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Innovationsbiografie der Windenergie

Projekttitel, Mittelgeber und Laufzeit
Projekttitel
Eine Innovationsbiographie der Windenergie unter besonderer Berücksichtigung der Absichten und Wirkungen von Steuerungsimpulsen
Buchtitel
Bruns, Elke; Köppel, Johann; Ohlhorst, Dörte; Schön, Susanne: Die Innovationsbiographie der Windenergie – Absichten und Wirkungen von Steuerungsimpulsen (ISBN: 978-3825816254)
Mittelgeber
Volkswagen-Stiftung; Forschungsprojekt im Schwerpunkt „Innovationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft“ 
Laufzeit
09/2004 - 04/2007

Worum geht es?

Die Entwicklung der Windenergienutzung in Deutschland gilt als eine Erfolgsstory. Einst Nischentechnologie für eine alternative Energieversorgung, entwickelte sie sich in den 1990er Jahren zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftszweig. Die Innovationsprozesse der Windenergie in Deutschland wurden mit Hilfe der Konstellationsanalyse nachgezeichnet. Ziel war es, die Wirkungen von gezielten Steuerungsaktivitäten in ihrem Zusammenspiel mit anderen treibenden und aktivierenden Kräften aufzuzeigen. Die Untersuchung wurde von einem interdisziplinär zusammengesetzten Team durchgeführt, in dem Forscher(innen) aus Soziologie, Politologie, Planung- und Ingenieurswissenschaft beteiligt waren. Das Konstellationsanalyse-Team ging von der Hypothese aus, dass Steuerungsimpulse im Handlungsfeld Windenergie sowohl mit technischen und natürlichen als auch mit gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen eng verknüpft sind.

 

Wie wurde die Konstellationsanalyse angewandt?

Nachdem zunächst gemeinsam eine Phasenheuristik für den Innovationsprozess entworfen wurde, kartierten und interpretierten die ForscherInnen die Konstellationen zu den identifizierten Phasen des Untersuchungszeitraums von 30 Jahren.

Für die Vergleichbarkeit der Phasenkonstellationen war es hilfreich, diejenigen Elemente zu definieren, die jeweils den Kern der Konstellation bilden (in den Abbildungen symbolisiert durch den Kreis). Damit konnten die Veränderungen der Konstellation von Phase zu Phase verdeutlicht werden.

Es zeigte sich eine unterschiedliche Struktur der verschiedenen Phasenkonstellationen. Zu Beginn der Entwicklung war die Konstellation in zwei Teilkonstellationen gespalten, die unterschiedlichen Prinzipien folgten: In der Nischenkonstellation wurde das Konzept einer umweltfreundlichen und dezentralen Energieversorgung verfolgt, während die dominante Konstellation auf ein wirtschaftspolitisches Konzept der Versorgungssicherheit setzte. Die Kartierungen für die folgenden Phasen zeigen, wie sich die Elemente und ihre Beziehungen von Phase zu Phase verschoben haben, dass einzelne Elemente randständiger werden oder verschwinden und neue Elemente hinzutreten.

Im abschließenden Arbeitsschritt wurde die Rolle von Steuerung im Entwicklungs- und Veränderungsprozess der Konstellation interpretiert. Kartierung, Beschreibung und Interpretation des Entwicklungsprozesses der Windenergie verdeutlichten, dass der Prozess nicht durch einen einzelnen, zentral steuernden Akteur dominiert, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer Akteure und im Rahmen unterschiedlicher Kontextbedingungen gestaltet wurde. Die von staatlichen Institutionen gezielt zur Steuerung eingesetzten Instrumente entfalteten eine Wirkung, jedoch erst im Zusammenspiel mit anderen Elementen.

Bilder der Konstellationsanalyse

Lupe
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Ergebnisse der Analyse

Mit der Konstellationsanalyse konnten die Veränderungen der Konstellation im Zeitverlauf nachgezeichnet werden. Jede Phase, jede neue Konstellation zeigt eine substantiell veränderte Situation gegenüber der jeweils vorangehenden Phase. Somit verändern sich auch der Gegenstand, die Anforderungen sowie die Zielsetzungen von steuernden Eingriffen. Die Konstellationsanalyse ermöglicht einen differenzierten Blick auf die Anordnung der Elemente, in deren Zusammenspiel Steuerungsimpulse wirken. Sie bietet die Möglichkeit, zeitliche Entwicklungsprozesse in der Pluralität der Einflussfaktoren abzubilden und auf der Basis der kartierten Konstellationen genauer zu beschreiben und zu interpretieren. Und sie ermöglicht es, in diesem Anwendungsfeld unterschiedliche Prozesse miteinander zu vergleichen.

 

 

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