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Zentrum Technik und GesellschaftSicherheit - Risiko - Kriminologie

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Bereich Sicherheit - Risiko - Kriminologie

Der Bereich Sicherheit – Risiko – Kriminologie beschäftigt sich mit unterschiedlichen Themenfeldern ziviler Sicherheit wie Kriminalität, Radikalisierung, subjektive Sicherheit und Krisen- und Katastrophenmanagement. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der interorganisationalen Kommunikation und Kooperation relevanter Akteure sowie der partizipativen Ausgestaltung von technischen wie nicht-technischen Sicherheitsmaßnahmen auf Basis integrierter Technikbewertung. Leitbild des Bereiches ist eine realitätszugewandte wie gesellschaftsverbundene Betrachtung der Gegenstandsfelder ziviler Sicherheit unter enger Einbeziehung von Praxispartner*innen, Entwickler*innen, Rechtsexpert*innen sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren. In der Forschungspraxis gelten für uns daher folgende Leitlinien. Zivile Sicherheitsforschung verlangt:

  • eine ganzheitliche Betrachtung des jeweiligen Praxisfeldes unter Einschluss sämtlicher beteiligter Akteure, Interessen und Einstellungen;
  • die Entwicklung eines genauen problem- wie lösungsorientierten Verständnisses der Bedarfe von Praktiker*innen und betroffenen Akteuren;
  • eine transparente Vermittlung von Problemdefinitionen und technischen sowie nicht-technischen Lösungs- und Gestaltungsansätzen;
  • ein breites Spektrum an Verfahren, angepasst an die jeweiligen Forschungsgegenstände;
  • theoretische Fundierungen der jeweiligen Forschungsgegenstände und ihrer implizierten sozialen, organisationalen wie technischen Interdependenzen.

Themenfelder und Projekte:

Methodisch wird in dem Bereich in der Regel inter- und transdisziplinär geforscht. Durch die Anwendung partizipativer Verfahren werden Entwickler*innen, Anwender*innen, Behörden, aber auch Repräsentant*innen der Öffentlichkeit in den Gestaltungsprozess neuer Technologien eingebunden. Die Identifikation von Praktiken, Prozessen und Herausforderungen in heterogenen Akteurskonstellationen bildet die Grundlage für die gemeinsame Entwicklung von praxistauglichen Kooperations- und Kommunikationsprozessen zur Lösung komplexer Aufgaben. Darüber hinaus werden u.a. ökonomische, soziale, rechtliche und ethische Implikationen neuer Technologien analysiert. Hierfür kommt u.a. ein neues, softwareunterstütztes Bewertungsverfahren auf Basis von Netzwerkanalysen zum Einsatz. Ziel ist es nicht nur die jeweiligen Diskurse und Kriterien der gesellschaftlichen Funktionsbereiche (einschließlich der jeweiligen Technikentwicklung) integriert zu betrachten, sondern durch die Analyse auch konstruktiv eine praxisorientierte Implementierung zu unterstützen.

Die Forschung im Bereich Sicherheit – Risiko – Kriminologie wird vor allem über verschiedene Programme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und Forschungsgelder der Europäischen Union (EU) finanziert. Mit zahlreichen Forschungseinrichtungen innerhalb Deutschlands und der EU, die zu ähnlichen und angrenzenden Themen forschen, ist der Bereich eng vernetzt (siehe Partner) und strebt an, nachhaltig zu einem praxis- und gesellschaftsnahen Erkenntnisgewinn im Bereich der zivilen Sicherheitsforschung beizutragen.
 

Aktuelles aus dem Bereich Sicherheit-Risiko-Kriminologie

  • Abschluss des EU Projektes RESCULT

    Abschluss des EU Projektes RESCULT zur Resilienz des Kulturellen Erbes auf dem European Forum for Disaster Risk Reduction in Rome des United Nation Office for Disaster Risk Reduction. Dr. Leon...

Ausgewählte Publikationen aus dem Bereich

  • Hempel, Leon; Wittich, Robert; Protschky, Andrea (2019). Integrierte Technikentwicklung durch Konfliktnetzwerke. In: Draude, C., Lange, M. & Sick, B. (Hrsg.), INFORMATIK 2019: 50 Jahre Gesellschaft für Informatik – Informatik für Gesellschaft (Workshop-Beiträge). Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V.. S. 445-446. Online verfügbar
  • Hempel L. (2018): Die temporale Asymmetrie des Geheimen. Geheimhaltung als Problem und Gegenstand sozialwissenschaftlicher Sicherheitsforschung. in: Stefan Kaufmann, Ralf Poscher (Hg.): Ambivalenzen ziviler Sicherheitsforschung: Abgrenzungen, Anwendungen, Folgen, Nomos (Reihe Sicherheit und Gesellschaft).
  • Hempel, Leon; Kraff, Benjamin D.; Pelzer, Robert (2018): "Dynamic Interdependencies: Problematising Criticality Assessment in the Light of Cascading Effects." International Journal of Disaster Risk Reduction, S. 257-268.
  • Pelzer, R. (2018): Policing of Terrorism Using Data from Social Media. In: European Journal for Security Research, doi.org/10.1007/s41125-018-0029-9
  • Hempel, L. (2017): Verantwortungszuschreibung als Kontingenzverschiebung. Verantwortungspolitiken im Kontext von IT-Sicherheit, in: Politik und Verantwortung. Analysen zum Wandel politischer Entscheidungs- und Rechtfertigungspraktiken, Politische Vierteljahrszeitschrift, Sonderheft hg. von Christopher Daase, Julian Junk, Stefan Kroll und Valentin Rauer
  • Hempel, L. (2017): Landschaften der Kontrolle oder Berlin als Differenz, in: Stadtökonomie – Blickwinkel und Perspektiven. Festschrift für Dietrich Henckel, hg. Anja Besecke, Josiane Meier, Ricarda Pätzold, Susanne Thomaier, S.78-81
  • Eckmanns, T.; Hempel, L.; Polin, K.; Scheuermann, K. (2017): Digital epidemiology: how big data challenges ethics, society and politics in infectious disease surveillance, Life Sciences, Society and Policy, Sonderheft
  • Hempel, L.; Markwart T. (2017): Widerstände in den Aufteilungen des Sinnlichen, in: Andreas Brenneis, Oliver Honer, Sina Keesser, Annette Ripper, Silke Vetter-Schultheiß (Hrsg.): Technik - Macht - Raum. Das Topologische Manifest im Kontext interdisziplinärer Studien, Wiesbaden: Springer, S.45-61.
  • Hempel, L. (2017): Transparenz zwischen normativen Anspruch und kultivierter Unsichtbarkeit, in: Fiff Kommunikation. Zeitschrift für Informatik und Gesellschaft, 1/2017, S.33-37.
  • Hempel, L.; Wittich, R.; Bartels, M.; Hahne, M. (2017): Die Technisierung des urbanen Hinterlands. Gestaltungsalternativen als Beitrag für einen nachhaltigen Netzausbau, in: Jens Ivo Engels, Nina Janich, Jochen Monstadt, Dieter Schott (Ed.): Wege zur Nachhaltigkeit von Städten. Frankfurt a. M.: Campus, p. 174-197.
  • Hempel L. (2017): Die Zeit der Situation. Beobachtungen zur Temporalität kommunikativen Handelns am Beispiel Fußballfanverkehr, in: Reichertz/Tuma (Hrsg.), Der Kommunikative Konstruktivismus bei der Arbeit. Beltz Verlag, Weinheim Basel S.218-255.
  • Mandy Töppel, Michael Hahne, Marie Bartels (2017): Informationsvorlagen für die interorganisationale Kommunikation im Krisenfall, Crisis Prevention 1/2017.
  • Bartels, M./ Lorenz, D.F. (2017): Infrastruktursicherheit als gesellschaftliche Herausforderung, in: Ökologisches Wirtschaften 4/2017, S. 27-29.
  • Mandy Töppel, Marie Bartels, Christoph Nagel und Michael Hahne (2017): A Social Network to Identify Responsibilities and Expertises in Crisis Scenarios, 3rd International Conference on Information and Communication Technologies for Disaster Management (ICT-DM’2016), online hier.
  • Hempel, Leon (2016): Between non-knowledge and routine. The socio-materiality of control practices within large infrastructure utilities. Paper presented at sub-theme 45: Materiality, Human Agency and Practice‘, 31st EGOS Colloquium, Greece, July 2-4, 2015.
  • Fischer, Michael/Pelzer, Robert (2016): Die Logik des Anschlags. Zur Zielwahl dschihadistischer Terroristen in Europa. Frankfurt/M.: Campus Verl.
  • Bartels, Marie/ Hahne, Michael/ Töppel, Mandy (2016): Vom Katastrophenszenario zum Krisenplan: Organisationsübergreifende Abstimmung im Vorfeld extremer Lagen. Notfallvorsorge 4/2016, Walhalla Fachverlag, 8-16.
  • Bartels, Marie/ Hahne, Michael (2016): Networks for Interorganisational Response Planning, in: Ghafory-Ashtiany, G. et al. (eds.): Proceeding of the 7th International Conference on Integrated Risk Management, IEEA Tehran, S. 317-320.
  • Hempel, L. (2015): Das Krisenkarussell. Wer bestimmt eigentlich, was eine Katastrophe ist?, in: Kulturaustausch Heft 1/2015, S.68-79.
  • Hempel, L.; Abt. J.; Henckel, D.; Paetzold, R. (2015): Das Versprechen der sicheren Stadt. Eine Einleitung, in: Dynamische Arrangements städtischer Sicherheit. Akteure, Kulturen, Bilder. Wiesbaden: Springer VS. S.1-26.
  • Hempel, L.; Paetzold, R.; Lieb, R. (2015): Streit der Sicherheitsbilder, in: Dynamische Arrangements städtischer Sicherheit. Akteure, Kulturen, Bilder. Wiesbaden: Springer VS. S-219-242.
  • Hempel, L.; Henckel, D. (2015): Das Versprechen der Sicherheit und seine Zukunft, Dynamische Arrangements städtischer Sicherheit. Akteure, Kulturen, Bilder. Wiesbaden: Springer VS. S.313-329.
  • Hempel, L. (2015): Target City or the City as Interfaces. Leben im technisch Unbewussten, in: Die Planerin, 3/2014, S.27-30.
  • Fischer, M. / Pelzer, R. / Carillo-Aravena, M. (2015): Jihadistische Anschlagsplanung: Planspiele als ergänzende Fallstudien. In: Zoche, Peter/ Kaufmann, Stefan & Harald Arnold (Hg.): Sichere Zeiten? Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung. LIT Verlag, Münster, S. 389-407.
  • Bartels, M., Becker, T., Hahne, M., Hempel, L., Kolbe, T., Lieb, R. (2014): Simulation of cascading effects in case of failure of infrastructures, in: Zeitschrift fur Geodasie, Geoinformation und Landmanagement 139(4):217-223.
  • Hempel, L. (2014): The twofold formation of the fan body and the crowd. Situated Security and the Policing of Football Supporters in German Soccer. Paper presented at sub-theme 544: Section on Sociology of Law Invited Session. Law, Ethics, Policy and Manners in the Surveillance Society, San Francisco, 109th ASA Annual Meeting, 2014.
  • Hempel, L. (2014): Protest und paranoides Design. Anmerkungen zu einem ambivalenten Verhältnis, in: Technik und Protest – Von Stuttgart 21 über Atomkraftendlager bis Fracking und Nanotechnologie, Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Jg. 27/2014, Heft 4, S. 112-121.
  • Hempel, L.; Lammerant H. (2014): Impact Assessments as Negotiated Knowldege. In: Gutwirth, S., Leenes, R., De Hert, P., Reforming data protection. Law, Governance and Technology Series. Dodrecht, Springer., S. 125-145.
  • Hempel, Leon; Lorenz, Daniel F. (2014): Resilience as an Element of a Sociology of Expression, in: Behemoth - Journal on Civilisation 7 (2), S. 26–72.
  • Menevidis, Z., Hahne, M., Ajami, M., Fairweather, B., Smagas, K., Giambene, G. (2014): Deliverable 4.1: Observatory Descriptive Report. RESPONSIBILITY- European Commission FP7-Science in Society-GA 321489.
  • Bartels, Marie (2014): Communicating Probability. A challenge for decision support systems, in: Starr et al. (ed): Proceedings of the 11th International Conference on Information Systems for Crisis Response and Management, The Pennsylvania State University.
  • Pelzer, R. (2014): Von der militanten Orientierung zum Anschlagsplan: Desiderata der Radikalisierungsforschung aus Perspektive eines devianzsoziologischen Karrieremodells. In: Arnold, Harald/Zoche, Peter (Hg.): Terrorismus und organisierte Kriminalität. Theoretische und methodische Aspekte komplexer Kriminalität Zivile Sicherheit. Lit-Verlag, Münster, S. 149 -176.
  • Hempel, L.; Ostermeier, L.; Schaaf, T.; Vedder, D. (2013): Towards a Social Impact Assessment of Security Technologies: A bottom-up approach, in: Science and Public Policy, Volume 40, Issue 6. 740-754.
  • Hempel, L.; Bartels, M.; Markwart, T. (2013): Aufbruch ins Unversicherbare: Zum Katastrophendiskurs der Gegenwart. Bielefeld: transcript.
  • Hempel, L.; Markwart, T. (2013): Katastrophe und Souveränität. Zur Genese eines ästhetisch-politischen Paradigmas. in: Aufbruch ins Unversicherbare: Zum Katastrophendiskurs der Gegenwart. Bielefeld: transcript, S.141-193.
  • Hahne, Michael/ Becker, Thomas/ Bartels, Marie/ Lieb, Renate (2013): Simulation von intersektoriellen Kaskedeneffekten bei Ausfällen von Versorgungsinfrastrukturen unter Verwendung des virtuellen 3D-Stadtmodells Berlins (SIMKAS-3D), Projektabschlussbericht der Technischen Universität Berlin, TIB Hannover.
  • Becker, T., Bartels, M., Hahne, M., Hempel, L., Lieb, R. (2012): Cascading Effects and Interorganisational Crisis Management of Critical Infrastructure Operators, in: Zlatanova, S., Peters, R., Fendel, E.M. (eds.): Proceedings of the 8th International Conference on Geo-Information for Disaster Management, Enschede, p. 105-116.
  • Becker, T.; Boschert, S.; Hempel, L.; Höffken, S.; Obst, B. (2013): Komplexe Simualtionen mit dem Stadtsystemmodell, in: Die Planerin 4/2013, S.52-54.
  • Becker, T.; Boschert, S.; Hempel, L.; Höffken, S.; Obst, B. (2013): Complex urban simulations and sustainable urban planning with spatial and social implications. (Accepted, to appear in: ISPRS Annals of the Photogrammetry, Remote Sensing and Spatial Information Sciences  Annals, isprs-annals-2013-149).
  • Hempel, L. (2012): Seneca oder die Technologien der Inneren Sicherheit, in: Die Macht der Gefühle. Emotionen in Management, Organisation und Kultur. Metelmann, J. und Beyes, T. Berlin: Berlin University Press.
  • Hempel, L. (2012): Surveillance Studies, in: Kultur. Von den Cultural Studies bis zu den Visual Studies. S. Moebius. Bielefeld: transcript.
  • Bartels, M.; Dierich, A.; Hahne, M.; Hempel, L.; Lieb, R. (2012): Szenarioanalyse für intersektorales Infrastruktur-Management. DVGW 6/2012.
  • Hempel, L. (2012): Evakuierungszone, in: Ortsregister. Ein Glossar zu Räumen der Gegenwart. N. Marquardt, V. Schreiber, Bielefeld: transcript.
  • Becker, T.; Bartels, M.; Hahne, M.; Hempel, L.; Lieb, R. (2012): Cascading Effects and Interorganisational Crisis Management of Critical Infrastructure Operators, in: Zlatanova, S., Peters, R., Fendel, E.M. (eds.): Proceedings of the 8th International Conference on Geo-Information for Disaster Management, Enschede, p. 105-116.
  • Pelzer, R. (2012): Politisch motivierte Gewalt auf Demonstrationen. In: Online-Dossier „Innere Sicherheit“ der Bundeszentrale für politische Bildung, 2011.
  • Ostermeier, L. / Pelzer, R. (2011): Die Kontrolle von Polizeigewalt und das Problem der Legitimität des polizeilichen Gewalteinsatzes am Beispiel des 1. Mai 2009 in Berlin Kreuzberg. In: Kriminologisches Journal  43, H. 3.

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