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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Einführung von gestuften Studiengängen mit Abschlüssen Bachelor/Master

Mittwoch, 07. Juni 2000

2. Das Master-Studium

1. Charakterisierung

Das Master-Studium führt zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss, wobei sich mehrere Möglichkeiten eröffnen:

  • Aufbauend auf einem Bachelor-Studium innerhalb desselben

    Fachgebietes, Vertiefung der theoretischen Basis und Erweiterung der

    wissenschaftlichen Inhalte, ggf. bis hin zu einer Spezialisierung

    auf ein Schwerpunktgebiet. Das Ziel ist die Befähigung zu eigenständiger

    wissenschaftlicher Forschungsarbeit.

  • Aufbauend auf dem Bachelor-Studium, Vertiefung der Kenntnisse und

    Fähigkeiten auf einem interdisziplinären Spezialgebiet, wiederum

    mit dem Ziel, die Qualifikation zu eigenständiger

    wissenschaftlicher Forschungsarbeit zu erlangen.

  • Kombination eines Bachelor-Abschlusses mit dem Masterstudium eines

    weiteren Fachgebietes im Sinne einer das berufliche Einsatzfeld

    erweiternden Doppelqualifikation.

2. Zulassungsbedingungen

  • Akkreditierter Bachelor-Abschluss oder vergleichbare Leistungen

    (Einzelfallprüfung erforderlich)

  • Bei zulassungsbeschränkten Masterstudiengängen müssen

    Zulassungsbedingungen erlassen werden (z. B. qualifizierter

    Bachelor-Abschluss o. ä.). Insbesondere sind in Fällen, in denen

    korrespondierende N. C.-Studiengänge existieren, abgestimmte

    Zulassungsbedingungen erforderlich.

  • Ein Master-Studium, das der Vertiefung eines Fachgebietes dient,

    setzt ein fachlich korrespondierendes Bachelor-Studium als Basis

    voraus.

3. Abschlussgrade

Je nach Wissenschaftsbereich bzw. Anwendungsorientierung werden die folgenden Abschlussgrade vergeben:

  • Master of Science (Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften)
  • Master of Arts (Sprach- und Kulturwissenschaften)
  • Master of Engineering (Ingenieurwissenschaften, sofern die

    anwendungsbezogenen gegenüber den theoriebezogenen Studienanteilen

    deutlich dominieren).

4. Dauer

Die Dauer des Masterstudiengangs beträgt in der Regel 2 Jahre, zusammen mit einem fachlich zugehörigen Bachelor-Studium jedoch nicht länger als 5 Jahre.

5. Inhaltliche Struktur

Die inhaltliche Gestaltung der Masterstudiengänge soll auf die unter 2.1 dargelegten Möglichkeiten abgestimmt werden und kann je nach Fachrichtung(en) stark variieren. Wahlmöglichkeiten für unterschiedliche Studienprofile sind ebenso vorzusehen wie überfachliche Studienanteile (in der Regel 15 %) und berufsfeldbezogene Zusatzqualifikationen.
Das Masterstudium dient auch der Vorbereitung auf die Masterarbeit. Deren Bearbeitungsdauer soll in der Regel 6 Monate nicht überschreiten.

6. Form der Studienangebote und Prüfungen

Die Studienangebote müssen modularisiert und mit Leistungspunkten versehen sein.
Die Module sind in der Regel so zu gestalten, dass sie Kompetenzziele zusammenfassen und von einer Person geprüft werden können, auch wenn sie aus mehr als 1 Veranstaltung bestehen. Sie sollen auf der einen Seite nicht zu umfangreich sein, um Kombinationen zu ermöglichen, andererseits nicht zu kleinteilig ausfallen, damit die Zahl der Prüfungssituation begrenzt bleibt. Es wird ein Umfang von 8 bis 12 SWS empfohlen. Die zeitliche und inhaltliche Ausgestaltung der Module sowie die Zuordnung von Leistungspunkten obliegt zwar den einzelnen Fachgebieten, erfordert jedoch interdisziplinäre Abstimmung vor allem dann, wenn Module von mehreren Studienrichtungen genutzt werden sollen.
Die Vergabe von Leistungspunkten setzt geeignete Leistungsbewertung (mündlich, schriftlich, Vortrag, Hausarbeit, Gespräch, Klausur, etc.) voraus. An die Stelle der bisher üblichen punktuellen und umfassenden Prüfungen (etwa im Rahmen der Diplomprüfung) treten studienbegleitende Prüfungen.

7. Studienberatung/Mentorensystem

Für alle Master-Studiengänge soll ein Beratungs- bzw. Mentorensystem eingeführt werden, das eine Beratung der Studierenden bei der Gestaltung individueller Studienprofile sicherstellt.

8. Abschlusszeugnis

Das Abschlusszeugnis soll über wesentliche Studieninhalte der Module, deren Umfang, Zahl der jeweiligen Leistungspunkte und die Leistungsbewertung sowie über das Thema der Masterarbeit Auskunft geben (Diploma Supplement).

9. Akkreditierung/Evaluierung

Master-Studiengänge der TUB müssen akkreditiert sein. Dabei ist die höchste Qualifikationsstufe anzustreben. Kriterien für die Akkreditierung sind fachspezifisch und werden von den in der Regel überregionalen Akkreditierungsagenturen formuliert.
Master-Studiengänge müssen regelmäßig evaluiert werden. Jeder externen Evaluation geht eine Selbstevaluierung voraus. Die Evaluation hat das Ziel, die Stärken des Studiengangs auszuweisen und geeignete Maßnahmen zur Behebung der Schwächen einzuleiten.

10. Äquivalenzen

  • Masterabschlüsse sollen qualitativ gleichwertig mit den

    entsprechenden Diplom- oder Magisterabschlüssen sein.

  • Die Unterschiede zwischen fachlich äquivalenten einzügigen

    Diplom- bzw. Magister- und Master-Studiengängen liegen im

    Studienverlauf und im gestuften Charakter des Masterstudiums, das

    auf einem ersten berufsqualifizierenden Bachelor-Abschluss aufbaut.

11. Sonstiges

Master-Studiengänge können an der TUB auch ohne zugehörigen Bachelor-Studiengänge eingerichtet werden.

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