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TU Berlin

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Im Dezember 2019 hat die TU Berlin im Akademischen Senat einstimmig die Diversitätsstrategie - Chancengleichheit an der TU Berlin beschlossen und damit den Startschuss für eine systematische Integration von Diversität, Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit in alle Handlungsfelder der Universität, das sogenannte Diversitätsmainstreaming, gegeben.

Diversität, Inklusion und Antidiskriminierung werden damit als handlungsleitende Prinzipien systematisch in die Steuerungsmechanismen, Regularien und (universitätsweiten) Strategieprozesse integriert.

Diversitätsstrategie - Mission Statement

Die TU Berlin hat sich in ihrer Diversitätsstrategie auf die Ziele der Diversität, Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit verpflichtet. Um diese Information möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen, wurde das einleitende Mission Statement in die Amtssprachen der Vereinten Nationen Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch übersetzt.

Die vollständige Diversitätsstrategie ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Mission Statement auf deutsch

The Diversity Mission Statement in English you find here.

Die Technische Universität Berlin ist den Zielen der Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit verpflichtet. Dabei ist ihr bewusst, dass eine regelbasierte Organisation wie eine Hochschule, an der Menschen zusammen arbeiten, lehren, lernen und forschen, nie wirklich frei von Diskriminierung und Ungleichheit, sondern nur möglichst weitgehend diskriminierungskritisch und möglichst chancengleich sein kann. Dafür bedarf es stetiger kritischer Selbstreflexion und bewusster Weitentwicklung als Organisation in Richtung einer inklusiven Institution.

In diesem Sinne wird Diversität an der TU Berlin als Verpflichtung, Chance und Potential begriffen und beschreibt die Vielfalt ihrer Mitglieder in Hinblick auf Kategorien sozialer Zuschreibungen, häufig verbunden mit Diskriminierung, wie Alter, Behinderung und chronische Krankheit, ethnische Herkunft, Geschlecht, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung sowie Religion und Weltanschauung. Diversität umfasst ebenso die Vielfalt der Ideen, Talente und Erfahrungshintergründe aller Hochschulangehörigen, die damit einen Beitrag zur Vielfalt der Themenfelder, Forschungs- und Studieninhalte sowie der Arbeitsweisen leisten. 

Zur Gewährleistung von Chancengleichheit verpflichten sich die TU Berlin und alle ihre Angehörigen auf einen respektvollen und sensiblen Umgang miteinander, den Abbau von Barrieren und Schutz vor Diskriminierung sowie die Schaffung der Voraussetzungen für eine gerechte Teilhabe aller am universitären Leben und der Mitgestaltung der Universität. Dies sind Grundprinzipien im Umgang mit allen Mitgliedern aber auch Studieninteressierten, Bewerber*innen, Gästen, interessierten Bürger*innen, Ehemaligen und Kooperationspartner*innen. 

Die TU Berlin verfolgt damit das Ziel, eine Institution der Inklusion zu sein. Das bedeutet, dass sie sich kontinuierlich darum bemüht, bestehende Barrieren, Ausschlussmechanismen und Diskriminierung wirksam abzubauen und ihre Mitglieder damit zu unterstützen, die eigenen Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln und am universitären Leben teilzuhaben. Alle Hochschulangehörigen sollen befähigt sein, Benachteiligungen zu erkennen und diesen aktiv entgegenzuwirken.

Handlungsfelder und Ziele

Die Graphik zeigt die zentralen Handlungsfelder der Diversitätsstrategie der TU Berlin auf. Im sog. Diversitätsmainstreaming soll Diversität als Querschnittsthema für die gesamte Universität durch das Diversity Impact Assessment implentiert und dafür sensibilisert und durch das Diversitätsreporting erfasst und evaluiert werden. Das betrifft vor allem die Bereiche Teilhabe & Organisation, Lehren & Lehrnen, Organisationskultur, Forschen, als auch Arbeitskultur, Personalgewinnung & -entwicklung. Daneben werden die Fokusthemen Geschlechtervielfalt und First Generation Studierende durch gezieltere Projekte betrachtet.
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Handlungsfelder

Die obige Abbildung stellt dar, wie im Sinne des Diversitäts-Mainstreamings Diversitätsaspekte systematisch und flächendeckend in den zentralen Handlungsfeldern der universitären Entwicklung integriert werden sollen. Komplementär dazu behandeln die Fokusthemen spezifische Fragestellungen für einen bestimmten Zeitraum schwerpunktmäßig. Diese Aktivitäten werden begleitet durch ein Diversitätsreporting, welches darauf zielt, Erkenntnisse über die Diversität der TU Berlin und ihrer Mitglieder zu gewinnen, bestehende Maßnahmen summativ zu evaluieren und die Effekte der durchgeführten Maßnahmen sichtbar zu machen.

Ziele

Diversität ist für die TU Berlin ein strategisches Querschnittsthema nicht nur aus Gründen der Gerechtigkeit und Verpflichtung gegenüber ihren Mitgliedern, sondern auch, weil es zentraler Bestandteil einer erfolgreichen Entwicklung der Universität in allen Handlungsfeldern ist. Entsprechend ziehen sich die zentralen Ziele der Strategie für Diversität und Chancengleichheit

  • Respektvoller und sensibler Umgang miteinander
  • Abbau von Barrieren und Gewährleistung von Chancengleichheit
  • Unterstützung der Hochschulangehörigen, die eigenen Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln
  • Teilhabe aller an der (Mit-)Gestaltung der Hochschule ermöglichen, vor allem für diejenigen, deren Stimmen in der Gesellschaft wenig sicht- und hörbar sind
  • Entwicklung von Maßnahmen, die einen intersektionalen Ansatz verfolgen, der die Möglichkeit der Mehrfachdiskriminierung mitdenkt und Menschen nicht entlang einer bestimmten Diversitätsdimension stigmatisiert

durch die Handlungs- und Aufgabenfelder der TU Berlin.  

Teilhabe & Organisation

Teilhabe & Gremien

  • Die TU Berlin strebt inklusive Beteiligungsformate (Vielfalt der Partizipationsformen) sowie eine diversitätssensible Debattenkultur an. 

Beratung & Information

  • Die Beratungs- und Informationsangebote der TU Berlin werden vorurteilsbewusst und diversitätssensibel gestaltet und beworben. Die Weiterbildung in diesem Bereich wird durch Angebote der Hochschule sichergestellt.
  • Die zielgruppenspezifischen und allgemeinen Beratungsangebote sind an zentraler Stelle für alle TU-Mitglieder gut auffindbar und einfach zu nutzen

Prävention & Antidiskriminierung

  • Die TU Berlin entwickelt einen Kodex für den respektvollen und sensiblen Umgang miteinander.
  • Alle TU-Mitglieder sollen im Falle einer erlebten Diskriminierung Hilfe und Unterstützung erhalten können.
  • Im Konfliktfall stehen Unterstützungsstrukturen und -prozesse für die Betroffenen zur Verfügung.

Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung

  • Diversität, Inklusion und Antidiskriminierung werden als handlungsleitende Prinzipien systematisch in die Steuerungsmechanismen, Regularien und (universitätsweiten) Strategieprozesse integriert.

Lehren & Lernen

  • Die TU Berlin schafft nichtdiskriminierende und diversitätssensible Studienbedingungen, fördert eine vorurteilsbewusste Betreuung sowie die Verbesserung der didaktischen Qualität der Lehre in Hinsicht auf heterogene Studierendengruppen.
  • Über die fachliche Qualifikation ihrer Studierenden hinaus versteht sich die TU Berlin als Institution, die sozial kompetente und verantwortungsbewusste Studierende ausbildet, die einen Beitrag zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen leisten können. Diversitätsaspekte sollen sich daher möglichst breit in den Curricula berücksichtigt werden.
  • Die TU Berlin ist auch für (potentiell) Studieninteressierte und externe Partner*innen sichtbar eine diverse, um Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bemühte Institution, die hervorragende Bildungsmöglichkeiten bietet.

Organisationskultur

Kommunikation

  • Die TU Berlin achtet bei der Erstellung und Verwendung von Dokumenten, des Webauftritts und anderer Medien konsequent auf diversitäts- und diskriminierungssensible Bildwelten und Texte.
  • In der internen und externen Kommunikation achtet die TU auf eine angemessene Ansprache aller Geschlechter.

Diversitätskompetenz und Sensibilisierung

  • Flächendeckend zugängliche Informationsangebote ermöglichen es allen TU-Mitgliedern, ihr Bewusstsein und Wissen im Umgang mit Vielfalt zu stärken.  
  • Sensibilisierung für Diskriminierung und Aufbau von Diversitätskompetenz werden systematisch in die (Weiter-) Bildungsangebote für alle Hochschulangehörigen integriert.

Infrastruktur

  • Barrierefreiheit und die Anwendung weiterer diversitätsorientierter Ansätze (z. B. Familienfreundlichkeit, Vermeidung von Angsträumen und Gefahrenquellen) sind für die TU Berlin zentrale Elemente der Infrastrukturplanung und -entwicklung sowie des Gebäude- und ITManagements.

Vernetzung & Community Building

  • Die TU Berlin begrüßt und fördert Initiativen ihrer Mitglieder zur Vernetzung, Selbstorganisation und gegenseitigen Unterstützung in diversitätsbezogenen Themenfeldern (Community Building).
  • Als gesellschaftliche Akteurin agiert die TU Berlin auch nach außen diversitätsbewusst und nach den Prinzipien der Chancengleichheit.

Forschen

  • Diversitätsaspekte sollen in allen Phasen des Forschungszyklus Anwendung finden. Die TU Berlin strebt dabei die Beteiligung sowohl der Mitglieder der Hochschule als auch der gesamten Gesellschaft an, mit dem Ziel, durch vielfältige, trans- und interdisziplinäre Ansätze wie auch diversitätsorientierte Forschungsfragen und divers aufgestellte Teams, Lösungen für gesellschaftliche Zukunftsfragen zu erarbeiten und diese breit in die Gesellschaft zu tragen. 
  • Exzellenz in der Forschung bedeutet für die TU Berlin, die Rahmenbedingungen für Chancengleichheit zu gewährleisten und alle Wissenschaftler*innen dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Arbeitskultur und Personalauswahl und &-entwicklung

Arbeitskultur

  • Die TU Berlin berücksichtigt die unterschiedlichen Belange von Beschäftigten in ihrer Aufgabenwahrnehmung und gewährleistet ein diskriminierungsarmes, wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem individuelle Verantwortlichkeiten und Lebensrealitäten bestmöglich in Einklang mit den Organisationszielen gebracht werden.
  • Die entsprechenden Qualifizierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen werden flächendeckend umgesetzt.
  • Das Führungsverhalten der Vorgesetzten richtet sich konsequent und explizit an diesen Zielen aus. 

Personalgewinnung und -entwicklung

  • In den Personalauswahl- und Personalentwicklungsverfahren für das akademische, wissenschaftsunterstützende und studentische Personal strebt die TU Berlin nach Chancengleichheit und Abbau von diskriminierenden Strukturen. Die diversitätsgerechte Personalpolitik der TU Berlin zeichnet sich durch vorurteilsfreie Personalgewinnung und transparente, strukturierte Verfahren aus.

Umsetzung

Für die konzeptionelle Weiterentwicklung und Umsetzung der Diversitätsstrategie ist die AG Diversität zuständig, wobei die oben genannten Ziele und Handlungsfelder sowohl systematisch durch das sog. Diversity Mainstreaming flächendeckend an der TUB implementiert werden sollen, als auch einzelne Fokusthemen spezifischer behandelt werden sollen.

Fokusthemen

Auch wenn die Diversitätsstrategie dimensionsübergreifend gedacht ist, stehen in den Jahren 2020-2022 die Themen geschlechtliche Vielfalt und soziale Herkunft besonders im Fokus, um hier sowohl im inneruniversitären Diskurs als auch mit gezielten Maßnahmen bestehende Leerstellen zu schließen und die Hochschulangehörigen thematisch zu sensibilisieren.

Diese Fokusthemen sind zugleich sehr aktuell und sehr wichtig.

Im Fokusthema Geschlechtervielfalt sollen die Rahmenbedingungen für beispielsweise Trans*, Inter* oder non-binäre Menschen verbessert werden, sowohl im formal-administrativen Prozess als auch im täglichen Umgang miteinander, so dass diese – ohne Beeinträchtigung oder Diskriminierung fürchten zu müssen – am universitären Leben teilnehmen können. Ausführliche Informationen und Beratung dazu finden Sie hier.

Beim Fokusthema Soziale Herkunft (First Generation) geht es um Akademiker*innen und Studierende der sogenannten ersten Generation oder auch First Generation, also denen, die als erste ihrer Herkunftsfamilie studieren. Hier sollen die oftmals nicht thematisierten ungleichen Startbedingungen und der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungsprivilegierung/-erfolg und -benachteiligung thematisiert und damit zusammenhängende Barrieren systematisch abgebaut werden.

Diversitäts-Mainstreaming

Das Diversitäts-Mainstreaming ist Teil der Diversitätsstrategie der TU Berlin und verfolgt das Ziel, Diversität, Chancengleichheit und den Schutz vor Diskriminierung systematisch organisationsweit in alle Steuerungs-, Planungs-, strategischen und operativen Prozesse einzuflechten.

Für das Diversitäts-Mainstreaming wollen wir nicht einfach einen weiteren Prozess schaffen, sondern den Diversitätsgedanken in allen laufenden und zukünftigen Prozessen verankern. Hierfür entwickelt die TU Berlin aktuell ein sogenanntes Diversity Impact Assessment (DIA) als flexibles und schlankes Implementierungsinstrument.

Dabei machen wir es uns zunutze, dass Universitäten sich stetig auf allen Ebenen erneuern und verändern und bieten mit dem DIA ein Instrument an, welches in der Planungs- und Entwicklungsphase schon dabei unterstützt, diversitätsbewusste Entscheidungen zu treffen.

Darüber hinaus können auch bestehende Strukturen, Maßnahmen und Prozesse mit dem DIA auf ihre Wirkung auf Diversität, Chancengleichheit und den Schutz vor Diskriminierung überprüft werden. Die grundlegenden Prozesse, Instrumente und Unterstützungsangebote befinden sich ebenfalls in der Konzeption und sollen zeitnah mit Pilotbereichen getestet und weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf dieser Seite. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Strategische Controlling Gleichstellung, Diversität und Internationalisierung.

AG Diversität

Die AG Diversität trifft sich vier bis 6 Mal pro Jahr und ist das zentrale Gremium für die Entwicklung und Begleitung der Umsetzung von Strategien und Maßnahmen für Diversität, Chancengleichheit und den Schutz vor Diskriminierung an der TU Berlin. Sie berät strategisch wie inhaltlich und kann Initiativen im Themenfeld anstoßen. 

Hier vernetzen und koordinieren sich die fachlichen (Beratungs-) Stellen, die Interessensvertretungen und wissenschaftlichen Expter*innen der TU Berlin zu Diversität, Chancengleichheit und Schutz vor Diskriminierung.

Koordiniert wird die AG vom Strategischen Controlling Gleichstellung, Diversität und Internationalisierung. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Isabel Teusch
aufgrund Covid19 z.Z. nur Mail
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Lena Saenger
aufgrund Covid19 z.Z. nur Mail
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Diversität & Chancengleichheit an der TU Berlin

Das Bild zeigt im Hintergrund das Architekturgebäude der TU Berlin, ein mehrstöckiges Hochhaus. Im Vordergrund ist eine Brille ins Bild gehalten, durch die das Gebäude sichtbar ist. Durch die Brille erscheint das Gebäude im Hintergrund in den Farben des Regenbogens.

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