TU Berlin

ExzellenzinitiativeUnifying Concepts in Catalysis

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Exzellenzcluster UniCat

Katalysatoren maßgeschneidert - Unifying Concepts in Catalysis

UniCat-Eröffnung
Der Sprecher des Exzellenzclusters, Prof. Dr. Matthias Drieß, zur Eröffnung von UniCat am 30.05.2008
Lupe

Die Umwelt schonen und Energie sparen, das erwartet die Gesellschaft von der modernen Chemie. Eine effiziente Nutzung der riesigen Erdgasvorkommen (Methan) zur Herstellung von Polymeren und Benzinersatzstoffe zu erzielen, Kraftstoffe für Autos oder Flugzeuge möglichst schadstoffarm zu verbrennen und den Wirkungsgrad von Medikamenten wie Antibiotika feiner auf ihr Einsatzgebiet im menschlichen Körper abstimmen zu können, sind weltweit aktuelle Herausforderungen. Die Schlüsselstellung dieser Forschung nehmen dabei Katalysatoren ein, denn sie ermöglichen die zielgerichtete Durchführung chemischer Reaktionen mit dem geringsten möglichen Energie- und Materialaufwand. Katalysatoren sind quasi molekulare "Heiratsvermittler", die sogar sehr reaktionsträge Ausgangsstoffe energieeffizient aktivieren und passgenau zum "richtigen" Zeitpunkt miteinander verknüpfen lassen. Als Katalysatoren dienen heute neue, maßgeschneiderte Moleküle und Materialien unterschiedlicher Dimensionalität und Größe. Mit der jüngsten Vergabe des Nobelpreis für Chemie an Professor Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft wurde der aktuellen Bedeutung der Katalyseforschung in besonderer Weise Rechnung getragen.

Im Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat), an dem nicht nur die drei Berliner Universitäten, sondern auch die Uni Potsdam und viele andere wissenschaftliche Einrichtungen aus Berlin/Brandenburg, unter anderem das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft beteiligt sind, synthetisieren und charakterisieren aber nicht nur die Chemiker die Katalysatoren. Man bedient sich auch bewährter Methoden der Natur. Mikroorganismen steuern chemische Reaktionen mithilfe von Enzymen, deren Funktionen im Laufe der Evolution optimiert wurden, so genannte Biokatalysatoren.

Drei große Bereiche werden so in diesem Konzept verknüpft: Die Entwicklung und Erforschung von Katalysatoren erfolgt sowohl durch die klassische Chemie als auch durch die Bio- und Materialwissenschaften. Die Umsetzung der Ergebnisse in industrielle Anwendungen bearbeiten Ingenieure aus verschiedenen Fachrichtungen. Der Exzellenzcluster kombiniert damit eine einzigartige naturwissenschaftliche Expertise mit modernen Methoden der Ingenieurwissenschaften, durch deren Zusammenarbeit erhebliche Synergien für die Entwicklung neuer katalytischer Prozesse erwartet werden.

Die Wissenschaftler wollen ihre Ergebnisse den möglichen Anwendern in Demonstrationsprojekten, so genannten Mini-Plants, vorstellen, die die technische und wirtschaftliche Tragfähigkeit der neu entwickelten Verfahren aufzeigen.

Eingebettet in die Organisationsstruktur von "UniCat" ist die "Berlin International Graduate School of Natural Sciences and Engineering" (BIG-NSE), die im Mai 2007 an der TU gegründet wurde. Die Graduiertenschule soll neue Synergien für eine strukturierte Doktorandenausbildung ermöglichen. Die BIG-NSE versteht sich als Anziehungspunkt für junge, international erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die ersten 18 Kollegiaten sind bereits in den verschiedenen Arbeitsgruppen als Doktoranden tätig. Das Kursprogramm für die nächsten acht Stipendiaten beginnt im Oktober 2008. Außerdem bieten die beteiligten Universitäten ab dem Sommersemester 2009 den neuen Studiengang "Master of Science in Catalysis" an, der die Grundlagen der Katalyseforschung auch in der Lehre in ganzer Breite anbieten wird und ein weiterer Anziehungspunkt für zukünftige Jungforscher aus Nah und Fern sein soll.

Am Cluster beteiligte Einrichtungen: 

  • TU Berlin
  • HU Berlin
  • FU Berlin
  • Universität Potsdam
  • Fritz Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (FHI)
  • Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung Golm (MPI-KG)
  • weitere Partner, unter anderem Bayer AG Leverkusen, Bayer Schering Pharma AG Berlin, Südchemie AG München, Uhde GmbH Dortmund

Sprecher

Prof. Dr. Matthias Drieß
Institut für Chemie der TU Berlin
Tel.: +49 (0)30 314-22265

www.unicat.tu-berlin.de

Stellv. Sprecher

Prof. Dr. Peter Hildebrandt
Tel.: +49 (0)30 314-21419

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