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TU Berlin

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Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Uffa Jensen

Uffa Jensen arbeitet seit vielen Jahren in der Antisemitismusforschung und hat insbesondere mit seinem Buch Gebildete Doppelgänger (2005) neue Wege in der Erforschung des Antisemitismus im gebildeten Bürgertum beschritten. Durch sein Forschungsprojekt zur transnationalen Psychoanalyse in Berlin, London und Kalkutta hat er zudem wichtige flankierende Erkenntnisse in der postkolonialen Theorie, der transnationalen Geschichtsschreibung und der Wissenschaftsgeschichte gewonnen. Aus seiner langjährigen Beschäftigung am Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sind einschlägige Veröffentlichungen im Bereich der Emotionsgeschichte hervorgegangen. Vor allem eröffnet seine Publikation Zornpolitik (2017) wichtige Zugänge zur historischen Erforschung von Verneinungsgefühlen. Jensen hat zum Wintersemester 2017/18 eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Heisenberg-Professur am Zentrum für Antisemitismusforschung angetreten. Als Mitglied von Hate Pictures wird er sich insbesondere mit „jüdischen Körperbildern“ in der Zeit von 1890 bis 1920 sowie mit dem Zusammenhang zwischen bildlichen antisemitischen Darstellungen und der Genese von antisemitischen Emotionen beschäftigen. 

 

Carl-Eric Linsler

Carl-Eric Linsler befasst sich seit mehreren Jahren mit dem visuellen Repertoire des Antisemitismus und antisemitischer Alltagspropaganda. Seit 2009 berät er den belgischen Sammler Arthur Langerman bei Fragen zu Provenienz, Authentizität und Nutzungsmöglichkeiten seiner Sammlung. Seit 2011 ist er am Zentrum für Antisemitismusforschung tätig, wo er derzeit mit einer transnational angelegten Arbeit über das Schicksal einer jüdischen deutsch-französischen Familie während des Ersten Weltkriegs promoviert. Er ist Gastwissenschaftler des Forschungskollegs „Die Radikalisierung des Antisemitismus in Europa (1914-1923)“, Research Affiliate am Familie Frank Zentrum des Jüdischen Museums Frankfurt und freiberuflicher wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mémorial de la Shoah in Paris. Innerhalb des Forschungsverbunds fungiert er als Spezialist für Quellenbestände grafischer Antisemitika, insbesondere der Sammlung Langerman.

 

Jan Plamper

Jan Plamper ist seit 2012 Professor für Geschichte am Goldsmiths College der University of London nach Stationen in Tübingen und, von 2008-2012, als Dilthey Fellow im Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Sein Buch Geschichte und Gefühl. Grundlagen der Emotionsgeschichte (2012) ist eine Synthese, die historische, ethnologische, experimentalpsychologische, soziologische, bildwissenschaftliche u.a. Zugänge zusammenführt. In einem weiteren Forschungsschwerpunkt, der Visual History, hat er sich mit den Bildaspekten des Stalinkultes beschäftigt.

 

Susanne Regener

Susanne Regener ist Professorin für Mediengeschichte/Visuelle Kultur an der Universität Siegen sowie affiliate professor für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität Kopenhagen. Als ausgewiesene Bildwissenschaftlerin, Kulturwissenschaftlerin und Medienhistorikerin befasst sie sich seit vielen Jahren mit Bildwelten von marginalisierten Gruppen der Gesellschaft und den totalen Institutionen Psychiatrie und Gefängnis. Regener fungiert im Rahmen von Hate Pictures als Expertin für laufende Diskussionen zum Status des Bildes, zu Fragen der Semiotik, Prozessen der Bilddeutungen, ‚close readings’ der Bildquellen und Bilddiskursanalysen. Zurzeit leitet sie zwei Projekte, die Bezüge zum Forschungsverbund Hate Pictures haben:

  • 1. „Roma Images in der ethnografischen Amateurforschung: Zur Mediengeschichte des Fremden in Deutschland und Dänemark (20. und 21. Jahrhundert)“
  • 2. „Bilder der Empörung: Amateurpraktiken der Visualisierung von Protest“, in dem u.a. Bildpraktiken der Homosexuellenbewegung und der völkisch-identitären Bewegungen untersucht werden (gemeinsam mit Dr. Simon Teune, TU Berlin)

Nähere Informationen unter: www.mediengeschichte.uni-siegen.de

 

Stefanie Schüler-Springorum

Als Professorin für Geschichte und Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung hat Stefanie Schüler-Springorum seit ihrem Amtsantritt eine Neuausrichtung des Zentrums betrieben und dabei, neben der Geschlechtergeschichte, eine historisch fundierte Emotions- und Bildforschung als zukünftige Erweiterungen der bisherigen Tätigkeiten herausgestellt. Schüler-Springorum hat sich, neben ihren Arbeiten zur deutsch-jüdischen Geschichte sowie zum Antisemitismus, in den letzten 15 Jahren kontinuierlich und europäisch vergleichend mit Fragen der Kultur- und Geschlechtergeschichte von Krieg, Gewalt und Terrorismus im 20. Jahrhundert beschäftigt. Im Forschungsverbund Hate Pictures übernimmt sie eine koordinierende und theoretisierend-fundierende Position.

 

Michael Wildt

Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsthemen sind Nationalsozialismus, Holocaust, soziale Ordnungsvorstellungen im 20. Jahrhundert und Visual History. Er leitete unter anderem das von der DFG finanzierte Forschungsprojekt Fotografie im Nationalsozialismus. Alltägliche Visualisierung von Vergemeinschaftungs- und Ausgrenzungspraktiken 1933-1945. Innerhalb des Forschungsverbunds wird Michael Wildt die Fotografie-Bestände des Nürnberger Stürmer-Archivs auf ihre emotionsgeschichtliche Dimension untersuchen, insbesondere die Fotografien zu „Rasseschande“-Umzügen.

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