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Engagiert, kompetent und harmonisch

Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin
Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin
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Der Berliner Verbund stellte sich im Februar dem internationalen Gutachtergremium. TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen schildert seine persönlichen Eindrücke von dem wichtigen Besuch.

Herr Professor Thomsen, worauf legten die Expert*innen besonderen Wert? Was war Ihr ganz persönlicher Eindruck?

Ob unser Antrag am 19. Juli positiv beschieden wird, hängt nicht nur von den Gutachter*innen ab, die uns besucht haben, sondern durchaus von auch denjenigen, die die anderen antragstellenden Einrichtungen begutachtet haben. Die Expert*innen, die hier waren, interessierten sich vor allem dafür, ob unser Antrag nicht nur ein Papiertiger ist, sondern ob das, was wir geschrieben haben, an den Berliner Universitäten auch wirklich gelebt wird. Darin liegt die besondere Bedeutung dieser Begehung. Und ich glaube, es ist uns gut gelungen, genau das darzustellen. Es waren ja sehr viele Menschen, quer durch alle Einrichtungen und Statusgruppen beteiligt. Sie haben durch die Labore geführt, die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen präsentiert und Rede und Antwort gestanden. Sie vermittelten glaubhaft, dass ausnahmslos alle hinter diesem Konzept stehen und dass die Inhalte wirklich auch von allen Mitgliedern der beteiligten Einrichtungen gelebt werden. Ich hatte das Empfinden, dass unsere positive Stimmung sich auch übertragen hat. So wurde bei den Touren durch Forschungslabore nicht nur Wissenschaft gezeigt, sondern wir konnten auch zusammen mit den Kolleg*innen von den jeweils anderen Einrichtungen darstellen, wie wir uns übergreifende Infrastrukturen vorstellen. Das Einstein Center Digital Future war dann ein eindrückliches Beispiel dafür, was wir bereits hervorgebracht haben: eine gemeinsame Einrichtung aller vier Partnerinnen.

Welches sind die wichtigsten Ziele des Verbundantrages, also Komponenten, die Berlin als herausragenden Wissenschaftsstandort erstrahlen lassen sollen?

Wir haben als erste große Herausforderung die „­Social Cohesion“ ausgerufen. Das ist ein Thema, an dem alle Einrichtungen beteiligt sind und das auch gar nicht von einer Universität allein zufriedenstellend bearbeitet werden kann. Daran konnten wir eindrücklich den Kern zeigen, weshalb wir den Verbund gegründet haben. Daneben ist der Austausch von Wissen ein großes Thema, insbesondere auch der Austausch mit der Gesellschaft, in Berlin und weltweit. Wir wollen genau hinhören, welche Fragen diese hat, zum Beispiel zum Klimawandel, und dann in der Forschung darauf eingehen. Für die Qualität der Wissenschaft wollen wir ebenfalls neue Standards setzen, eine gemeinsame Infrastruktur aufbauen und die besten Köpfe anziehen.

Wie wichtig ist die Unterstützung des Berliner Senats für den Antrag?

Das ist natürlich sehr wichtig, gleichwohl keineswegs selbstverständlich. Und wir bekommen sie auch – auf zwei Ebenen: Alle Einrichtungen haben über einen Innovationsfonds eine Anschubfinanzierung über zwei Jahre erhalten, die TU Berlin allein 1,2 Millionen Euro. Aber es haben sich vom Senat auch viele Menschen eingebracht, Ideen geliefert und uns mit Zuarbeit unterstützt. Besonders wichtig war natürlich, dass der Regierende Bürgermeister Michael Müller, auch in seiner Eigenschaft als Wissenschaftssenator, persönlich bei der Begutachtungsrunde dabei war. Durch sein engagiertes und kompetentes Vertreten der Berliner Wissenschaftslandschaft konnte er viele Pluspunkte einsammeln und hatte eine äußerst positive Wirkung auf die Gutachter*innen. Man konnte das am Applaus für sein Statement ablesen, und spätere Feedbacks haben meinen Eindruck bestätigt, dass das hervorragend ankam.

Was hat Sie selbst am meisten beeindruckt und vielleicht auch überrascht?

Jede der antragstellenden Einrichtungen hat ja eine eigene Historie, eigene Strukturen, eine eigene Kultur. So mussten wir zu Beginn der Antragserarbeitung lernen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Es würde kein überzeugendes Bild abgeben, wenn sich die vier Präsi­dent*innen zum Beispiel gegenseitig widersprechen. Dieses Zusammenfinden ist uns, denke ich, gut gelungen. Das konnte man daran erkennen, dass wir gar nicht mehr als Vertreter*innen bestimmter Universitäten angesprochen wurden, sondern als Verbundpartner. Das wirkte harmonisch, aber es steckt eine große Leistung dahinter. Vor diesem Hintergrund einen gemeinsamen und auch authentischen Auftritt hinzubekommen, das war auch für mich persönlich eine besondere Erfahrung.

Vielen Dank!

Das Gespräch führte Patricia Pätzold

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