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TU Berlin

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Geschlechterforschung an der TUB

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Nicht nur die Gleichstellung, auch die Geschlechterforschung ist fest verankert an der TU Berlin. Das 1995 gegründete „Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung“ (ZIFG) an
der Fakultät I betreibt Gender Studies auf höchstem Niveau.


Das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin

Von der Wissenschaft in den Alltag und wieder zurück
An der spannenden Schnittstelle von Wissensproduktion und soziokulturellen
Rahmenbedingungen arbeitet und forscht seit über 15 Jahren ein eigenständiges Zentrum an der TU Berlin: das „Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung“ (ZIFG). Es untersucht Prozesse der Vergeschlechtlichung in allen Wirklichkeiten und generiert Schnittstellen zu einer Vielzahl von Fächern, Forschungsschwerpunkten und -aktivitäten der TUB. Dieser fächerübergreifende Ansatz spiegelt sich in den vielfältigen Forschungsprojekten am ZIFG und in der angebotenen Lehre wieder. So findet sich hier eine in der deutschsprachigen Geschlechterforschung einmalige Verbindung von Science und Technology Studies mit der Geschlechterforschung. Gleichzeitig werden diese Perspektiven auch in den einzelnen Fakultäten diskutiert und so gendersensible Forschungsperspektiven in den Natur-, Technik- und Planungswissenschaften erschlossen.
Die Geschlechterforschung bietet mit ihren Ergebnissen aber auch eine wichtige Basis zur kritischen Reflexion von Politiken der Gleichstellung und damit eine Grundlage zur Entwicklung (hochschul-)politischer Gleichstellungsmaßnahmen.
Gegründet 1995 von der Historikerin Prof. Dr. Karin Hausen, hat sich das ZIFG als weit über Berlin hinaus geschätzte innovative Einrichtung der Geschlechterforschung etabliert. Bekannt für seine innovativen Ansätze, ist das Zentrum Anlaufstelle für viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus allen Disziplinen.

Mit Wirkung auf die Lehre
Das ZIFG trägt maßgeblich zum fachübergreifenden Studium an der TUB bei und ist mit Modulen und Teilmodulen an vielen interdisziplinären Studiengängen der TU Berlin und anderer Berliner Hochschulen beteiligt. So stehen Lehrangebote wie das „Zertifikat zum Schwerpunkt Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung“ allen Studierenden offen, die ihr Kompetenzfeld um Genderaspekte erweitern wollen. Zielgruppenspezifisch orientiert wird seit 2012 für Studierende und Promovierende der MINT-Fächer das Studienprogramm „GENDER PRO MINT“ angeboten.

Das Zentrum als Knotenpunkt
Die Geschäftsstelle der 2010 gegründeten „Fachgesellschaft Geschlechterstudien / Gender Studies Association (Gender e. V.)“ ist ebenfalls am ZIFG angesiedelt. Im Rahmen seiner öffentlichen Veranstaltungen wie Ringvorlesungen oder Podiumsver- anstaltungen steht das ZIFG in regelmäßigem Dialog mit der wissenschaftlichen und der nicht-wissenschaftlichen Öffentlichkeit. Darüber hinaus ist das ZIFG aufgrund der Qualität und der Breite seiner Forschung auch immer wieder Ansprechpartner für Presse und Politik bei gendersensiblen Themen.

Genderforscherinnen – Neue Perspektiven für die etablierte Wissenschaft
Geschlecht ist strukturierender Bestandteil im Entstehungsprozess von Wissen, es beeinflusst wissenschaftliche Praxis und Erkenntnis. Neben dem Thema Gleichstellung liegt daher ein besonderer Fokus der TU Berlin auf dem Bereich einer Geschlechter- forschung mit engem Bezug zu dem wissenschaftlichen Profil der Technischen Universität.
Speziell in den Jahren 2010 / 2011 ist es der TU Berlin im Rahmen des Berliner Chancengleichheitsprogramms gelungen, eine große Anzahl von Gastprofessorinnen in diesem Bereich zu fördern. Acht interdisziplinär arbeitende Wissenschaftlerinnen konnten in dieser Zeit Fragen der Geschlechterforschung in die technischen und naturwissenschaftlichen Bereiche der Hochschule einbringen und dort auch zu einem anhaltenden Dialog anregen. Aktuell konzentrieren sich die Aktivitäten der Geschlechterforschung an der TU Berlin vor allem am ZIFG. Das ZIFG vernetzt sich im Rahmen einer hochkarätigen Forschung auch international, z. B. im Rahmen eines trinationalen Forschungsverbunds (Deutschland / Österreich / Schweiz) zum Thema „Entrepreneurial University und GenderChange: Arbeit – Organisation – Wissen“. Untersucht werden Transformationsprozesse bei der umfassenden Reorganisation von Hochschulen.
Gleichzeitig hat das ZIFG eine Gastprofessur zu dem Schwerpunkt „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften“ über das „Berliner Programm für Chancengleichheit“ eingeworben. Diese zusätzliche Stelle unterstützt einerseits das Zertifikatsstudium „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften“ in der Lehre, und beschäftigt sich andererseits in einem aktuellen Forschungsprojekt damit, wie sich die Modellierung des Humanen in der Informatik feministisch gestalten lässt.

Wissenschaftsforschung und Geschlechterforschung
Aber nicht nur am ZIFG, auch an den einzelnen Fakultäten wird Geschlechter- forschung künftig stärker personell unterstützt.
Die Fakultät VII richtet eine befristete W2-Professur zu dem Thema „Gender und Diversity Management“ ein. Die Professur soll das bereits bestehende interdisziplinäre Lehrprogramm zu Gender und Diversity weiterentwickeln und nachhaltig in den Lehrkonzepten verankern. Die Forschungsaktivitäten der Professur konzentrieren sich auf inter- und transdisziplinär angelegte Ansätze im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung, wie zum Beispiel auf die Existenzgründung von Frauen und /oder Migrantinnen oder die Auswirkungen von gemischten Belegschaften auf den Firmenerfolg.
An der Fakultät VI forscht das Fachgebiet Kommunikations- und Mediensoziologie zu Themen der Geschlechterforschung. Dort wurden zum Beispiel die Karrieren, Einstellungen, Erfahrungen und Motive von 50+ Managerinnen in großen Betrieben untersucht oder der Frage nachgegangen, ob und wie die technisch vermittelte Kommunikation in Unternehmen die Karriere von Frauen beeinflusst.

Gender Mapping – eine Landkarte entsteht
Um die breit gefächerte Genderkompetenz der TU Berlin künftig noch besser zu vernetzen, startete 2011 an der Fakultät VII – „Wirtschaft und Management“ ein Pilotprojekt unter dem Titel „Gender Mapping“. Erstes Ziel des Mapping war es, den Kompetenzpool der TU Berlin im Bereich der Geschlechterforschung sichtbar zu machen. Mit der Visualisierung der Forschungskompetenzen wird eine zentrale Voraussetzung für den Aufbau eines Expertinnen- und Experten-Netzwerks im Bereich Geschlechterforschung geschaffen. So können zukünftig auch Synergien abgerufen werden, die in der Kooperation zwischen Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik entstehen.
Zusätzlich erfüllt das Projekt den Anspruch, Bestandteil einer umfassenden Kommunikationsstrategie der TU Berlin im Bereich der Gleichstellungspolitik zu sein. Damit ist es ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG. Die neue Landkarte erlaubt es, Expertisen gezielt abzurufen, insbesondere für Beratung, Monitoring oder auch Controlling im Drittmittelbereich. Die Teilkarte der Fakultät VII wird sukzessive erweitert und für weitere Fakultäten komplettiert.

Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TUB (ZIFG)

Lupe

Das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung ist an der Fakultät I angesiedelt. Hier wird die Geschlechterforschung an der TUB gebündelt.

Adresse:
Technische Universität Berlin
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG)
Sekr. MAR 2-4
Marchstr. 23
10587 Berlin

Telefon: 314 26974

www.tu-berlin.de/zifg

ZIFG Homepage

Die Räume befinden sich in der 2. Etage.
Der Lehrveranstaltungsraum ist MAR 2013 und

das Sekretariat befindet sich im Raum MAR 2011.

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Sprechstunde der Zentralen Frauenbeauftragte

Ab Sofort: Jeden Dienstag von 13 bis 15 Uhr bietet die Zentrale Frauenbeauftragte eine offene Sprechstunde an.

Auf Wunsch werden nach wie vor auch Termine nach Vereinbarung vergeben.

Kontakt: