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TU Berlin

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MATH+ Wie Berliner Mathematik die Zukunft gestaltet

Mit dem Forschungszentrum der Berliner Mathematik MATH+ entsteht ein institutionen- und disziplinübergreifender Exzellenzcluster, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Ansätze in der anwendungsorientierten Mathematik erforschen und weiterentwickeln wollen. Im Fokus stehen mathematische Grundlagen zur Nutzung immer größerer Datenmengen in den Lebens- und Materialwissenschaften, der Energie- und Netzwerkforschung oder den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Cluster-Sprecher Prof. Dr. Martin Skutella (r.), Prof. Dr. Michael Hintermüller (m.) und Prof. Dr. Christof Schütte (l.)
Lupe

Ziel ist es, neben wissenschaftlichen Fortschritten auch technologische Innovationen und ein umfassendes Verständnis sozialer Prozesse zu forcieren. MATH+ wurde von den drei großen Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Technische Universität Berlin – gemeinsam beantragt und bindet das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik sowie das Zuse-Institut Berlin konzeptionell wie strukturell ein. Es schreibt die Erfolgsgeschichten des renommierten Forschungszentrums MATHEON und der Berlin Mathematical School fort, die seit 2006 durch die Exzellenzinitiative gefördert wird/wurde. 

„Die Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den Exzellenzcluster MATH+ zu fördern, bestätigt die herausragende Stellung Berlins als international exzellenter Standort, an dem die Mathematik in ihrer gesamten Breite, von der reinen Theorie bis hin zu einer großen Vielzahl mathematischer Anwendungsfelder, vorangetrieben wird“, betont Professor Martin Skutella von der Technischen Universität Berlin und einer der drei Sprecher von MATH+. Die konsequent interdisziplinäre Ausrichtung von MATH+ werde dazu beitragen, Fortschritte bei so wichtigen Zukunftsthemen wie der nachhaltigen Energieversorgung, der individualisierten Medizin oder auch der Analyse sozialer Prozesse zu erzielen.

„Unsere Forschung wird durch einen Transferbereich komplementiert, dessen Aufgabe es ist, Forschungsergebnisse möglichst zeitnah in Industrie und Gesellschaft zu bringen“, erläutert Clustersprecher Professor Michael Hintermüller von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das Forschungsprogramm von MATH+ geht aber weit über die technologie-orientierte Forschung hinaus. „Unser Ziel ist es, in ausgewählten Zukunftsfeldern mit Mathematik neue Themen zu erschließen“, erklärt der dritte Sprecher, Professor Christof Schütte von der Freien Universität Berlin. „Dabei denken wir an ungewöhnliche und neue Kooperationen zu gesellschaftlich relevanten Themen, insbesondere mit Kollegen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.“ Neben konkrete Forschungsprojekte soll hier ein neues kreatives Element treten, das „Topic Development Lab“: Es schafft intellektuelle Freiräume und bietet einen Rahmen für ganz unterschiedliche Formate. Hier sollen weltweit renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen zusammenkommen und neue Forschungsthemen explorieren. Darüber hinaus wird MATH+ selbst zum Forschungsobjekt: Im Rahmen einer soziologischen Untersuchung soll analysiert werden, welche Rolle der Exzellenzcluster in der Karriere-Entwicklung junger Mathematikerinnen einnimmt, wie er sich auf Karriere-Entscheidungen und die akademische Auswahlprozesse auswirkt.

MATH+ will nachhaltig auf die Entwicklung der Mathematik in Deutschland und der Welt ausstrahlen. Deshalb wird der Ausbildung in Studium und Forschung höchste Bedeutung zugemessen. Hier baut MATH+ auf eine Weiterentwicklung der international renommierten Berlin Mathematical School (BMS), unter anderem mit dem Ziel, die Karrierelücke zwischen der Phase als Postdoktorandin oder -doktorand und einer Professur zu schließen.


Sprecher:
Prof. Dr. Michael Hintermüller (Humboldt-Universität zu Berlin)
Tel.: 030 2093-2668
E-Mail:

Prof. Dr. Christof Schütte (Freie Universität Berlin)
Tel.: 030 838-75353
E-Mail:

Prof. Dr. Martin Skutella (Technische Universität Berlin)
Tel.: 030 314-78654
E-Mail:

Antragstellende Forschungsinstitutionen:
Technische Universität Berlin (Sprecherhochschule)
Freie Universität Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin
Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik
Zuse-Institut Berlin

Kooperationspartner:
BBAW (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) 
DAI (Deutsches Archäologisches Institut)
FBH (Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik)
HZB (Helmholtz Zentrum Berlin für Materialien und Energie)
MDC (Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin)
MPIMG (Max-Planck-Institut für molekulare Genetik)
PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt)
WZB (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) 

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