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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

ZITATIONSHINWEIS:

Für die auf dieser Seite berichteten Daten und Grafiken ist bei Weiterverwendung als Quelle etwa folgender Text anzugeben:

"S. Kubath &  J. Andersen (2013) Dokumenteninternetseite. Hrsg. TU Berlin: TUB Sonar 2013 ; URL: www.tu-berlin.de/?id=147518"

0. Einleitung

Keyfacts des TUB Sonar 2013
Factsheet zur Stichprobe
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Im Wintersemester 2012/2013 wurden die knapp 30.000 Studierenden erstmalig gebeten, sich in einem Online-Fragebogen zu ihren Studien- und Lehrbedingungen zu äußern. Die Studierenden wurden in zwei Wellen per E-Mailadresse über das Ziel der Befragung und den Zugang zur Online-Umfrage informiert.
Insgesamt waren die Aussagen von 1524 Studierenden auswertbar. Das entspricht einer Rücklaufquote von ca. 5 %. Trotz dieser geringen Rücklaufquote sind repräsentative Aussagen auf der gesamtuniversitären und teilweise auch auf Studiengangsebene möglich.

 

 

1. Ergebnisse zur Lehre

Cockpit TUB Sonar 2013 Bereich Lehre
Cockpitdarstellung der Ergebnisse zur Lehre an der TU Berlin
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1.1 Lehrpersonal

Gesamtzufriedenheit, Lehrende
Zufriedenheit mit den Lehrenden
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Zusammenfassend betrachtet ist die Zufriedenheit mit der Lehrenden unter den TU-Studierenden gut (vgl. Diagramm). Die Lehrenden sind auch außerhalb der Lehrveranstaltung per E-Mail und zu ihren Sprechzeiten gut zu erreichen. Sie pflegen mehrheitlich auch einen respektvollen Umgang mit den Studierenden.
Besonderes Augenmerk legen die Studierenden auf die Prüfungsvorbereitung und individuelles Prüfungsfeedback. Beides ist nur teilweise zufriedenstellend an der TU Berlin. Hier sollte in betroffenen Studiengängen überlegt werden, wie das behoben werden kann.
Die Ergebnisse der Lehrveranstaltungskritik wird eher selten an der TU Berlin in Lehrveranstaltungen besprochen. Dies hat zwei Gründe: Zum Einen ist nicht immer die Zeit in der Lehrveranstaltung oder auch der Wille zur Diskussion vorhanden, zum anderen liegen Ergebnisse häufig zu spät vor.
Bei dem ersten Punkt müsste ein Kulturwandel bei den Lehrenden einsetzen. Bei Letzterem könnten die Fakultätsleitungen versuchen den Prozess der Veranstaltungskritik zu beschleunigen (z.B. durch Online-Voting) oder andere Formen der Ergebnisdiskussion etablieren (z.B. Lehrkonferenz).


Maßnahmen: Die Ergebnisse werden im Rahmen der Systemakkreditierung den Studiengängen zur internen Diskussion und Optimierung bereitgestellt.
Das Thema Lehrkultur wird aus Sicht der Leitung verstärkt in den Arbeitsfokus genommen.

1.2 Motivation und Qualität der Lehre

ZufriedenheitLehre2013
Zufriedenheit mit der Qualität der Lehre
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Insgesamt betrachtet überwiegt der Anteil der Befragten, die Ihr Studium an der TU Berlin mit gleichbleibender oder sogar gestiegener Motivation studieren.
Die Qualität der Lehre wird mehrheitlich (Median=2) gut eingeschätzt, allerdings zeigt der Mittelwert von 2,6, dass es auch einen großen Anteil Studierender gibt die hier Verbesserungspotential sehen.

In offenen Kommentaren wurden überfüllte Lehrveranstaltungen und zu wenigen Tutorien thematisiert.
Ein Dialog zur Lehre - in dem Studierende und Lehrende sich austauschen - findet zur Zeit kaum statt.


Maßnahmen: Das Thema Dialog zur Lehre wird durch die neue Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung durch Lehrkonferenzen angegangen. Davon unabhängig spielt das Thema Lehrkultur aus Sicht des Präsidiums eine verstärkte Rolle. Die Fakultäten bauen zum Teil Ihre Mentorenprogramme weiter aus.

2013 wurde ein neuer Tutorenausstattungsplan beschlossen, mit dem die Bedarfe der Fakultäten erfüllt werden sollen. Ebenfalls werden zusätzliche Mittel im Rahmen des Masterplan II vom Land Berlin für Tutorien bereitgestellt.

1.3 TU Berlin als Lernort

Die TU Berlin als Lernort wird nur als mittelmäßig eingeschätzt. Vor allem Räumlichkeiten zum Gruppenlernen fehlen. Die Ausstattung ist auch häufig nicht gegeben. In vielen offenen Kommentaren wurde vor allem der bauliche Zustand mancher Gebäude (z.B. Mathegebäude) kritisiert.


Maßnahmen: Der geplante Neubau des Mathegebäudes soll hier weitere räumliche Kapazitäten ermöglichen.

Daneben gibt es Projekte zur Umgestaltung bestehender Räumlichkeiten z.B. der im Jahr 2013 neugestaltete tubIT PC Pool.

1.4 Prüfungen

Die Inhalte der Prüfungen an der TU Berlin entsprechen aus Sicht der Befragten auch den Lehrinhalten. Allerdings entspricht das Prüfungsergebnis nur zum Teil der Selbsteinschätzung der Studierenden. Dementsprechend wird die Prüfungsfairness insgesamt nur in Teilen als gerecht wahrgenommen. Das negative Noten die Einschätzung bei diesen Fragen stark färben, ist nachvollziehbar. Wichtiger ist in diesem Zusammenhang aber, dass anscheinend auch die Information über Prüfungsinhalte in Teilen besser sein könnte.
In offenen Kommentaren wurde häufig kritisiert, das schriftliche Prüfungen in der vorgegebenen Zeit nicht machbar sind und somit Noten nicht über Wissen sondern die verfügbare Zeit zustande kommen.


Maßnahme: Die Ziethen Arbeitsgruppe Prüfungen bearbeitet dieses Thema. Vorraussichtlich noch im Sommersemester wird es einen Tag zu Prüfungen an der TU geben.

1.5 Modulbeschreibungen

Ergebnisse TUB Sonar 2013: Bewertungen der Modulbeschreibungen
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Bezüglich der Modulbeschreibungen in den Studiengängen lässt sich feststellen, dass die dort beschriebenen Lehrinhalte und Prüfungsarten mit der Realität übereinstimmen. Die beschriebenen Lernziele werden anscheinend nur zum Teil erreicht. Was auffällt ist, dass Studierende häufig angeben das der in den Modulbeschreibungen angegebene Workload nicht mit der Realität übereinstimmt.

Maßnahmen: Die Ergebnisse werden im Rahmen der Systemakkreditierung den Studiengängen zur internen Diskussion und Optimierung bereitgestellt.
Bezüglich des Workloads wurden die Fragen im TUB Sonar 2014 überarbeitet.

2. Ergebnisse IT Services & Referat Prüfungen

Cockpitdarstellung der Ergebnisse im Bereich IT-Services und Referat Prüfungen
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2.1 IT Services

Zufriedenheit mit den einzelnen IT-Services
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WLAN Optimierung
WLAN-Optimierungsbedarf aus Sicht der Studierenden
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Im Durchschnitt über alle Dienste sind die Studierenden zufrieden mit den IT Diensten der TU Berlin (MW=2,3). Der Dienst mit über 80 % zufriedener Anwender in der Stichprobe ist ISIS. Mobile Anwendungen und Einmalanwendungen via TUB Portal findet die Mehrzahl der Befragten positiv. Die TU E-Mail Adresse wird kaum „produktiv“ genutzt und „nur“ knapp 60 % der Befragten sind mit dem Dienst zufrieden.

QISPOS wird häufig genutzt, allerdings sind rund 50% der Befragten nur teilweise zufrieden oder sogar unzufrieden mit dem Dienst. Hier ist der negativste Zufriedenheitswert der Befragten bzgl. der IT Dienste festzustellen.

Das Evaluationsportal wird wenig genutzt (30%) da es zu unbekannt ist. Es wird auch nur als teilweise zufriedenstellend eingeschätzt. Dieser Dienst wird durch einen Softwarewechsel bedingt zum April 2014 eingestellt.

 

Optimierungsbedarf wegen WLAN-Instabilität bestand vor allem im Mathematik - und Hauptgebäude und im Neubau Marchstrasse.

Ein dringender Wunsch der Befragten ist die Einmalanmeldung (Single Sign-on) für alle Dienste.

Für das LSF kamen in den offenen Kommentaren Kritik und Optimierungswünsche. Das Gleiche gilt für die PC Pools auf dem Campus.


Maßnahmen: Ende 2014 soll an der TU Berlin ein neues Campusmanagementsystem eingeführt werden. Viele der aktuellen Probleme sollen durch die Umstellung beseitigt werden. Das neue Campusmanagementsystem spielt auch in der aktuellen TUB Sonar Befragung 2014 eine wichtige Rolle.

Die tubIT arbeitet daran, die Verfügbarkeit und Stabilität des WLAN Netzes zu verbessern und auszubauen.

2.2 Referat Prüfungen (Prüfungsamt)

Zufriedenheit mit Angeboten des Referats Prüfungen
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In externen Studien (z.B. Trendence 2012) wurde in den offenen Kommentaren häufig sehr deutlich Kritik am Prüfungsamt geübt. Die geschlossenen Fragen im TUB Sonar bestätigen dieses Bild. Insgesamt sind rund 60% der Befragten mit dem Prüfungsamt unzufrieden bis sehr unzufrieden (MW=3,8).

 

Die Vor-Ort-Anmeldung und die Öffnungszeiten stellen das Hauptärgernis dar. Erstaunlich ist, dass auch andere Dienstleistungen des Prüfungsamtes sehr negativ bewertet werden. Hier bleibt zu hinterfragen inwiefern das ein Halo-Effekt[1] ist. Angebote wie Telefonservice oder E-Mail können rund 40% der Befragten nicht einschätzen. Dies kann man so interpretieren, dass diese Dienste bei den Studierenden eher unbekannt sind und somit mehr beworben werden sollten.


Maßnahmen: Ende 2014 soll an der TU Berlin ein neues Campusmanagementsystem eingeführt werden. Viele der aktuellen Probleme sollen durch die Umstellung beseitigt werden.

 

[1] Sozialpsychologischer Fachbegriff für kognitive Verzerrung: Ein Einzelaspekt strahlt auf andere Aspekte aus und verzerrt das Urteil.

 

 

2.3. Ergebnisse Familie & Pflege

Studierende mit Erziehungsaufgaben: Rund 5% der befragten Studierenden übernehmen Erziehungsverantwortung für Kinder, wobei der Großteil (74%) ein bis zwei Kinder hat. Die Mehrheit der Kinder studentischer Eltern ist im Krippen- bzw. Kita-Alter (zwischen 8 Wochen bis 6 Jahre). Die Eltern sind 25 plus und damit etwas älter als der TU-Durchschnitt (20-24 Jahre). Die Mehrheit der befragten Eltern (87%) erzieht die Kinder zusammen mit einem Partner/einer Partnerin. Neben diesen spielt bzgl. der Betreuung die öffentliche Kita bzw. der Hort/Schülerladen die größte Rolle.

Konflikte bzgl. Vereinbarkeit Familie/Studium: Die häufigsten Konflikte bzgl. der Vereinbarkeit Studium und Familie sind für Studierende mit Erziehungsverantwortung Zeitkonflikte, Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtung sowie zu lange Wegstrecken zwischen Studierort und Betreuungseinrichtung/Wohnung. Etwa ein Viertel der Studierenden mit Erziehungsverantwortung pausierten im Studium aufgrund Ihrer Familienaufgaben.

Beratung und Unterstützung: Über Beratungs- und Unterstützungsleistungen an der TU Berlin fühlen sich die Studierenden nur mittelmäßig gut informiert (MW:3,2). Die Hauptinformationsquelle für Studierende mit Kind ist das Internet. Knapp die Hälfte informiert sich über TU Info-Broschüren, die Homepage des Familienbüros und durch den Austausch mit anderen studierenden Eltern. Damit liegt das Angebot des Familienbüros doch deutlich vor anderen Angeboten an der TU Berlin. Lediglich 44 % der Befragten geben an, dass die Lehrenden sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten unterstützen, so dass Studium und Familie für sie vereinbar sind. Der Großteil (56%) gibt hier nur geringe oder gar keine Unterstützung an.

Maßnahme: Die Ergebnisse wurden dem Familienbüro zur Verfügung gestellt und fließen in das audit familiengerechte hochschule ein. Eine erste Maßnahme im Nachgang des TUB Sonars ist die Einrichtung einer Kurzzeitbetreuung in Räumen der TU Berlin.

 

Studierende mit Pflegeaufgaben: Rund zwei Prozent der befragten Studierenden übernehmen Pflegeaufgaben. Die meisten Studierenden mit Pflegeaufgaben sind zwischen 26 und 29 Jahre alt (40,7%). Der durchschnittliche Pflegeaufwand betrug 16,6 Stunden in der Woche.

Vereinbarkeit und Unterstützung: Der Frage, ob ihre Pflegeaufgaben mit ihrem Studium vereinbar seien, konnten die Studierenden eher nicht zustimmen. Etwas mehr als die Hälfte (52%) gaben an, dass sich das Studium eher nicht oder gar nicht gut vereinbaren lasse. Auch von Seiten der Dozenten/Dozentinnen fühlte sich die Mehrheit (73%) eher nicht oder gar nicht unterstützt.

Beratung: Besonders schlecht beurteilten die Befragten die Beratungs- und Unterstützungmöglichkeiten, über diese fühlten ganze 88% eher nicht oder gar nicht gut informiert. Hier zeichnet sich ein hoher Handlungsbedarf ab.

3. Maßnahmen als Folge des TUB Sonar

Die Ergebnisse des TUB Sonar 2013 fließen auf Studiengangsebene mit in die Studiengangsentwicklung ein, sofern eine repräsentative Menge an Studierenden im Studiengang geantwortet haben.

In der folgenden Tabelle sind die Hauptbefunde für die gesamte TU Berlin sowie die geplanten Maßnahmen kurz dargestellt.

 

Befund
Aktion/Maßnahme
Workload stimmt nicht
Verfeinerte Erhebung, Diskussion in den Lehrkonferenzen, Korrektur der Einzelmodule im Rahmen der AllgStuPO-Anpassung im Jahr 2014
Zu wenig Tutorien
Es wurde in 2013 ein neuer Tutorenausstattungsplan beschlossen, auch das Land stellt über den Masterplan II Zusatzmittel bereit
Didaktik verbesserungsdürftig
HSP III stellt Mittel bereit, AG Qualifizierung und Professionalisierung aller Lehrenden
Betreuungsquote schlecht
Hochschulvertrag stellt den Rahmen dar, es ist leider weiterhin von einer Überlast auszugehen. Die neue WM-Verteilung enthält nachfrageorientierte Elemente.
Baulicher Zustand schlecht
Neubauplanung Mathegebäude existiert
Lernorte fehlen
AG Lernorte in Ziethen gegründet, neuer tubIT-PC-Pool; neuer Lernraum H3026
Mehr Feedback zur LV-Kritik
Ergebnisse werden in den Lehrkonferenzen besprochen, ein schnelleres unmittelbares Feedback in der Lehrveranstaltung wird angestrebt.
Noten liegen zu spät vor
QISPOS-Initiative war erfolgreich, Campus Management Projekt ist aufgesetzt
Prüfungsamt
Campus-Management-Projekt ist aufgesetzt, 1. Tag der Lehre in 2014 zum Thema Prüfungen, AG Prüfungen und AG Kommunikation in Ziethen gegründet
WLAN Empfang an Lernorten verbessern
tubIT ist aktiv bei der Überprüfung von Ausleuchtung/Störgeräte, Überarbeitung des Gastzugangs (SMS), WLAN-Subnetze der eigenen Einrichtung
Single-Sign-On gewünscht
myDESK erfolgreich (10.000 User)

3.1 Ergebnisdiskussion und Presseecho

Die Ergebnisse des TUB Sonar 2012 wurden in verschiedenen TU-internen Gremien vorgestellt. Diese waren:

  • 03.12.2013 TUB Sonar Ergebnisse in der LSK
  • 19.12.2013 TUB Sonar Ergebnisse in der Studiendekanrunde
  • 07.01.2013 TUB Sonar Ergebnisse in der LSK
  • 15.01.2014 TUB Sonar Ergebnisse im AS

Darüberhinaus hatte der TUB Sonar auch ein Presseecho:

Im weiteren Verlauf können die Ergebnisse in die TU interne Studiengangsentwicklung mit einfliessen. Diese Sonderauswertungen werden nur angefertigt, wenn in einem Studiengang genügend Antworten vorhanden sind, um ein repräsentatives Meinungsbild abzubilden.

Bereits umgesetzte Sonderauswertungen:

  • Stadt- & Regionalplanung
  • Maschinenbau
  • QS2 Auswertung

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