29096

E-Mail: w.meyer@campus.tu-berlin.de

Ausstellungseröffnung: „Angezettelt“ im Jüdischen Museum Rendsburg

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Klein, teilweise unscheinbar, aber keineswegs harmlos: Aufkleber, Marken und Sticker, die Judenfeindlichkeit, Rassismus und Hass gegen Minderheiten propagieren. Die Ausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“ zeigt historische und aktuelle Beispiele und regt dazu an, sich mit den Erscheinungsformen von Antisemitismus und anderen menschenfeindlichen Ressentiments auseinanderzusetzen. Am 21.02.19 wird „Angezettelt“ im Jüdischen Museum Rendsburg eröffnet.

Zur Website des Jüdischen Museum Rendsburg

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Dr. Stefanie Fischer über Holocaust-Gedenken in „ZDF heute plus“

Dr. Stefanie Fischer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung, im Gespräch mit „ZDF heute plus“ über Bedeutungen, Wandlungen und Schwierigkeiten des Holocaust-Gedenkens in der Gegenwart. Dr. Stefanie Fischer arbeitet zur Zeit über die Möglichkeiten einer Graphic History des Holocausts und seiner Nachgeschichte.

Zum Gespräch

 

Stefanie Schüler-Springorum über Vorurteile in der Erinnerungskultur

Stefanie Schüler-Springorum spricht sich im Interview anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar dafür aus allen einzelnen Opfergruppen zu gedenken. Eine Petition, die unter anderem auch von Frau Schüler-Springorum unterzeichnet wurde, fordert jetzt erstmals eine eigene Gedenkstunde für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag.

Zum Interview

Marcus Funck zum Verhalten der AfD während der Gedenkstunde im Bayerischen Landtag

Marcus Funck äußert sich in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zum Verhalten der AfD im Bayerischen Landtag während der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am 23. Januar 2019.

Zum Interview

Antisemitismus in der Schule: Erste bundesweite Bestandsaufnahme

Prof. Dr. Samuel Salzborn vom Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin und Dr. Alexandra Kurth vom Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen haben eine erste bundesweit vergleichende Bestandsaufnahme zum Themenfeld „Antisemitismus in der Schule“ vorgelegt. Ausgehend von antisemitischen Vorfällen an deutschen Schulen in den vergangenen Monaten wird in dem Gutachten der bisherige Wissensstand zusammengetragen und auf Herausforderungen für Forschung und Politik hingewiesen.

Mehr zur Medieninformation der Technischen Universität Berlin
Wissenschaftliches Gutachten

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Stellungnahme des Zentrums für Antisemitismusforschung zu „Christian Peter Wilhelm Beuth, ein Antisemit?“

Das Zentrum für Antisemitismusforschung hat in der Debatte um die Umbenennung der Beuth-Hochschule Stellung bezogen. Die Stellungnahme soll auf die geschichtswissenschaftlichen Erkenntnisse zu Christian Peter Beuth, zu seiner Mitgliedschaft in der Tischgesellschaft und zu seiner entschiedenen Gegnerschaft der Judenemanzipation aufmerksam machen. Wir halten daher das Urteil, dass Beuth ein entschiedener Judenfeind auch im Horizont des 19. Jahrhunderts war, für gerechtfertigt.

Stellungnahme

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018) herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum

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Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018) ist erschienen! Es vereinigt Beiträge zur Geistesgeschichte und politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts mit solchen zur ungebrochenen Persistenz eines über Jahrzehnte in die Kommunikationslatenz verschobenen Antisemitismus in Deutschland und Österreich. Außerdem wird der Blick auf einen „postmodernen Antisemitismus“ gerichtet, der sowohl kosmopolitisch-individualistische Vorstellungen in sich aufnehmen kann, als auch auf seit Jahrzehnten tradierte und bis heute virulente Verschwörungstheorien in Chile und der Türkei.

Mit der bewussten Grenzverschiebung bzw. intendierten Neuakzentuierung in Bezug auf die deutsche Vergangenheit hatten wir es auch hierzulande in den vergangenen Monaten immer wieder zu tun, wobei jedoch antijüdische Ressentiments wohlweislich nicht offen bedient, sondern eher indirekt über Begriffe wie „Denkmal unserer Schande“ oder „Vogelschiss“ transportiert werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich uns allen immer wieder die Frage, ob, wo und mit wem genau man sich über rechtspopulistische Inhalte auseinandersetzen soll. Der das Jahrbuch abschließende Debatten-Teil nimmt dieses Thema auf und stellt vier unterschiedliche Positionen vor.

Thematische Schwerpunkte dieser Ausgabe sind: Antisemitismus in Literatur und Musik | Antisemitismus in Europa in Geschichte und Gegenwart | Verschwörungstheorien | Debatte: Mit Rechten reden

Liste aller Beiträge: Inhaltsverzeichnis

Weitere Informationen unter: Metropol Verlag

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ZfA-Forschungskolloquium Wintersemester 2018/19

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Die Veranstaltung steht ohne Anmeldung allen wissenschaftlich Interessierten unabhängig von einer Hochschulzugehörigkeit offen, auch zum Besuch einzelner Termine.

Wann: Mittwochs, 18.00 bis 20.00 Uhr
Wo: Ernst-Reuter-Platz 7, Telefunken-Hochhaus, 10587 Berlin, 8. Etage, Raum TEL 811

Programm

 

 

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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (KVV) Wintersemester 2018/19

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Studiengangplan „Interdisziplinäre Antisemitismusforschung“ Wintersemester 2018/19

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Mitschnitt der Podiumsdiskussion des Symposiums zum Thema „Geschlossene Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938“

Im Rahmen der Sonderausstellung „Geschlossene Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938“ haben die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im September 2018 ein internationales wissenschaftliches Symposium zum Thema „Flüchtlingskrise 1938 und heute? Zur Aktualität der Internationalen Flüchtlingskonferenz von Évian 1938“ veranstaltet.

Ein Mitschnitt der Podiumsdiskussion des Symposiums ist nun unter folgendem Link abrufbar: www.mediathek.rbb-online.de

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Forschungskolloquium: Diaspora, Exil, Migration

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Programm des Forschungskolloquiums von Prof. Dr. Kerstin Schoor, Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

Wann: Dienstags, 14.15 – 15.45 Uhr (Postgebäude, Raum 265) und 16.15 – 17.45 Uhr (Stephanssaal)

Anmeldungen unter:
elange@europa-uni.de

Programm

 

 

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