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Kooperation und Qualität stärken Berlin

Exzellenzwettbewerb: TU Berlin arbeitet weiter am Zukunftskonzept

TU-Pressestelle (2), Deutsche Telekom AG. Chemie, Mathematik und Kommunikationstechnologie - die Erfolgsanträge der TU Berlin
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Die Vorentscheidung der Gemeinsamen Kommission aus DFG und Wissenschaftsrat über die Projekte für die Endrunde des Exzellenzwettbewerbs zeigt deutlich die Stärken des Wissenschaftsstandortes Berlin (siehe Grafik). Er gehört neben München zu den herausragenden Wissenschaftsregionen.

"Diese Stärke beruht auf den Leistungen der drei Berliner Universitäten und unserer Partner aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Industrie. Wir haben immer versucht, die besten Köpfe - auch international - in unsere Projekte einzubinden. Das ist uns bis jetzt mit Erfolg gelungen", ergänzt TU-Präsident Kurt Kutzler. Die TU Berlin konnte zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrem Cluster zum Thema Chemie/Katalyse (Sprecher: Prof. Dr. Matthias Driess, TU Berlin) für eine Zusammenarbeit aktivieren. Ebenso bauen die Initiatoren des Clusters im Informatikbereich (Sprecher: Prof. Dr. Adam Wolisz, TU Berlin) auf ein großes Netzwerk in Wissenschaft und Wirtschaft. An der Graduiertenschule "Berlin Mathematical School" sind alle drei Universitäten beteiligt, die TU Berlin stellt hier mit Prof. Günter Ziegler den Sprecher.

Insgesamt hatte die TU Berlin Konzepte für zwei Graduiertenschulen (1. Förderlinie) und drei Exzellenzcluster (2. Förderlinie) eingereicht. Außerdem lag der DFG und dem Wissenschaftsrat ein Zukunftskonzept vor, mit dem sie sich in der 3. Förderlinie um den Elitestatus bewarb. Dies wurde in dieser Runde nicht befürwortet.

"Unsere Projekte im Bereich ‚Leiser Verkehr' und die Graduiertenschule für Nachhaltigkeit in der Stadtplanung und im Städtebau, die in dieser ersten Runde des Wettbewerbs nicht gefördert werden, wollen wir trotzdem weiter ausbauen. Hierfür stellen wir universitäre Mittel zur Verfügung. Externe wissenschaftliche Gutachter bescheinigten uns vor der Weitergabe unserer Antragsskizzen an DFG und Wissenschaftsrat eine hohe Qualität auch dieser Projekte."

Bis zum 20. April haben nun die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zeit, ihre Vollanträge auszuarbeiten. Die Entscheidung über eine Förderung fällt endgültig im Oktober. Eine zweite Ausschreibung ist für Herbst geplant, die Förderung der dann siegreichen Projekte ist für Ende 2007 vorgesehen. Graduiertenschulen sollen jährlich mit rund 1 Millionen Euro, Exzellenzcluster mit 6,5 Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren gefördert werden. Hat eine Universität Förderbescheide für beide Bereiche, so kann sie auch bei entsprechender Qualität den Zuschlag für ein Zukunftskonzept (Eliteuniversität) erhalten. Hier ist pro Universität jährlich eine Gesamtfördersumme von 21 Millionen Euro zuzüglich eines pauschalen Zuschlags von 20 Prozent vorgesehen. Für erfolgreiche Anträge, so Berlins Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl, sei die Kofinanzierung des Landes sichergestellt.

"Da die TU Berlin mit zwei Konzepten für Forschungscluster und einem Konzept für eine Graduiertenschule in die Endrunde geht, ermutig uns das", so TU-Präsident Kutzler weiter, "erneut ein Zukunftskonzept für die zweite Wettbewerbsausschreibung einzureichen." Die TU Berlin wird in den nächsten Monaten die Weichen für eine neue Leitungs- und Gremienstruktur stellen, ebenso für moderne und effiziente Managementprozesse sowie für Informations- und Kommunikationsstrukturen. "Mit diesen neuen Rahmenbedingungen und den zahlreichen Kooperationen zu Industrieunternehmen sind wir gut aufgestellt."

Neben den aktuellen Bemühungen für den Wettbewerb kann die TU Berlin auf eine sehr erfolgreiche Arbeit des seit vier Jahren bestehenden DFG-Forschungszentrums "Matheon - Mathematik für Schlüsseltechnologien" verweisen, bei dem universitäre und außeruniversitäre Berliner Forschungsinstitute zusammenarbeiten. Das Zentrum wird im Wettbewerb um die 3. Förderlinie wie ein Exzellenzzentrum gewertet. Beim "Matheon" hat die TU Berlin die Sprecherfunktion inne. Auch das ist ein weiterer Pluspunkt im Exzellenzwettbewerb.

tz/stt / Quelle: "TU intern", 1/2006

Worauf kommt es der Jury an?

Auf wissenschaftliche Qualität. Die besten Chancen haben Antragsteller, die durch ihre bisherigen Leistungen brillieren und beeindruckende Publikationslisten vorlegen können. Sie sollten auch international einen guten Ruf haben. Unsere Juroren kommen zu mehr als achtzig Prozent aus dem Ausland und wenn denen der Name eines Bewerbers noch nie positiv aufgefallen ist, ist das kein gutes Zeichen. Da kann ein Projekt national noch so toll sein: Kann es international nicht mithalten, hat es schlechte Karten.

Beate Konze-Thomas, verantwortlich für das Exzellenzprogramm bei der DFG. "Berliner Zeitung", 24. 1. 2006
Berliner Universitäten: Ergebnis der Vorauswahl vom 20. Januar 2006 in der Exzellenzinitiative
Uni
Zukunfts-
konzept1

Exzellenz-
cluster

Graduierten-
schulen

Freie Universität Berlin
1 (1)
1 (3+1 Beteil.)
1 (3) + BMS2
Humboldt-Universität Berlin
- (1)
2 (3)
1 (6) + BMS2
Technische Universität Berlin
- (1)
2 (3)
12 (2)
Universität der Künste Berlin
- (0)
- (1)
- (0)
Die in Klammern stehenden Zahlen geben die Anzahl der im Herbst 2005 eingereichten Antragsskizzen an.
TU 9 - Technische Universitäten: Ergebnis der Vorauswahl vom 20. Januar 2006 in der Exzellenzinitiative
Uni
Zukunfts-
konzept

Exzellenz-
cluster

Graduierten-
schulen

Bundesland
RWTH Aachen
ja
2
4
Nordrhein- Westf.
TU München
ja
3
2
Bayern
Universität Karlsruhe (TH)
ja
1
1
Baden- Württemb.
TU Berlin
2
12
Berlin
TU Darmstadt
2
0
Hessen
TU Dresden
1
1
Sachsen
Universität Stuttgart
1
1
Baden- Württemb.
TU Braunschweig
0
1
Niedersachsen
Universität Hannover
0
1
Niedersachsen
1 Voraussetzung für die Bewilligung eines Zukunftskonzeptes ist die Förderung eines Exzellenzclusters und einer Graduiertenschule
2 Die Graduiertenschule "Berlin Mathematical School" (BMS) wird in der Statistik von DFG und Wissenschaftsrat der TU Berlin zugeordnet. Es handelt sich aber um ein gemeinsames Projekt der drei großen Berliner Universitäten, bei dem die TU Berlin als Sprecherhochschule fungiert.

Quelle: TU-Pressestelle

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