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TU Berlin

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Forschungsfelder

Lupe
  1. Gesellschaftliche und soziale Aspekte der Mobilität
  2. Räumliche Aspekte der Mobilität
  3. Gestaltung von nachhaltiger Stadtmobilität
  4. Smarte Mobilität
  5. Wirtschaftsverkehr
  6. Methoden der Mobilitätsforschung

 

1) Gesellschaftliche und menschliche Aspekte

Gesellschaftliche und menschliche Aspekte als Fokusbereich der Forschung beziehen sich auf den Umstand, dass gesellschaftliche Trends zukünftige Verkehrssysteme genauso wie deren Nutzung beeinflussen und finden ihren Ausdruck in vorherrschenden Planungsparadigmen und -politiken. Die Grundlagenforschung in diesem Bereich beschreibt die Wechselwirkung zwischen Verkehr und Gesellschaft. Spezifische Themen der anwendungsbezogenen Forschung, können u.a. die Gestaltung des Verkehrssystems durch politische Imperative, die Verbesserung der sozialen Inklusion durch neue Verkehrsmittel oder der Einfluss von autonomen Fahren auf das öffentliche Verkehrsangebot sein. Exemplarisch für die Forschungsaktivitäten des Bereiches auf diesem Feld seien hier die folgenden Forschungsprojekte genannt: Generationserfahrung - individuelle Biographie und Mobilitätsverhalten, MoabitRad, Personale Mobilität und Verkehrspolitik im internationalen Vergleich oder 'Die “Nutzerkonstruktion” im Öffentlichen Verkehr anhand des Beispiels “Transantiago”'.

 

2) Räumliche Aspekte der Mobilität

Die Wechselwirkungen zwischen der gebauten Umwelt (städtisch und ländlich) und Mobilität sind komplex, vielschichtig und weisen viele besondere Beziehungen auf. Eine gebaute Umwelt, die gekennzeichnet ist durch Kompaktheit, gute Netzverbindungen, Mischnutzung, Vielfältigkeit, gute Erreichbarkeit und Barrierefreiheit ist eine gute Voraussetzung für die Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität. Andererseits spielt der Verkehr eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Siedlungsentwicklung. Ein Verständnis dieser Wechselwirkungen auf räumlich horizontaler (z.B. Nachbargemeinden) und vertikaler (z.B. Region, Stadt und Nachbarschaften) Ebene ist wichtig für die Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität, die auf eine Reduzierung des Energieverbrauchs und der Flächeninanspruchnahme zielt und die Verkehrssicherheit, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Wohlfahrt fördert. Der Bereich „Mobilität und Raum“ hat intensiv in den letzten Jahren zu diesen Fragen geforscht. Exemplarisch seien hier die Forschungsprojekte YoungCities, HOT Egypt, Smart Sustainable District (SSD) Moabit West und SUMRICA genannt.

 

3) Nachhaltige Mobilität

Die Bevölkerung der Städte wächst weltweit nach wie vor schnell. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in den meiste/ n Städten zu. Dies führt, neben überfüllten Verkehrsinfrastrukturen, auch zu einer dramatischen Zunahme von Emissionen wie Lärm oder Feinstaub, die die Lebensqualität und Gesundheit der in Städten lebenden Menschen minimieren und gefährden. Eine nachhaltige Mobilität begegnet dieser Entwicklung mit unterschiedlichen Strategien, Methoden und Maßnahmen. Alle haben das gemeinsame Ziel die Nutzung von Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb zu reduzieren und aktive Verkehrsmittel wie Radfahren und Gehen, öffentliche Verkehrsmittel und multimodale Mobilitätssysteme zu fördern. Der Forschungsbereich MuR konzentriert seine Forschung auf Fragen rund um die Bewertung und Anwendung von Methoden zur Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel. Dabei werden die verschiedenen Rahmenbedingungen in den Städten betrachtet so dass Aussagen darüber getroffen werden können, welche dieser nachhaltigen Verkehrsansätze auf andere Städte übertragbar sind. Diese Themen wurden z.B. in folgenden Projekten bearbeitet: Neighborhood-Demonstrator, Smart Sustainable District (SSD) Moabit West, Forschungscluster "Urbaner Metabolismus - Sustainable Urban Transfair", Pilotprojekt Nachhaltiger Verkehr in China am Beispiel der Stadt Qian‘an.

 

4) Smart Mobility

Der Transportsektor unterliegt derzeit einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Megatrends wie der Klimawandel, die Verknappung fossiler Brennstoffe, die Urbanisierung, eine alternde Gesellschaft, die Verschuldung des öffentlichen Sektors, höhere Mobilitätskosten und schnellere Innovationszyklen von Informations- und Kommunikationstechnologien sind nur einige der Megatrends, welche die zukünftige Entwicklung des Verkehrssektors stark beeinflussen.

Diese und andere absehbare zukünftige Trends bergen enorme Risiken für den Verkehrssektor, bieten aber auch große Chancen. Unserer Forschungsbereich versucht ausgewählte Herausforderungen aus diesem riesigen Bereich der sogenannten „intelligenten Mobilität“ genauer zu beleuchten. Unsere Aktivitäten in diesem Zusammenhang reichen von der Untersuchung des benutzergruppenspezifischen Informationsbedarfs für nahtlose Flugreisen (innerhalb des riesigen Feldes von Mobility as a Service - MaaS) über Fragen des autonomen Fahrens bis hin zur Entwicklung von Ansätzen, um die Batteriekapazitäten räumlich getrennter elektrischer Transportflotten als Quellen für Ausgleichsenergie in lokalen Verteilungsnetzen zusammenzufassen. Exemplarisch für dieses Forschungsfelder seien folgende Projekte genannt: Cities.MultiModal (CMM), Smart Sustainable District (SSD) Moabit West, Smart Mobile Energy (SME), Sector-Coupled Systems in Smart Grids (SCSSG), Door to Door Information for Air Passengers (DORA), Einführung von Bürgerbussen in Gransee.

 

5) Wirtschaftsverkehr

Wirtschaftsverkehr besteht aus den Segmenten Güterverkehr, Dienstleistungsverkehr und Personenwirtschaftsverkehr. Er hat einen Anteil von ca. Drittel an allen Verkehrswegen. Die externen Kosten wie Luftverschmutzung und Verkehrslärm sind jedoch aufgrund der großen Fahrzeuge (Lkw) viel höher. Wirtschaftsverkehr ist oft nicht als Planungsgegenstand in der Stadtplanung integriert. Effiziente Planungsmaßnahmen um die negative Auswirkung zu verringern sind selten. Lösungskonzepte wie die Nutzung von elektrischen Fahrzeugen, neue Zustellungskonzepte mit Frachtfahrräder oder auch neue Kooperationsmodelle in der städtischen Belieferung (vor allem auf der letzten Meile) müssen entwickelt und evaluiert werden. Wirtschaftsverkehr war zentrale Fragestellung in den Projekten komDRIVE und Wirtschaftsverkehrskonzept Usedom.

 

6) Methoden und Instrumente in der Mobilitätsforschung

Neben den traditionellen qualitativen und qualitativen Methoden (Fragebögen, Erhebungen, Umfragen usw.) werden einige innovative Methoden verwendet und an die Verkehrsanalyse angepasst, welche auch interdisziplinäre Methoden einschließt. Für die Prozessbewertung, die Folgenabschätzung und die Bewertung der Nutzbarkeit verwenden wir verschiedene Methoden und Werkzeuge, die über die klassischen Mobilitätsforschung hinausgehen. Für die Beobachtung der Auswirkungen verwenden wir auch die Ansätze unserer externen Partner (z. B. VISUM). Für die Öffentlichkeitsbeteiligung und die Verkehrsmodellierung werden zudem innovative Tools wie Crowdmapping und TEECT (Transport Energy and Emission Calculation Tool) eingesetzt.

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Wulf-Holger Arndt
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